Verbandsliga Südbaden 
Offenburger FV kann dem SV Linx ein Bein stellen
Könnten sich morgen erneut begegnen: Der Offenburger Mittelfeldspieler Stefano Anzaldi (l.) und der Linxer Toptorjäger und Ex-OFV-Akteur Adrian Vollmer. Bildquelle Ulrich Marx

Bevor der Offenburger FV  zum Saisonausklang in der Fußball-Verbandsliga am Sonntag bei Spitzenreiter Freiburger FC gastiert, empfängt die Mannschaft von Trainer Kai Eble am Donnerstag (17 Uhr) den Tabellenzweiten SV Linx zum Ortenau-Derby im Karl-Heitz-Stadion, sodass der OFV im Meisterschaftsrennen durchaus zum Zünglein an der Waage werden könnte.

Das 2:2 gegen den Tabellendritten FC Radolfzell und das jüngste 1:1 beim Kehler FV hat das Selbstvertrauen bei den Spielern des Offenburger FV gestärkt. »Schade, dass wir uns im Kehler Rheinstadion für die klasse Leistung nicht mit einem Sieg belohnen konnten, nachdem wir in der ersten Halbzeit mehrere hundertprozentige Torchancen hatten und darüber hinaus über weite Strecken das bessere Team waren. Hätten wir das zweite Tor gemacht, wäre der Kehler FV wohl nicht mehr zurückgekommen«, fasst Trainer Kai Eble die Punkteteilung im Derby in Kehl zusammen.

0:2 im Hinspiel
Dass der SV Linx gegen den starken Aufsteiger FC Radolfzell zuletzt sein Auswärtsspiel überraschend mit 2:3 verlor  und damit die Tabellenführung an den punktgleichen Freiburger FC abgeben musste, verleiht dem kommenden Derby gegen den SV Linx im vorletzten Saisonspiel eine zusätzliche Brisanz, denn wenn das Eble-Team dem Gegner einen oder gar drei Punkte abnehmen sollte, wäre die Meisterschaft fast sicher vorzeitig entschieden. 

Zwar hat der OFV das Hinspiel im Hans-Weber-Stadion mit 0:2 verloren, doch darf nicht übersehen werden, dass der OFV dem Gastgeber auf Augenhöhe begegnete und letztlich ein umstrittener Handelfmeter das Team von der Badstraße auf die Verliererstraße brachte. Insofern kann diese Begegnung für das kommende Derby nicht unbedingt als Gradmesser gesehen werden. Natürlich geht der SV Linx mit 77 Punkten beim Tabellensechsten OFV (52 Punkte) klar favorisiert ins Rennen, doch unterliegen diese brisanten Derbys stets ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten.

»Im Gegensatz zum SV Linx können wir im Derby befreit aufspielen, denn der Gast steht bezüglich der Meisterschaftsvorentscheidung am Donnerstag ganz erheblich unter Zugzwang und wird alles versuchen, gegen uns dreifach zu punkten«, fühlt sich Eble in der Rolle des Außenseiters wohl und ergänzt: »Meine Mannschaft ist motiviert, will sich für die Hinspiel-Niederlage revanchieren und die treuen Fans für die durchwachsenen Heimspielauftritte entschädigen.« 

Dabei sei es besonders wichtig, die beiden Torjäger Adrian Vollmer (34 Tore) und Marc Rubio (19 Tore) sowie Spielmacher Alexander Merkel an die Kette zu legen und sie vor allem auch bei Standardsituationen so abzuschirmen, dass sie ihre Kopfballstärke nicht ausspielen können. »Von meiner Mannschaft erwarte ich gegen diese offensiv ausgerichtete und äußerst torgefährliche Mannschaft eine erhöhte Laufbereitschaft, ein engagiertes Zweikampfverhalten und  eine konzentrierte Chancenverwertung«, legt Kai Eble ohne Abstriche die Messlatte für sein Team sehr hoch. 

Personell kann der Offenburger Trainer in diesem brisanten Ortenau-Derby höchstwahrscheinlich mit demselben Kader wie zuletzt beim Kehler FV antreten.

 


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