Bundesliga 
SC Freiburg: Drei Punkte dazu - Kübler weg
Jubel beim SC Freiburg Bildquelle dpa

Der SC Freiburg freut sich nach dem 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC über die wichtigen drei Punkte, hat aber einen weiteren Langzeitverletzten. Lukas Kübler hat sich das Sprunggelenk gebrochen – für ihn ist die Saison beendet. Außerdem erlitt Philipp Lienhart eine Gehirnerschütterung.

Nach Sport-Club-Siegen gibt es bei Trainer Christian Streich ganz unterschiedliche Reaktionen. Manchmal rennt er sofort in die Kabine, um für sich zu sein, manchmal muss die Freude im Stadion raus. Letzteres war am Samstagnachmittag der Fall. Hüpfend und die Fäuste ballend rannte er auf den Platz, um die Spieler zu umarmen. Als erstes lief ihm dabei Vincenzo Grifo über den Weg, der von ihm fast erdrückt wurde. Der zweifache Vorlagengeber bereitete Nils Petersens Kopfballtor (27. Minute) zum 1:0 mit einer genauen Flanke vor und schlug die Ecke vor dem Siegtreffer in der 81. Minute. Zunächst wurde Bundesliga-Debütant Nico Schlotterbeck als Siegtorschütze gefeiert, doch letztlich beförderte Vedad Ibisevic, der auch in der 76. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, den Ball per Kopf ins eigene Netz.

Sprunggelenk gebrochen
»Ich bin extrem erleichtert, dass wir jetzt elf Punkte Vorsprung auf Stuttgart auf dem Relegationsplatz haben«, sagte Streich, der schon kurz darauf gar nicht mehr so glücklich aussah. Denn die schwere Verletzung von Lukas Kübler trübte die Stimmung. Nach einem Zusammenprall mit seinem Kapitän Mike Frantz musste der Rechtsverteidiger nach einer halben Stunde auf einer Trage vom Feld gebracht werden. Die Diagnose folgte kurz nach Spielende: Bruch des Sprunggelenks. »Das macht mich verrückt und ist nicht mehr normal«, ärgerte sich Streich über den nächsten Langzeitverletzten nach Höfler, Kleindienst, Gulde, Koch und Sallai.

»Das war ein Schock«, sagte Frantz. Hinzu kam, dass Philipp Lienhart nach einem Kopfballduell mit Salomon Kalou in der ersten Hälfte zwar weiter spielte, nach der Pause mit Sehstörungen und einer Gehirnerschütterung aber in der Kabine bleiben musste. Die halbe Viererkette musste also schon nach 45 Minuten ersetzt werden. Pascal Stenzel übernahm für Kübler und der 19-jährige Schlotterbeck für Lienhart. Wie sein zwei Jahre älterer Bruder Keven, der in Stuttgart in seinem ersten Profispiel Manuel Gulde ersetzte, war es auch für Nico ein gutes Debüt, nicht zuletzt weil er Ibisevic im Kopfballduell zum Eigentor zwang.

Streich wundert sich
»Kompliment an die Jungs, die rein gekommen sind und einen sehr guten Job gemacht haben«, lobte Frantz. Und Streich wunderte sich fast ein bisschen, wie seine Mannschaft die Ausfälle und Langzeitverletzten »kompensieren kann und wie wir es immer wieder stabil kriegen«. Nach einer guten ersten Halbzeit, in der Niklas Stark (25.) per Kopf die beste Berliner Chance hatte, die Alexander Schwolow parierte, geriet der SC in der zweiten Hälfte immer stärker unter Druck. Streich reagierte mit Systemumstellungen, zunächst vom 4-4-2 zum 4-1-4-1 und nach dem erneuten Führungstreffer zum 5-4-1. »Wir haben dann weniger Fußball gespielt, weil wir es nicht mehr geschafft haben«, erklärte Streich.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 21
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 17
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
4. Marco Reus (Borussia Dortmund) 16
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 16
6. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 15
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 14
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 14
10. Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) 13
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