Oberliga Baden-Württemberg 
SV Linx: Ein Rubio allein macht noch keinen Sieg
Nach einem Bänderriss wieder zurück im Linxer Spiel: Torjäger Marc Rubio (Mitte). Bildquelle Daniel Fleig

Mit 1:4 hat der SV Linx das Südbaden-Derby in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg beim Freiburger FC verloren.

Die Freiburger bestätigten damit ihren schon beim Spiel in Villingen (1:2) gezeigten Aufwärtstrend, während Linx trotz personeller Veränderungen weiter auf der Stelle tritt. Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider, nach dem 0:2-Pausenrückstand drehte Linx auf dem Kunstrasenplatz mächtig auf, kam bis auf 1:2 heran, wurde aber ausgekontert und stand am Ende mit leeren Händen da.

Leberer räumt Fehler ein

SVL-Trainer Thomas Leberer überraschte in der Aufstellen, denn er spielte mit Jean-Gabriel Dussot und Gora Fall zusammen mit dem nach langer Verletzung erstmals wieder einsatzfähigen Marc Rubio. Ein Rubio alleine macht aber noch keinen Sieg, da sowohl Jean-Gabriel Dussot als auch Gora Fall weit hinter den Erwartungen zurückblieben. ,,Das war mein Fehler. Ich hatte gehofft, die beiden Techniker Dussot und Fall kommen mit dem Kunstrasen besser zurecht, von Marc Rubio habe ich nach acht Wochen ohne Spiel keine Wunderdinge erwartet", räumt Leberer ein. Auch die taktische Ausrichtung war nicht erfolgversprechend, denn Freiburg glänzte eine Halbzeit lang mit schnellem Umschalt­spiel, dem Linx lange wenig entgegenzusetzen hatte. Vor allem mit der Rolle von FFC-Spieler Konstantin Fries, der aus der Abwehr heraus immer wieder Nadelstiche setzte, kam Linx nicht zurecht. Die Führung der Gastgeber war dennoch etwas kurios. Nach hoher Flanke in den Strafraum, wobei der Ball abgefälscht wurde, standen plötzlich zwei FFC-Spieler frei vor Torhüter Sinan Süme. Konstantin Fries machte schließlich das 1:0 (18.).

Ausgleich verpasst

Marius Hauser verpasste anschließend nach Dussot-Flanke den Ausgleich. Doch mitten in dieser guten Linxer Spielphase legte Freiburg nach. Nach feinem Pass in die Schnittstelle der Linxer Abwehr stand Alexander Martinelle frei vor Süme und schob überlegt zum 2:0 (39.) ein.
Für die zweite Hälfte korrigiert Trainer Leberer dann seine Startaufstellung und wechselte für Dussot und Fall Lukas Martin und David Assenmacher ein. Außerdem sorgte er mit dem Wechsel von Tarik Aras für Kevin Meyer für mehr Stabilität in der Abwehr. Fortan spielte nur der SV Linx. Lukas Martin scheiterte gleich mit der ersten Ballberührung an FFC-Keeper David Bergmann. Aber die Überlegenheit wussten die Linxer nicht so richtig zu nutzen. Zu umständlich war das Linxer Spiel, um den FFC, der offensiv kaum noch in Erscheinung trat, auszuhebeln. Hoffnung keimte auf, als SVL-Innenverteidiger Kemal Sert nach Eckball und unübersichtlicher Situation den Ball zum 2:1 (71.) über die Torlinie drückte.

Eigentor von Süme

,,Ich habe von Freiburg bis zur 80. Minute nichts mehr gesehen", analysierte der Linxer Coach das Geschehen, als Linx dem Ausgleich nahe war. Das 3:1 (83.) war jedoch wie ein Stich ins Herz der Linxer. Aus abseitsverdächtiger Position flankte der eingewechselte Josias Schelb, fand im freistehenden Alexander Martinelle seinen Sturmkollegen, der nicht lange fackelte und Sinan Süme keine Chance ließ. Ein Schock für Linx, von dem sich das Team nicht mehr erholte. Dazu passte auch, dass nach Pfostenknaller von Josias Schelb und Rettungsversuch von SVL-Keeper Sinan Süme der Ball zum 4:1-Endstand (85.) ins eigene Tor kullerte.
Jetzt kommt es darauf an, ob der SV Linx (15.) in den beiden anstehenden Heimspielen gegen den TSV Ilshofen (19.) und 1. FC Bruchsal (18.) endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt.

Freiburger FC - SV Linx 4:1 (2:0)
Freiburg: Bergmann - Amrhein, Boro, Polzer, Fries (56. Ivancic), Anlicker (74. Schelb), Gehring, Dreher, Allgeier, Mourad (70. Bernauer), Martinelli.
Linx: Süme - Feger, Schwenk, Sert, Meyer (45. Aras), Gülsoy (61. Riff), Sepp, Hauser, Rubio, Dussot (64. Assenmacher), Fall (46. Martin).
Schiedsrichter: Schäffner (Bruchsal) - Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Fries (18.), 2:0 Martinelli (39.), 2:1 Sert (71.), 3:1 Martinelli (83.), 4:1 Süme (85./Eigentor).


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