2. Bundesliga 
Karlsruher SC baut wieder auf Gersbeck
KSC-Keeper Marius Gersbeck Bildquelle Christian Charisius/dpa

2. Fußball-Bundesliga: Kommt mit dem vier Monate lang verletzten Torwart beim schweren ­Auswärtsspiel in Fürth die Wende? Die Franken stehen genauso unter Druck wie Karlsruhe.

Mit dem 8:0-Erfolg beim Oberligisten TSG Neu­strelitz und dem Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals konnte der Karlsruher SC seinen verkorksten Saisonstart nur oberflächlich kaschieren. Nach zwei Punktspielniederlagen mit 0:5 in Paderborn und 2:3 gegen Magdeburg darf die Mannschaft von Trainer Christian Eichner am dritten Spieltag der 2. Bundesliga, am Freitag (18.30 Uhr) bei Greuther Fürth nicht auch noch verlieren, sonst droht die bisher überragende Unterstützung der Fans zu bröckeln.

Kleiner Krisengipfel

Aber auch die letztes Jahr noch erstklassigen Fürther stehen unter Druck. Nach dem 2:2 zum Auftakt gegen Kiel und der anschließenden 0:2-Niederlage im Derby in Nürnberg sowie dem blamablen Pokal-Aus beim Oberligisten Stuttgarter Kickers (0:2) rumort es wahrscheinlich noch mehr als in Karlsruhe.

Am Ronhof findet also bereits ein kleiner Krisengipfel statt. ,,Um mit einem Heimsieg und drei Punkten ein bisschen Ruhe in die Manege zu bekommen, wird Greuther alles in die Waagschale werfen", erwartet Christian Eichner. Die drei auf dem Spiel stehenden Zähler wollen aber auch die Wildparkprofis, bekräftigt der KSC-Coach. Seine Mannschaft habe eine richtig gute Trainingswoche hingelegt, in der er keine besondere Rücksicht auf die hochsommerliche Hitze genommen habe. ,,Das ist alles aushaltbar." Viel wichtiger sei, dass sich seine Schützlinge außerhalb der Trainingszeiten professionell verhalten.

Botschaft ans Team

Bezüglich der Startelf wartete der Karlsruher Cheftrainer mit einer nicht völlig überraschenden Mitteilung auf: Stammtorhüter Marius Gersbeck wird knapp vier Monate nach seiner Hand-Operation zwischen die Pfosten zurückkehren. ,,Wenn er nicht noch an meine Tür klopft und sagt: ich brauche doch noch 30 Trainingsflanken ...", scherzte Eichner. Er wertet Gersbecks Comeback auch als Botschaft an die Mannschaft. Deren Inhalt formulierte Eichner zwar nicht aus. Sie könnte aber lauten: Fertigmachen zur Wende.

Der Wechsel im KSC-Gehäuse habe nichts zu tun mit den Leistungen der Ersatzkeeper Kai Eisele und Max Weiß, erklärte der Trainer. ,,Marius ist kein normaler Torwart - er ist positiv verrückt in allen Bereichen. Er ist einer der besten Torhüter unserer Liga."

Ansonsten stellt sich seine Mannschaft wie zuletzt in weiten Teilen selbst auf. Florian Ballas, Kyoung-Rok Choi, Felix Irorere, Sebastian Jung, Christoph Kobald und Daniel O'Shaughnessy sind noch längere Zeit nicht spielfähig: Der Einsatz von Malik Batmaz und dem neuen Stürmer Mikkel Kaufmann ist fraglich.
Nur auf den Außenpositionen (Kelvin Arase, Lucas Cueto, Paul Nebel) und in der Angriffsmitte (Simone Rapp, Fabian Schleusener) hat Eichner personelle Alternativen.


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