2. Bundesliga 
KSC will die Länderspielpause nutzen
Bis zum 2. Oktober haben Leon Jensen (links) und der KSC nun Zeit, bis das nächste Zweitliga-Spiel ansteht. Bildquelle Swen Pförtner

Nach dem 1:2 in der 2. Fußball-Bundesliga in Braunschweig sollen die Karlsruher Spieler in zwei Testspielen am Mittwoch und Donnerstag Spielpraxis sammeln und Wettkampfhärte aufbauen.

Nach den zuletzt guten Leistungen des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC - trotz des 0:1 beim HSV und dem torlosen Unentschieden gegen Heidenheim - setzte die 1:2-Niederlage seiner Mannschaft in Braunschweig Trainer Christian Eichner sichtbar zu. „Wir waren von Beginn an mental nicht da“, ärgerte sich der KSC-Coach nach dem Spiel. Seinen Schützlingen habe die geistige Frische gefehlt. „Wir konnten keine Griffigkeit entwickeln.“ Herausgekommen sei dabei „ein schlechtes Spiel“ der Wildparkprofis und eine „verdiente Niederlage“.

Auch die gastgebende Eintracht habe kein gutes Spiel abgeliefert. Die einstigen „Jägermeister“ aber waren „immer wach“ und „frisch“, was sich, zum Beispiel, bei den zweiten Bällen auszahlte und auch - speziell in der zweiten Halbzeit - auf die Qualität der Torchancen auswirkte. Braunschweig war in der Schlussphase der Partie dem 3:1 mehrfach näher, als seine Gäste dem 2:2.

Unklug agiert

Obwohl es für den KSC bei den Niedersachsen schon im ersten Spielabschnitt nicht so lief wie erwartet, hatte Eichner gehofft, „mit einem 0:0 in die Pause zu kommen.“ Das jedoch war ihm nicht vergönnt. Denn KSC-Keeper Marius Gersbeck sah bei einem eigentlich ungefährlichen Kopfball von Anthony Ujah ganz schlecht aus und musste das Braunschweiger 1:0 (44.) auf seine Kappe nehmen.

Und die Möglichkeit, das Spiel vielleicht doch noch auf ihre Seite zu ziehen, verspielten die Badener nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Marvin Wanitzek (54.) ziemlich unklug. Trotz Unterzahl - Kapitän Jerôme Gondorf musste wegen einer blutigen Nase behandelt werden - wollten seine Mitspieler Druck auf die niedersächsischen Löwen machen - und das ging in die Hose. Der „Unterschiedsspieler“ des Freitagabends, Ujah, machte auch das 2:1 (72.) und verdarb den Karlsruhern damit natürlich die Heimfahrt.

Zwei Testspiele

Damit die Rekonvaleszenten (Florian Ballas, Leon Jensen, Sebastian Jung, Christoph Kobald) und Spieler aus dem bisher zweiten oder dritten Glied (Kelvin Arase, Kilian Jakob, Mikkel Kaufmann, Simone Rapp, Tim Rossmann) Spielpraxis sammeln, Wettkampfhärte aufbauen und näher an die derzeitige Stammelf herangeführt werden, absolviert der KSC in dieser Woche zwei Testspiele: am Mittwoch (13 Uhr) gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur und am Donnerstag (14 Uhr) beim Bundesligisten FSV Mainz 05.
Die Nationalspieler Stephan Ambrosius (Ghana), Tim Breithaupt und Paul Nebel (DFB U20/23. September gegen Polen und 26. September in Rumänien) sowie Stefano Marino (DFB U19/18. bis 28. September EM-Qualifikation gegen Armenien, Belarus und Slowakei) stehen dafür nicht zur Verfügung.

Ob Lucas Cueto (Achillessehnenreizung) und Felix Irorere (nach Muskelfaserriss) einsatzfähig sind, entscheidet sich kurzfristig. Kyoung-Rok Choi (Rücken-/Hüftbeschwerden) und Daniel O’Shaughnessy (nach Wadenbeinbruch) sind noch nicht spielfähig.


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