Landesliga 1 
Landesliga: Für TuS Durbach wird das Eis immer dünner
Jan Philipowski kann in Altdorf für den TuS Durbach wieder auf Torejagd gehen. Bildquelle Christoph Breithaupt
Schutterwald wieder mit Thomas Dold

FSV Altdorf – TuS Durbach

Nach dem 0:4 zu Hause gegen den SV Oberachern II vom Mittwochabend, dem sechsten sieglosen Spiel in Folge, steht Fußball-Landesligist TuS Durbach am Sonntag (15 Uhr) bei Tabellennachbarn FSV Altdorf unter Zugzwang. Das Eis schmilzt allmählich für den TuS Durbach. Nachdem die Rebdörfler rund drei Viertel der Saison eine ordentliche Rolle gespielt hatten, ist der TuS in einen Abwärtstrend geraten, den es in Altdorf aufzuhalten gilt. Seit mehreren Monaten muss das Trainertrio Haist/ Brombach/Carnarius immer wieder wichtige Eckpfeiler ersetzen. Was einige Zeit kompensiert werden konnte, wird nun mehr und mehr spürbar. Dennoch steckt beim Vizemeister niemand den Kopf in den Sand. Das weiß auch Trainer Thomas Brombach und appelliert an sein Team: »Wir sind in einer Situation, in der wir ganz eng zusammenrücken müssen, um uns als Team da rauszuziehen.« Mit dem FSV Altdorf hat der TuS aber – wie schon beim 0:0 im Hinspiel – eine schwere Aufgabe vor der Brust. Der robuste Gastgeber benö- tigt – genau wie die Gäste – noch Punkte, um die Saison in trockene Tücher zu packen. »Gegen Altdorf wird uns ein Kampfspiel erwarten, in dem uns alles abverlangt wird«, glaubt Brombach, hat aber gute Erinnerungen an Altdorf: »In den letzten Jahren haben wir dort immer gute Ergebnisse erzielt. Diesen Trend wollen wir fortsetzen und das lang ersehnte Erfolgserlebnis einfahren.« Mit Jan Philipowski, Marc Decker und Dennis Bienias kehren drei Leistungsträger in den TuS-Kader zurück.

 

 

SV Sinzheim – FV Schutterwald

Morgen (17.30 Uhr) steht für den FV Schutterwald (5. Platz/42 Punkte) die nächste Auswärtspartie in der Fußball-Landesliga beim SV Sinzheim (12./29) an, der sich noch in gefährlichen Tabellenregionen befindet und weiterhin Punkte für den Klassenerhalt benötigt. Eine ärgerliche Niederlage mussten die Grün-Weißen am vergangenen Sonntag einstecken. Gegen den VfR Willstätt hieß es am Ende 0:1 auf eigenem Platz, wo man sich bisher meistens von seiner guten Seite zeigen konnte. Schutterwalds Trainer Frank Berger war vor allem mit der ersten Halbzeit unzufrieden, in der man sich zu unkonzentriert und zu schläfrig zeigte. Bei nun noch fünf ausstehenden Partien und acht Punkten Rückstand auf Rang zwei ist für den FVS der Zug nach oben wohl endgültig abgefahren, zumal Oppenau sein kleines Tief mit einem 2:1-Erfolg gegen Oberachern II beenden konnte und Bühlertal aktuell kaum Punkte liegen lässt. Somit stehen den Schutterwäldern noch fünf Duelle bevor, in denen man trotzdem möglichst viele Punkte einfahren möchte. Mit Oppenau und Bühl spielen in den kommenden Wochen auch noch zwei Teams aus den Top 5 der Landesliga im Waldstadion. Zuvor steht allerdings die Partie beim SV Sinzheim an, wo man sich momentan noch nicht zurücklehnen kann. Denn mit den gesammelten 29 Punkten ist der SVS noch nah an der Abstiegszone und braucht im Saisonendspurt dringend noch Punkte. Nur zwei Siege stehen für das Team von Andreas Lamprecht in der Rückrunde zu Buche. Der FV Schutterwald möchte natürlich verhindern, dass ein dritter Erfolg hinzukommt. Personell steht Schutterwald voraussichtlich wieder Kapitän Dold zur Verfügung, der nach seinem Zehenbruch ins Training eingestiegen ist.

