Das Pokalfinale ist das Ziel für den SC Lahr und den SV Oberachern
Das Objekt der Begierde: Der SC Lahr kann erstmals den südbadischen Pokal gewinnen, der SV Oberachern zum dritten Mal in Folge. Dazu gilt es, das Finale am 25. Mai zu erreichen. Bildquelle Eibner-Pressefoto/Thomas Hess

Im Halbfinale des Südbadischen Fußball-Pokals will Verbandsligist SC Lahr am Mittwoch den Heimvorteil nutzen, um erstmals ins Endspiel einzuziehen. Oberligist SV Oberachern plant den dritten Streich in Folge.

Eines steht vor dem südbadischen Pokal-Halbfinale an diesem Mittwoch, 17.45 Uhr, bereits fest. In jedem Fall wird erneut ein Ortenauer Fußball-Team das Finale am 25. Mai erreichen. Denn im Lahrer Stadion Dammenmühle stehen sich Verbandsligist SC Lahr und Oberligist SV Oberachern, der nicht nur die Endspiele 2022 und 2023 erreicht, sondern auch gewonnen hat, gegenüber. ,,Das ist eine ganz schwere Aufgabe für uns. Ein Heimspiel wäre schön gewesen, aber wir haben auch gute Erinnerungen an den Ort, an dem wir am 21. Mai 2022 zum ersten Mal SBFV-Pokalsieger wurden. Das bleibt positiv in Kopf und Herz", sagt Oberachnerns Trainer Fabian Himmel vor dem Duell der Ortenau-Rivalen. Das zweite Halbfinale bestreiten eine Woche später Verbandsligist FC Teningen und Oberligist FC Villingen. 

Gastgeber in Außenseiterrolle

Die Lahrer ,,Festspiel-Wochen" verlaufen bisher einigermaßen wie gewünscht aus Sicht des Fußball-Verbandsligisten. Zuletzt mussten Trainer Sascha Schröder und die Verantwortlichen allerdings starke Nerven mitbringen. Sowohl beim 4:2 in Teningen als auch beim 2:2 gegen Rielasingen-Arlen benötigten die Ortenauer einige Anlaufzeit, um am Ende noch vier von sechs möglichen Punkten auf dem Liga-Konto zu verbuchen. Ehe es am Samstag (15 Uhr) für den Tabellenfünften (35 Punkte) beim Neunten SC Pfullendorf (29 Punkte) im Ligabetrieb weitergeht, steht am Mittwoch auf der heimischen Dammenmühle erst einmal das Halbfinale im SBFV-Verbandspokal gegen den deutlich favorisierten Oberligisten SV Oberachern auf dem Programm. ,,Wir waren jetzt schon ein paar Mal in Endspielnähe, jetzt wollen wir natürlich nicht einfach sagen, der Weg bis hierher war schön und Glückwunsch nach Ober­achern", stellt SC-Sportvorstand Petro Müller klar. Dass die klassenhöheren Gäste automatisch favorisiert betrachtet werden, verstehe sich, ,,Pokal lässt aber in einem Spiel immer alle Möglichkeiten offen. Wir wollen unsere Chance suchen", ergänzt Müller, der bekanntlich schon lange Jahre vom Pokalendspiel träumt.

Stefotic ein Ex-Lahrer

Die Gäste, in deren Reihen mit Marin Stefotic auch ein ehemaliger Lahrer Akteur steht, konnten vergangenes Wochenende nach zuvor sechs sieglosen Versuchen mit dem 4:3 gegen Bietigheim-Bissingen mal wieder einen dreifachen Punktgewinn feiern - was nicht nur SVO-Trainer Fabian Himmel erleichterte.

Der Weg ins aktuelle Halbfinale beinhaltete Stationen bei den Landesligisten SV Niederschopfheim (6:1), SV Obertsrot (4:0) und Türkischen SV Singen (5:2 nach Verlängerung). Im Viertelfinale gelang dann der Coup zu Hause gegen den Topfavoriten und Regionalligisten Bahlinger SC (3:0).

Die Lahrer Vita im laufenden Pokalwettbewerb umfasste Siege bei den Landesligisten Kehler FV (2:1 nach Verlängerung) und SV Oberwolfach (4:1) sowie zu Hause gegen den Verbandsligisten SV Stadelhofen (2:0). Eng war es dann gegen den Landesligisten FC Wolfenweiler-Schallstadt (1:0 nach Verlängerung).

Keita wieder eine Option

So erfolgreich gerade die jüngsten beiden Leistungen seiner Mannschaft waren - Trainer Schröder weiß, ,,dass wir uns gegen Oberachern nicht solch leichtfertige Verteidigungsmomente wie vor den Gegentreffern gegen Rielasingen leisten dürfen. Oberachern wird das ansonsten gnadenlos bestrafen, ein 0:2 würden wir dann kaum noch aufholen können." Die Gastgeber wollen den gesunden Mittelweg beschreiten - nicht zu abwartend, aber auch nicht zu forsch, um zu offen in SVO-Konter zu laufen. Personell wird sich aus Lahrer Sicht voraussichtlich nicht allzu viel verändern. Der zuletzt angeschlagen fehlende Mick Keita wäre am Oster-Wochenende wieder spielfähig gewesen, wurde aber noch nicht zum Einsatz gebracht. Er ist für das Pokalspiel eine Option.

Bis auf Gabriel Springmann (Mandelentzündung) hat auch Oberacherns Coach Fabian Himmel alle Mann an Bord.


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