2. Bundesliga 
Karlsruher SC darf sich nicht beschweren
KSC-Trainer Christian Eichner (l.) hadert. Bildquelle Swen Pförtner/dpa

Karlsruhe kassiert beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig eine 1:2-Niederlage. Eichners Abwehr bringt die beiden Angriffsasse der Niedersachsen nicht unter Kontrolle.

Zweitligist Karlsruher SC wurde am Freitagabend vom Rückenwind der Braunschweiger Eintracht ausgebremst und kassierte beim Aufsteiger eine 1:2-Niederlage, über die sich die Badener nicht beschweren dürfen.

Braunschweiger Rückenwind

Vor allem weil der KSC die Braunschweiger Offensiv-Abteilung mit Immanuel Pherdai und Anthony Ujah nicht unter Kontrolle bekam, ging das Spiel verloren. Nur kurz nach dem 1:1-Ausgleich durch Marvin Wanitzek (54.) vermittelten die Badener den Eindruck, die Partie noch drehen zu können.

Der Eintracht war der von vier Punkten aus den letzten beiden Spielen ausgelöste Rückenwind sofort anzumerken. Braunschweig bestimmte die Anfangsphase und hätte nach nicht einmal zehn Minuten in Führung gehen können. Aber KSC-Keeper Marius Gersbeck verhinderte das mit einer Glanzparade gegen Ujah (8.).

Oft hängen geblieben

Danach fanden sich die Karlsruher zwar immer besser zurecht in Niedersachsen und hatten nach einer halben Stunde auch ein leichtes Übergewicht - zwingend wurden die Aktionen aber nicht vor dem Tor von Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic. Die einzige KSC-Chance vor der Pause hatte Malik Batmaz, der mit einer Direktabnahme das Braunschweiger Gehäuse nur knapp verfehlte (27.).

Ansonsten blieben die Karlsruher im Spiel nach vorne zu oft schon mit dem vorletzten Ball hängen - spätestens aber mit dem letzten Pass. Weil sich aber auch die Eintracht etliche unerzwungene Fehler leistete, lief das Spiel auf einen torlosen Pausenstand hinaus. In der 44. Minute jedoch verursachte der Nesselrieder Tim Breithaupt - eigentlich in ungefährlicher Entfernung vor dem KSC-Tor - einen Freistoß, den Pherai in den Karlsruher Strafraum schlug. Dort kam Ujah mit dem Kopf an den Ball und überwand den dabei nicht gut aussehenden Marius Gersbeck aus zwölf Metern zum 1:0 für Braunschweig.
KSC-Coach Christian Eichner reagierte in der Pause mit einem Dreifach-Wechsel auf das harmlose Angriffsspiel seiner Elf - zunächst aber ohne zählbare Wirkung. In der 54. Minute jedoch waren Mikkel Kaufmann und Simone Rapp an der Vorarbeit zum 1:1 durch Marvin Wanitzek beteiligt.

Offener Schlagabtausch

Im Anschluss daran entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich Jérôme Gondorf eine blutige Nase holte und sein Kontrahent Nathan de Medina mit einer Gelben Karte davonkam (71.). Während der Karlsruher Kapitän noch am Spielfeldrand behandelt wurde, nutzten die Braunschweiger ihre vorübergehende Überzahl zum 2:1 - erneut durch Ujah (72.).

In der Schlussphase war die Eintracht dann einem dritten Tor sogar näher als der Karlsruher SC dem Ausgleich.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!