Bezirksliga 
Die ,,Wölfe" sind nun die Gejagten
Trainer Florian Ey will mit dem SV Sulz zu Hause ungeschlagen bleiben. Im Topspiel gegen Fautenbach muss er allerdings auf Daniel Bühler (links) verzichten. Bildquelle Christoph Breithaupt

Am sechsten Spieltag der Fußball-Bezirksliga fährt der neue Tabellenführer FV Rammersweier zum bisher sieglosen FV Unterharmersbach. Der ebenfalls ungeschlagene VfR Elgersweier muss beim SV Oberkirch ran.

FC Neuried - SV Oberharmersbach (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz einer 2:4-Niederlage gegen den VfR Elgersweier war Neurieds Co-Trainer Amaar Tobia zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Die vier Gegentore waren vermeidbar, aber wir waren auf Augenhöhe und haben ein Riesenspiel gemacht. Am Ende haben uns Cleverness und Spielglück gefehlt“, sagt Tobia. Der Co-Trainer erwartet an diesem Sonntag einen „heißen Kampf“ zu Hause gegen den SV Oberharmersbach. „Es ist eine Mannschaft, die bis zur letzten Sekunde kämpft und bei Standardsituationen gefährlich ist“, so Tobia, der dennoch drei Punkte im Visier hat. Verzichten muss er allerdings auf Moritz Lieb (privat verhindert) und Julian Lieb (Bänderriss).

3:3 hieß es am vergangenen Dienstag im Lokalderby zwischen dem SV Oberharmersbach und dem FV Unterharmersbach. Ein Punkt, welcher der Mannschaft von Markus Lach nicht viel weiterhilft. „Aber wenn man mit 0:2 zurückliegt und dann noch unentschieden spielt, muss man zufrieden sein“, sagt der Sportliche Leiter Günter Roth. Das Ziel gegen den kommenden Gegner aus Neuried ist wieder zu punkten. „Es wird ein enges Spiel. Wir dürfen auf keinen Fall verlieren“, betont Roth, der Marco Schwarz (Wadenbeinverletzung) ersetzen muss.

SV Oberkirch - VfR Elgersweier (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz einer frühen Führung musste der SV Oberkirch zuletzt auswärts beim 1:3 in Sulz dem Gegner noch die Punkte überlassen. Jetzt kommt mit dem VfR Elgersweier ein richtig dicker Brocken ins Renchtalstadion. „Wir gehen in das Spiel gegen den Tabellenzweiten trotz Heimvorteil als Außenseiter“, findet auch SVO-Trainer Patrick Braun: „Elgersweier hat einen guten Start in die Saison hingelegt, wir nicht. Klar ist, dass wir dem Gegner aber nichts schenken werden.“ Im SVO-Kader dürfte es keine Veränderungen geben.

Der VfR Elgersweier gab sich keine Blöße und setzte sich am vergangenen Spieltag zu Hause gegen den FC Neuried mit 4:2 durch. „Es war ein kampfbetontes Spiel von beiden Teams“, erzählt Co-Trainer Sebastian Schaller. „Unsere geschlossene Mannschaftsleistung über 90 Minuten wurde belohnt, und unter dem Strich haben wir verdient gewonnen.“ Diese Einstellung braucht sein Team auch an diesem Sonntag, wenn der VfR zu Gast beim SV Oberkirch ist. „In Oberkirch wird es schwierig, auch wenn wir dort letzte Saison relativ deutlich gewonnen haben“, sagt Schaller, der mit seinem Team unbedingt ungeschlagen bleiben will. „Wir streben einen Auswärtssieg an.“ Moritz Lothspeich (Kreuzbandriss) und Tim Kempf (Knieprobleme) sind nicht mit von der Partie.

FV Sulz - SV Fautenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Nach der unnötigen 2:4-Niederlage beim FC Neuried zeigte der FV Sulz am vergangenen Sonntag eine Reaktion und bezwang den SV Oberkirch mit 3:1. „Der Sieg war nicht unverdient. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und zum Schluss auch das Spielglück auf unserer Seite gehabt“, fasst Trainer Florian Ey die Partie zusammen.

An diesem Sonntag bekommt es seine Mannschaft mit einem echten Brocken zu tun: Der starke Aufsteiger SV Fautenbach, der am vergangenen Sonntag gegen Haslach seine erste Niederlage hinnehmen musste, ist zu Gast. „Wenn wir defensiv gut stehen und wenig zulassen, können wir sicherlich was mitnehmen. Wir sind zu Hause bisher ungeschlagen, das soll so bleiben“, betont Ey, der nur auf Daniel Bühler (Urlaub) verzichten muss.

