Bundesliga 
SC Freiburg: Reicht der Sprit für Schalke?
Freiburger Emotionen: Trainer Christian Streich (l.) und Noah Weißhaupt. Bildquelle Tom Weller/dpa

Fußball-Bundesliga: Die Dauerleister aus dem Breisgau wollen es nicht beim Einzug ins Achtelfinale der Europa League belassen, sondern auch noch am Sonntag beim Liga-Schlusslicht punkten.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht der SC Freiburg im Achtelfinale der Europa League. Nach dem 1:1 gegen Olympiakos Piräus schwärmte Trainer Christian Streich von der erneuten Energieleistung seiner Mannschaft. Schon am Sonntag (17.30 Uhr) ist in der Bundesliga eine weitere gefragt, beim Tabellenletzten FC Schalke.

Kübler emotional überfordert

Trainer Christian Streich wusste nicht, ob er ,,schon mal so zufrieden war über ein Unentschieden in einem Heimspiel" wie nach dem 1:1 gegen Piräus mit dem Ausgleich durch Lukas Kübler in der dritten Minute der Nachspielzeit. Der Schütze war nach dem Treffer ,,ein bisschen überfordert", weil es ,,so viele Emotionen waren". Für den Rechtsverteidiger war es bereits das dritte Saisontor, obwohl er in den Jahren zuvor nicht gerade als Goalgetter in Erscheinung trat. ,,Ich weiß gar nicht, was gerade los ist", sagte der glückliche Kübler.

Kapitän Christian Günter freute sich ,,unglaublich für ihn", weil er in den letzten Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen wurde. ,,Gerade ist er extrem stabil, auch vom Körper her, er zeigt seine Qualität, die ist jetzt auch im Abschluss da", sagte Günter. Auch ohne den späten Ausgleich hätte der Sport-Club als Gruppenerster festgestanden, weil Qarabag zeitgleich in Nantes verloren hat.

Toller Torwart

Für Streich war es ,,eine besondere Nacht für unseren Verein und uns alle", und er hätte seine Mannschaft auch gelobt, wenn sie verloren hätte. ,,Weil eine Welle nach der anderen aufs Tor von Olympiakos gerollt ist und Piräus keine Entlastung mehr hingekriegt hat, das war beeindruckend", sagte der SC-Coach über die zweite Halbzeit, in der sein Team den Rückstand unbedingt wettmachen wollte.

In der ersten Hälfte hatte es sich noch schwergetan gegen im Vergleich zum Hinspiel deutlich besser organisierte Griechen und mit eigenen Offensivspielern, die ,,nicht ganz so frisch" waren, wie Streich erklärte. Auch dank der guten Einwechselspieler konnte der SC den Druck erhöhen, aber Torwart Alexandros Paschalakis verhinderte bis zur Nachspielzeit mit Glanzparaden einen Treffer. Trotz der ,,fantastischen Leistung" des Olympiakos-Keepers hatte der SC-Trainer immer daran geglaubt, dass seine Mannschaft das Spiel zumindest noch ausgleichen könnte. Schließlich ist ihr das zuletzt auch im Pokal gegen St. Pauli und davor in der Liga in Berlin gelungen.

"Keiner unterschätzt Schalke"

Die Freiburger spielen im Moment alle paar Tage, trotzdem können sie in den Schlussphasen immer noch drauflegen. ,,Bisher liegt mir der Rhythmus ganz gut: Weniger trainieren, viel spielen, das macht unglaublich Spaß", meinte Günter. Er hat den Ehrgeiz, bis zur Pause Mitte November alle Partien zu bestreiten. Auch beim FC Schalke wolle das Team am Sonntag ,,wieder so ein Feuerwerk abliefern". Und Streich betont, dass ,,kein Spieler von uns Schalke unterschätzt, die haben Qualität, sind frisch, und die haben einen neuen Trainer".

Ex-Bochum-Coach Thomas Reis hat den Tabellenletzten in dieser Woche übernommen. Streich rechnet mit einem ,,Kampf auf Biegen und Brechen", sieht dem aber angesichts von 21 Punkten und Platz drei gelassen entgegen, auch wenn er ,,unbedingt gewinnen" will.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!