 

 

SV Oberharmersbach – SpVgg Ottenau

Der Tabellenvorletzte der Fuß- ball-Landesliga, SV Oberharmersbach (23 Punkte), steht am Sonntag (15 Uhr) gegen die Spielvereinigung Ottenau (9./31) unter großem Druck, im Kampf gegen den Abstieg punkten zu müssen. Nach dem 3:2 in Hausach und dem 3:0 gegen Rastatt wollte der SV Oberharmersbach beim heimstarken, aber noch abstiegsgefährdeten SV Oberkirch den dritten Sieg in Serie und womöglich den Absprung von den Abstiegsplätzen schaffen. Dies aber misslang gehörig, schon nach 43 Minuten und einem 0:3-Rückstand war die Niederlage im Renchtalstadion – am Ende ein 1:3 – besiegelt. Entsprechend enttäuscht ist Trainer Manfred Hellmig: »Wir haben zwar unglückliche Gegentore zum frü- hen 0:2 bekommen, aber vor allem ist kein Spieler von uns an die richtig gute Leistung in der Vorwoche herangekommen.« Da zudem Mitaufsteiger VfR Willstätt, der auf dem wohl rettenden 13. Platz steht, überraschend in Schutterwald gewann, »müssen wir jetzt gegen Ottenau gewinnen«, sagt Hellmig und betont: »Ein Sieg ist Pflicht für unsere Chance auf den Klassenerhalt.« Und dies gegen einen »unangenehmen Gegner, der schnörkellos und schnell spielt«, so Hellmig. Der Trainerwechsel bei den Gaggenauer Vorstädtern – im Herbst ersetzte Giovanni Marotta den glücklosen Björn Stolle und feierte beim 1:1 im Hinspiel gegen den SVO seinen Einstand – habe sich jedenfalls positiv ausgewirkt. Hinzu kommt Effizienz, schließlich sammelte Ottenau bei 33:50 Toren immerhin 31 Punkte und gewann zuletzt gegen Altdorf mit 1:0. Hellmig kann bis auf den langzeitverletzten Stammkeeper Simon Kornmayer, personell aus dem Vollen schöpfen.

 

 

Freistett – Hausach Sonntag, 15 Uhr

Der SV Freistett tritt im Tabellenkeller weiter auf der Stelle. Nach dem Heimsieg gegen Spitzenreiter Oppenau hoffte man auf eine Wende, kassierte aber beim VfB Bühl eine glatte 0:4-Niederlage. SVF-Pressesprecher Sebastian Schmidt resümiert: »Obwohl wir bereits nach drei Minuten in Rückstand gerieten, hatten wir einige gute Chancen zum Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte der VfB und erteilte uns eine Lektion in Sachen effizienter Chancenverwertung.« Die Zeit für »Rechenspiele« sei jetzt vorbei, so Schmidt. »Ab sofort zählen nur noch Siege und gegen den SV Hausach muss damit begonnen werden, wobei wir die Kinzigtäler sicher nicht unterschätzen werden.« Trainer Steve Schröter steht gegen das Schlusslicht der gleiche Kader zur Verfügung wie im Bühler Hägenich am vergangenen Spieltag. 

 


Willstätt – Oppenau Sonntag, 15 Uhr

Die Überraschung des vergangenen Spieltages war sicher der 1:0-Auswärtssieg des VfR Willstätt beim FV Schutterwald. »Da haben unsere Jungs mal wieder ein gutes Spiel gezeigt. Mit großem Engagement und einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte der Favorit bezwungen werden«, freut sich VfRVorsitzender Stefan Hochwald über den Coup. Mit Spitzenreiter TuS Oppenau hat das Team von Trainer Asbet Asa (er trainierte auch schon den TuS) nun ein weiteres »großes Kaliber« der Liga vor der Brust. Stefan Hochwald: »Trotz personeller Engpässe spielen die Oppenauer auch in der Rückrunde relativ konstant. In der Vorrunde konnten wir das Duell weitestgehend ausgeglichen gestalten und haben erst kurz vor Schluss mit 1:2 verloren. Jetzt wollen wir dem Favoriten so lange wie möglich Paroli bieten.« Die Personalsituation beim VfR hat sich leicht verbessert. Es fehlen Yannick Assenmacher (Schulter-Operation), Atanas Karagyaurov (NasenOperation), Tim Steurer (Muskelverletzung) und Dominik Baumgärtner (Verletzung am Knie). Arda Giragos ist angeschlagen, sein Einsatz ist fraglich. Nach zwei Niederlagen (Bühlertal, Freistett) in Folge hat sich der TuS Oppenau mit dem Heimsieg gegen den SV Oberachern II wieder zurückgemeldet. Spielertrainer Christian Seger: »Oberachern hatte zu Beginn etwas mehr vom Spiel. Die junge und technisch gute Truppe legte gleich ein Mega-Tempo vor, was wir aber gut abfangen konnten. Obwohl der SVO gespickt mit Oberligspielern angereist ist, konnten wir mehrere zählbare Torschüsse, Aktionen und Spielzüge setzen. Es war taktisch eine richtig starke Leistung meiner Mannschaft.« Vor dem Gastspiel in Willstätt hat Ex-Oberligaspieler Seger einigen Respekt: »Die haben uns zu Hause schon das Leben schwer gemacht. Dass einiges Potenzial in der Willstätter Truppe steckt, das weiß jeder. Nur mit einer ähnlichen Leistung wie gegen Oberachern II werden wir dort bestehen.«

