Bundesliga 
Streich: "Dann sage ich Chapeau...!"
Pyro-Spektakel in Piräus. Bildquelle ANGELOS TZORTZINIS/dpa

Wenn der SC Freiburg drei Tage nach dem 3:0-Triumph von Piräus auch in Hoffenheim besteht, dann zieht Trainer Christian Streich den Hut. Ritsu Doan hat sich verletzt.

Der SC Freiburg hat im Hexenkessel von Piräus bestanden und bemerkenswert souverän beim griechischen Meister Olympiakos gewonnen. Nach dem 3:0 ging der Blick von SC-Trainer Christian Streich bereits voraus auf das Bundesliga-Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (Sonntag, 19.30 Uhr), vor dem es ein neues Fragezeichen gibt. Ritsu Doan hat einen Schlag auf den Fuß bekommen.

Doan auf der Kippe

Der Japaner war deshalb nicht dabei, als sich die Mannschaft lange nach dem Abpfiff von den 750 mitgereisten Fans in der Kurve des Karaiskakis-Stadions noch mal feiern ließ, und er verpasste auch das Regenerationstraining, das direkt nach Spielschluss angesagt war. Schließlich ging es am Freitag mit dem Flugzeug zurück aus Athen, und einen Tag später stand bereits die Reise Richtung Sinsheim an. Dort erwartet den Sport-Club eine mit dem Donnerstagabend nicht vergleichbare Atmosphäre, dafür aber ein stärkerer Gegner. „Wenn wir am Sonntag in Hoffenheim bestehen, das wäre eine Aussage“, erklärte Streich, „dann sage ich Chapeau.“ Die TSG gehört wie der Sport-Club zu den Spitzenteams der Liga, hat genauso viele Punkte gesammelt wie Bayern und Dortmund.

Um am Sonntagabend dagegenhalten zu können, müssen die Freiburger schnell und gut regenerieren, und möglicherweise wird bei der Aufstellung ein bisschen rotiert. Mindestens auf einer Position könnte der SC sogar dazu gezwungen sein, denn der Einsatz von Doan ist fraglich. Viele Wechsel dürften jedoch nicht zu erwarten sein, weil Streich auch in Piräus einen „insgesamt guten Auftritt“ gesehen hat.

Raketen

Die Pyro- und Feuerwerkseinlage vor dem Anpfiff fand Doppeltorschütze Michael Gregoritsch sogar „geil, weil es, glaube ich, kontrolliert war - solange nichts aufs Feld fliegt, ist es in Ordnung“. Das war nur einmal nach einer halben Stunde der Fall. Torhüter Mark Flekken war irritiert, als eine Rakete über ihn hinweg auf den Platz flog, hatte aber keine Bedenken. „Ich hatte das Gefühl, dass der Schiri und sein Team alles im Griff hatten“, sagte der Niederländer. Er bekam nur wenig zu tun, weil Olympiakos zu schwach war, und die SC-Defensive sich extrem stabil präsentierte.

Drei Treffer erzielten die Freiburger in Piräus, Gregoritsch hat es deshalb „super viel Spaß gemacht“, auch weil die Tore „zum richtigen Zeitpunkt“ gefallen seien. Weil der SC wusste, dass der Gegner nach durchwachsenen Ergebnissen in der Liga und einer Auftaktniederlage im Europapokal unter Druck stand, „haben wir uns entschieden, ganz früh draufzugehen“, erklärte Streich. Deswegen könnte das gegen die taktisch anders ausgerichteten, individuell stärkeren und besser gestarteten Hoffenheimer anders aussehen.

Euphoriebremse

Vor dem badischen Duell tritt der SC-Coach auf die Euphoriebremse, aber nicht wegen der Doppelbelastung. Es ist eher ein Appell an die Fans. „Wir müssen sehr schauen, dass wir alle bei uns bleiben“, sagte Streich, „die Mannschaft leistet Außergewöhnliches, aber wir müssen aufpassen, dass die Erwartungen nicht in den Himmel schießen.“ Die Spieler haben kein Problem damit, dass sie nur drei Tage nach dem internationalen Abend wieder gefordert sind. „Normalerweise hätten wir da Hochbelastungstraining“, sagte Gregoritsch. „Deswegen freue ich mich auf Sonntag“, fügte er verschmitzt hinzu.


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