Kreisliga B Staffel III 
»Charly« Haas hört als Trainer des FC Wolfach auf
Vor knapp elf Monaten beim FC Wolfach: Spielausschuss Pascal Backeler (hinten von links), der neue Trainer »Charly« Haas, Vorsitzender Peter Buchholz und Vize Roland Bächle sowie die Neuzugänge, unter anderem Nico Haas (vorne links), Sohn des Trainers, de Bildquelle Verein

Der FC Wolfach, der die Saison in der Fußball-Kreisliga B III mit nur 30 Punkten als Tabellenzehnter abschloss, ist auf Trainersuche. Karl-Heinz Haas beendete sein Engagement nach nur einem Jahr - »schon etwas überraschend für uns«, gesteht Spielausschussvorsitzender Pascal Backeler auf OT-Anfrage. Denn Haas hatte im März für eine zweite Saison zugesagt.

»Und ich stehe normalerweise zu meinem Wort«, betont der 56-jährige Coach, »doch in der Rückrunde hat sich einfach gezeigt, dass die Gedanken der Mannschaft und jene von mir zu weit auseinander liegen, was keine gute Basis für eine weitere Saison wäre«. Nach dem zweiten Spiel in der so enttäuschenden Rückrunde mit schließlich nur 11 Punkten aus 14 Spielen habe er die Mannschaft gebeten, selbst Ziele für den Rest der Saison zu formulieren. »Doch daraufhin ist nur wenig gekommen«, so Haas. Und in der untersten Liga sei der Klassenerhalt als Motivation entfallen.

Personal- und Motivationsprobleme

Als der gebürtige Wolfacher, der zuvor mit den A-Junioren der SG Haslach/Fischerbach die Meisterschaft gefeiert hatte, bei seinem Heimatverein im Februar 2018 als Trainer der Aktiven zusagte, sei er nach entsprechenden Informationen davon ausgegangen, dass die Mannschaft zusammenbleibe, die starker Tabellendritter nach dem zu starken Spitzenduett Schapbach/Gengenbach wurde. Doch dann folgten zehn Abgänge in der Sommerpause - und später ein paar Verletzte im ohnehin zu dünnen Kader für höhere Ziele.

Der 1. Platz nach sieben Spieltagen sei so natürlich nicht mehr zu halten gewesen, sagt Haas: »Im Schnitt hatte ich acht bis zehn Spieler - inklusive aus der zweiten Mannschaft - im Training«.
Als Haas, der »diesem Jahr aber nicht nachtrauert«, den Verein informierte, nicht mehr als Trainer weitermachen zu wollen, »haben wir uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt«, so Backeler. Die Suche nach einem Nachfolger sei indes aufgrund des »späten Zeitpunkts« recht schwierig. »Gespräche laufen, vielleicht gibt es auch eine interne Lösung«, erklärt der Spielausschussvorsitzende des Traditionsvereins, der sich gerne zu seinem 100. Geburtstag 2020 von der untersten Liga verabschieden würde.


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