Keinen Vorwurf von Trainer Asbet Asa an seine Mannschaft gab es nach dem Fautenbacher 2:4 gegen Haslach: „Wir haben gegen die starken Haslacher alles versucht. Sicher waren die frühen Ausfälle von Jonas Vath und Simon Baro nicht förderlich. Die beiden sind neben einigen anderen Spielern in Sulz nicht einsatzfähig“, berichtet der Coach: „Ich zähle allerdings nicht gerne auf, wer alles fehlt. Ich vertraue voll und ganz den Jungs, die sich aktuell Woche für Woche voll reinhängen und ich bin überzeugt, das wird auch beim schwierigen Spiel in Sulz so sein.“

SV Oberschopfheim - VfR Willstätt (Sonntag, 15 Uhr)

„Wenn man in der letzten Minute noch ein Unentschieden holt, fühlt es sich wie ein Sieg an“, sagt Oberschopfheims Sportlicher Leiter Reiner Fautz nach dem 1:1 am vergangenen Sonntag gegen den Zeller FV. Mit der Leistung seiner Mannschaft war er jedoch nicht zufrieden. „Wir haben nicht unseren besten Tag erwischt. Im Spielaufbau und in der Offensive waren wir zu ungenau.“ Seine Spieler wollen es an diesem Sonntag gegen den VfR Willstätt jedenfalls besser machen. Die Aufgabe wird allerdings nicht leicht. „Der VfR zählt für mich zu den Top fünf. Wir dürfen ihn nicht ins Spiel kommen lassen und wollen zu Hause ungeschlagen bleiben“, betont Fautz, dem der gesamte Kader zur Verfügung steht.

Einen verdienten Sieg seines VfR im Derby gegen die SG Freistett/Rheinbischofsheim sah der Willstätter Vorsitzende Stefan Hochwald. „Die SG hatte zwischendurch zwar eine stärkere Phase und auch Chancen, aber letztendlich geht unser Dreier in Ordnung“, fand er und blickte voraus: „In Oberschopfheim wartet ein Gegner, der ordentlich in die Saison gestartet ist. Bei uns sieht es personell nicht so gut aus wie vor einer Woche. Aber ich denke unsere Jungs sind stark genug um den Gastgebern Paroli zu bieten. Unser Minimalziel ist ein Remis. Aber natürlich würden wir auf dem Willstätter Jahrmarkt am Sonntag lieber auf einen Dreier anstoßen.

FSV Altdorf - Zeller FV (Sonntag, 15 Uhr)

Der Zeller FV musste am vergangenen Sonntag zu Hause ein bitteres Unentschieden gegen Oberschopfheim hinnehmen: In der Nachspielzeit kassierte die Elf das 1:1 per Foulelfmeter. „Es tut natürlich weh, weil wir fast über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren. Leider haben wir es verpasst, das zweite Tor nachzulegen“, analysiert Trainer Danny Singrin. Und dennoch ist der Zeller FV seit zwei Spielen ungeschlagen. Diese Miniserie soll auch an diesem Sonntag gegen den Tabellenletzten aus Altdorf fortgesetzt werden. „Wir dürfen das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen und müssen unsere Chancen nutzen“, so Singrin, der aus dem Vollen schöpfen kann.

FV Unterharmersbach - FV Rammersweier (Sonntag, 15 Uhr)

Der FV Unterharmersbach bleibt weiterhin sieglos: Auch im Lokalderby gegen Oberharmersbach sprang nur ein Remis (3:3) heraus - trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung. „Wir stehen wieder nur mit einem Punkt da, aber die Leistung war wie gegen Elgersweier gut. Daran müssen wir gegen Rammersweier anknüpfen“, sagt Trainer Manuel Jilg, der an diesem Sonntag im Heimspiel gegen den FV Rammersweier endlich den ersten Sieg einfahren möchte. „Wir müssen kompakter verteidigen und vorne effektiver sein, dann bin ich zuversichtlich.“ Valentin Spiczak (verhindert) fällt für das Spiel aus.

Der FV Rammersweier grüßt erstmals nach einem kompletten Spieltag von ganz oben: Die „Wölfe“ gewannen am vergangenen Samstag ihr Heimspiel gegen den SV Renchen mit 2:0, während der SV Fautenbach am Sonntag zu Hause patzte. Der Sieg gegen die Renchtäler war allerdings alles andere als ein Selbstläufer. „Der SV hat uns in der ersten Halbzeit Paroli geboten. Wir haben glücklicherweise zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt“, sagt Trainer Umberto Vulcano. „In der zweiten Hälfte haben wir umgestellt und gegen Ende der Partie die Kontrolle übernommen.“

Die „Wölfe“ fahren als klarer Favorit nach Unterharmersbach. Der Coach warnt jedoch: „In Unterharmersbach ist es immer ein schweres Spiel, weil der FV heimstark ist“, so Vulcano, der Patrick Rösler (krank), Juri Stroinoff und Manuel Mateus (beide privat verhindert) ersetzen muss.

