3. Liga 
Pourié-Doppelpack bei Auswärtssieg des Karlsruher SC
Marvin Pourié (r.) sorgt in dieser Szene mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung zugunsten des Karlsruher SC, der Cottbuser Torwart Kevin Rauhut ist machtlos. Bildquelle GES/Marvin Güngör

Neben dem zweifachen Torschützen Marvin Pourié war Benjamin Uphoff der entscheidende Mann beim 2:0 (1:0)-Sieg des Karlsruher SC im Drittliga-Gastspiel am Sonntag bei Energie Cottbus.

Immer wieder prüften die feldüberlegenen Cottbusser den Karlsruher Keeper Benjamin Uphoff, der dabei auch die größte Chance der Gastgeber durch Dimitar Rangelov zunichte machte. »In der ersten Halbzeit machen wir aus einer Chance ein Tor«, bilanzierte der Keeper. »Vielleicht müssen wir schauen, dass wir uns da nicht ganz so hinten reindrücken lassen.«

Glückliche Führung

Tatsächlich war die frühe KSC-Führung bis zur 80. Minute eher glücklich. Cottbus hatte weit mehr Ballbesitz und zeigte gefällige Kombinationen, ohne sich dabei allerdings mehr als zwei, drei richtig gute Chancen herauszuspielen. Doch dann hatten die Badener allein in den Schlussminuten genügend Gelegenheiten, um das Spiel sogar noch mit vier oder fünf Toren Differenz zu gewinnen. Am Ende blieb es nach dem zweiten Tor von Pourié beim 2:0-Sieg der Karlsruher, die nun wieder fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben und wieder gut im Aufstiegsrennen liegen. »Wir sind sehr zufrieden, dass wir drei Punkte mitgenommen haben«, bilanzierte KSC-Trainer Alois Schwartz. »Wir hatten uns vorgenommen, nach dem schlechten Spiel am Mittwoch wieder die Kompaktheit zu erlangen, das hat gut geklappt.« 

Kobald für Groiß in Startelf

Dabei resultierte die frühe Karlsruher Führung aus dem guten Zusammenspiel der beiden besten Karlsruher Torschützen. Nach schönem Zuspiel von Anton Fink, der einen langen Ball in den Lauf von Marvin Pourié verlängerte, schloss der ab und traf zum 1:0 (5.). Doch anstatt gegen den erkennbar geschockten Tabellen-17. weiter Druck aufzubauen, überließ der KSC, bei dem Christoph Kobald den Vorzug vor Alexander Groiß auf der Doppel-Sechs erhielt, den Gastgebern Ball und Initiative. 
Die größten Chance der spiel- und kombinationsstarken Lausitzer in der ersten Hälfte hatten Marcelo Costa de Freitas (21.) und Jürgen Gjasula per Freistoß (40.). An Karlsruher Gelegenheiten war hingegen nach dem Treffer nur ein Verzweiflungsschuss von Pourié zu notieren (36.). 

Uphoff bärenstark

Im zweiten Durchgang hatte Energie dann die Chance, der FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem Spiel am meisten nachtrauerte. Nach Zuspiel von Viteritti hatte Rangelov freie Schussbahn, scheiterte aber an Uphoff (65.). Umso bitterer aus Cottbusser Sicht, weil Pourié wenig später seinen zweiten Treffer nachlegte. Nach Flanke von Burak Camoglu traf der KSC-Stürmer im Nachschuss zum 2:0 (76.). Marvin Wanitzek (90.) und Manuel Stiefler (87./89.) hatten daraufhin die große Chance, die Führung auszubauen. Doch ein noch deutlicherer Sieg des KSC hätte dem Spielverlauf dann auch wirklich Hohn gesprochen. 


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Pourie (Karlsruher SC) 22
2. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 16
3. Daniel Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden) 15
Anton Fink (Karlsruher SC) 15
5. Nick Proschwitz (SV Meppen) 14
6. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 13
Stefan Schimmer (SpVgg Unterhaching) 13
8. Martin Kobylanski (SC Preußen Münster) 12
Christian Kühlwetter (1. FC Kaiserslautern) 12
10. Streli Mamba (FC Energie Cottbus) 11
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