 

Oberachern II – Bühl Sonntag, 15 Uhr

Mit einem verdienten 4:0 Erfolg im Nachholspiel beim TuS Durbach schaffte die Oberliga-Reserve des SV Oberachern mit 43 Punkten den Sprung auf Rang vier. Dabei war gegenüber dem insgesamt schwachen Auftritt bei der 1:2-Niederlage drei Tage zuvor in Oppenau eine deutliche Leistungssteigerung unverkennbar, sehr zur Freude von Trainer Stefan Geppert: »Ich habe eine gute Leistung meiner Mannschaft gesehen. Aus dem Spiel heraus haben wir eigentlich nichts zugelassen. Wir wollten unbedingt zu Null spielen, das ist uns gelungen«. Am Sonntag gastiert der aktuelle Tabellendritte VfB Bühl zum Derby im Waldseestadion. Während die Gastgeber als einziges Landesligateam daheim noch ungeschlagen sind, können die Zwetschgenstädter mit einer beeindruckenden Auswärtsbilanz aufwarten. Nur in Bühlertal zog die Elf von Trainer Alexander Hassenstein in der Fremde den Kürzeren. Will der VfB Bühl bei der Vergabe der ersten beiden Plätze noch ein Wörtchen mitreden, dann muss er in Oberachern voll auf Sieg spielen. »Gegen Bühl erwartet uns eine harte Prüfung«, weiß Stefan Geppert. »Wir werden aber alles daran setzen, um unseren Heimnimbus zu wahren«. Personell wird gegenüber der letzten Partie erneut Bewegung in den SVO-Kader kommen, doch das ist Oberacherns Coach, der in dieser Saison schon 38 (!) verschiedene Akteure zum Einsatz brachte, mittlerweile gewohnt. Gregor Dörflinger und Kevin Weber sind ebenso wieder im Aufgebot wie Sascha Raz nach auskurierter Zerrung. Ein dickes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Routinier Mathieu Krebs und Constantin Koch.

 


Elchesheim – Oberkirch Samstag, 15.30 Uhr

Auswärts kann der SV Oberkirch nicht punkten. Nach dem 0:2 beim VfB Bühl und der 0:4-Klatsche in Altdorf kassierten die Renchtäler am Mittwoch im Nachholspiel beim Rastatter SC/DJK, der zwei Tage zuvor bereits ein 2:2 gegen Elchesheim notierte, eine 1:2-Niederlage. Und die war für Trainer Helmut Kröll ziemlich ärgerlich: »Es ist ein absolut enttäuschendes Ergebnis. Nach dem Ausgleich hatten wir eine Vielzahl von Möglichkeiten, die alle ungenutzt blieben. Gegen einen immer mü- der werdenden Gegner ist es uns nicht gelungen in Führung zu gehen. Der beste Akteuer auf dem Platz, Simon Schneider, sorgte dann mit einer feinen Einzelleistung für die Entscheidung.« Jetzt steht ein weiterer Auswärtsauftritt für die Renchtäler auf dem Plan – beim FV RW Elchesheim, der ebenfalls zu den gefährdeten Mannschaften der Liga gehört. »Für beide Mannschaften geht es um sehr viel. Wir müssen dort unbedingt punkten«, weiß Kröll, der auch am Samstag auf den verletzten Bernhard Griesbaum verzichten muss. Auch der Einsatz von Loic Gerard ist noch fraglich. Stefan Dierle, er war am Mittwoch beruflich verhindert, kehrt in den Kader zurück.


Top-Torjäger der Liga

1. Jan Philipowski (TuS Durbach) 21
Isuf Avdimetaj (SV Bühlertal) 21
3. Florian Müller (TuS Oppenau) 16
4. Kevin Kopf (FV Schutterwald) 15
Patrick Holl (SV Sinzheim) 15
6. Steven Knosp (VfB Bühl) 14
Andreas Zuska (FV Schutterwald) 14
8. Benjamin Bruckner (SV Hausach) 13
9. Oussama Ayari (Rastatter SC / DJK e.V.) 11
10. Dennis Hildenbrand (Rastatter SC / DJK e.V.) 10
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