SG Freistett/Rheinbischofsheim - SV Haslach (Sonntag, 15 Uhr)

„Das Ergebnis von 0:3 in Willstätt liest sich deutlicher, als es tatsächlich war,“ berichten die beiden SG-Trainer Matthias König und Thorben Rapp. „Willstätt hatte in der ersten Halbzeit leichte Feldvorteile, in der zweiten Halbzeit hatten wir jedoch die Spielkontrolle und verpassten mehrmals den Ausgleich. Unsere Mannschaft hat nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Die Moral stimmt also und auf die Leistung in Willstätt können wir aufbauen“, so König: Gegen Haslach erwarten wir wieder ein enges Spiel auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden. Nach zwei Niederlagen in Folge möchten wir den ersten Heimsieg feiern.“ Personell kann die SG nahezu aus dem Vollen schöpfen.

Aus der Vorfreude von SVH-Chefcoach Martin Leukel auf das Spiel beim SV Fautenbach wurde während des Spiels und bis zum Abpfiff große Freude. Beim zuvor verlustpunktfreien Spitzenreiter gewannen die Haslacher mit 4:2 - „ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner in einem intensiven Spiel“, so Leukel. Daraus lässt sich logischerweise die bisher beste Saisonleistung ableiten. Das Ziel in Rheinbischofsheim bestehe darin, betont Leukel, „eine solche Leistung erneut abzurufen und damit Konstanz zu zeigen“. Dies sei auch nötig, um bei der SG Freistett/Rheinbischofsheim mit dem neuen­ Trainer-Duo Matthias König/ Thorben Rapp punkten zu können, die bisher mit vier Zählern hinter den eigenen Erwartungen zurück liegt, zumal beide bisherigen Heimspiele verloren wurden. Während die Rheinauer personell aus dem Vollen schöpfen können, gibt es bei den Haslachern zwei Personalien. Der junge Vincent Hättich fällt wegen einer Fußverletzung aus, Routinier Markus Hansmann ist wieder im Kader, nachdem er privatbedingt gefehlt hatte.

SV Renchen - SV Schapbach (Sonntag, 15 Uhr)

Für den SV Renchen wurde das Spiel in Rammersweier wie erwartet schwer. „Wir konnten die wenigen Chancen, die der Gegner zugelassen hat, leider nicht nutzen und verloren am Ende dann mit 0:2“, fasste der Vorsitzende Gerhard Schrempp zusammen. Mit Schapbach komme nun „eine uns völlig unbekannte Mannschaft nach Renchen. Die Gäste haben am Vorsonntag mit ihrem 6:0-Heimsieg gegen Altdorf ein Ausrufezeichen gesetzt und wir sind daher natürlich gewarnt“, sagt Schrempp und berichtet von personellen Problemen: „Die Gelb-Rote Karte von Marven Meier tut da extrem weh. Urlaubsbedingt werden auch noch drei Stammkräfte fehlen.“

Nach zwei Auswärtsniederlagen und zwei Unentschieden in der „SchapArena“ platzte beim SV Schapbach am Sonntag der berühmte Knoten gegen den FSV Altdorf. Der Aufsteiger deklassierte den Landesliga-Absteiger mit 6:0. Meistercoach Armin Klausmann hatte sein Team offensichtlich mit seinen kritischen Worten nach dem frustrierenden 0:3 in Oberschopfheim an den richtigen Stellen erwischt. „Die Erleichterung war groß und daher ist die Stimmung auch wieder eine andere“, sagt Vorsitzender Uwe Weis nach dem ersten Sieg. „Es wäre schön, wenn wir in Renchen nachlegen könnten“, so Weis, der zumindest an den ersten Auswärtspunkt bei einem „starken Gegner“ denkt. Abgesehen vom langzeitverletzten Torjäger David Müller kann Klausmann personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen.

Der ambitionierte SV Renchen verlor durch das 0:2 beim neuen Tabellenführer FV Rammersweier zum dritten Mal in dieser Saison und den Anschluss nach oben. Die Renchtäler haben den Kantersieg des Aufsteigers, dieser „uns völlig unbekannten Mannschaft“, so der Vorsitzende Gerhard Schrempp, als Warnzeichen registriert und müssen auf vier Stammkräfte verzichten


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