SBFV-Rothaus-Pokal 
Kontrastreiche Pokal-Erlebnisse für SCH und SVO
Für Hofstettens Spielertrainer Dennis Kopf (von rechts) und Assistent ,,Kiki" Sanchez war in Elchesheim nur das 1:3 enttäuschend. Bildquelle Marc Faltin

Unterschiedlicher hätte dieses Wochenende im Südbaden-Pokal für den SC Hofstetten und SV Oberwolfach, die Vertreter des Kinzigtals, nicht laufen können. Während der Sportclub etwas hadert, freut sich der SVO nach seinem Last-minute-Sieg aufs Gastspiel des großen OFV.

Schon im Vorfeld der Reise zum FV RW Elchesheim machten die Verantwortlichen des SC Hofstetten keine glücklichen Gesichter. Erstens weil es zahlreiche wünschenswertere Lose gegeben hätte als den Konkurrenten im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Landesliga-Meisterschaft - auch wenn die Kinzigtäler am Ende den Titel feierten. Zweitens weil die Elchesheimer, gegen die es für Hofstetten nur einen Saison-Punkt gab, Heimrecht genießen durften, was mit Blick auf den 31. Mode-Giesler-Cup von Bedeutung sein sollte. Weil Pokalspiel in Elchesheim und Endspiel in Mühlenbach auf den Samstag terminiert waren, fragte der SCH nach einer Spielverlegung auf Sonntag, doch Elchesheim lehnte ab. ,,Hätten wir ein Heimspiel gehabt, hätten wir das Spiel auf Sonntag verlegen können", bedauerte Vorstandssprecher Edgar Mäntele.

Turniersieg quasi verschenkt

Weshalb der Rekordsieger des populären Cups der Raumschaft Haslach quasi seinen sechsten Turniersieg in Folge verschenken musste. Das Reserve-Team war erwartungsgemäß gegen einen hochmotivierten Bezirksligisten SV Haslach beim 1:6 chancenlos.

Obendrein kassierte der Sportclub beim Verbandsliga-Mitaufsteiger bereits nach einer Minute einen Gegentreffer und schließlich durch ein 1:3 das frühzeitige Pokal-Aus. Allerdings sagte Spielertrainer Dennis Kopf: ,,Von der Art und Weise unseres Auftritts bin ich zufrieden. Wir hatten größtenteils mehr vom Spiel, haben uns gute Chancen herausgespielt, uns aber leider nicht belohnt für eine engagierte Leistung. Einige wenige individuellen Fehler wurden von Elchesheim knallhart und effizient bestraft." Trotzdem und trotz des enttäuschenden Resultats ,,können wir einige positive Aspekte mitnehmen und sind für den Liga-Saisonstart gerüstet", betont Kopf, der selbst - nach seinem Innenbandriss im Knie Ende April - am Freitag ,,bei 90 Prozent" seines Leistungsvermögens angelangt sein dürfte.

Vorfreude auf Verbandsliga-Auftakt

Beim SC Hofstetten freut man sich trotz dieses frustreichen letzten Juli-Wochenends auf den ersten Freitagabend im August, wenn der FC Waldkirch im Waldsee-Stadion zur Eröffnungspartie der Verbandsliga-Saison 2022/23 gastiert. Dies ist zwar kein Ortenau-Derby, dafür aber angesichts von 28 Kilometern Entfernung geografisch betrachtet ein Lokal-Derby für Ligen in diesem Segment. Der FCW, der in der Vorsaison sogar dick um die Vizemeisterschaft mitspielte, allerdings mit Sandro Rautenberg seinen Torjäger an den Regionalligisten Bahlinger SC abgeben musste, verlor seine Generalprobe ebenfalls. Im zweiten Verbandsliga-Duell dieser ersten Hauptrunde des SBFV-Pokals gab es im Elztal-Derby bei den Sportfreunden Elzach-Yach ein 0:3, wobei der Mühlenbacher Neuzugang Claudius Bührer das 2:0 erzielte.

Bis zur 120. Minute mussten die Fans des SV Oberwolfach am Sonntagabend ausharren, um dann das erlösende 2:1 durch Tobias Dreher bejubeln zu dürfen. Ansonsten hätte sich der klassentiefere vorjährige Bezirksliga-Dritte FV Sulz auf den OFV in Runde zwei freuen dürfen. ,,Aufgrund der Urlaubszeit und vielen Ausfällen waren wir alle gespannt, was in Sulz möglich ist", so SVO-Manager Manuel Harter, ,,umso glücklicher sind wir über unseren knappen Sieg und nächsten Gegner."

Legendäres 3:3 beim OFV

Womit das legendäre 3:3 nach Verlängerung des damaligen Landesliga-Aufsteigers am 27. August 2019 im Offenburger Karl-Heitz-Stadion wieder präsent ist. Womöglich schafft es der 10. August 2022 sogar sportlich in die Liste historischer Erfolge des SVO, der an der Wolf auch schon den Oberligisten SV Oberachern ins Wanken brachte. Auf jeden Fall kommt es erneut zum Vater-Sohn-Duell zwischen SVO-Chefcoach ,,Jogi" Kehl und Luca Kehl, Mittelfeldspieler des traditionsreichen Oberliga-Aufsteigers.


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