3. Liga 
KSC verlängert mit Trainer Alois Schwartz
Hat seinen Vertrag beim KSC bis 2020 verlängert: Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Am Wochenende startet die Dritte Fußball-Liga in die neue Saison. Bereits am Freitag (19 Uhr) steigt der Karlsruher SC beim Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig ein. Der Aufstieg ist kein Muss, aber ein Ziel - auch wenn es nicht exakt formuliert wurde. Am Mittwoch wurde noch der Vertrag mit Trainer Alois Schwartz bis 2020 verlängert.

Der Karlsruher SC hat den Vertrag mit Trainer Alois Schwartz kurz vor Saisonbeginn bis 30. Juni 2020 verlängert. Das bestätigte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz des Fußball-Drittligisten im badischen Forst. Der Kontrakt war zunächst bis 2019 befristet gewesen.
»Wir sind froh, dass wir in Alois Schwartz den richtigen Mann gefunden haben, der nicht nur innerhalb des Teams, sondern auch außerhalb bei den Zuschauern und Fans eine hohe Akzeptanz findet«, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Wellenreuther vor dem Saisonstart bei Eintracht Braunschweig morgen (19.00 Uhr). Zudem habe er »der Mannschaft wieder die Stabilität zurückgegeben«. Auch Co-Trainer Dimitrios Moutas verlängerte seinen Kontrakt bis 2020.
Der 51-Jährige Schwartz hatte die KSC-Profis in der vergangenen Saison nach einem Fehlstart vor dem siebten Spieltag übernommen und in der Rückrunde auf den Aufstiegs-Relegationsplatz geführt. Dort scheiterte der Club dann jedoch am Zweitligisten FC Erzgebirge Aue.

Kein klar definiertes Saisonziel
Ein Ziel für die neue Saison gab die Vereinsführung dieses Mal nicht aus. Man sei sich jedoch der neuen Konkurrenzsituation in der Liga durch viele finanzstarke Clubs bewusst, erklärte Wellenreuther. »Die 3. Liga wird meines Erachtens noch knackiger als beim letzten Mal.«
Mit den aus der 2. Liga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig, Aufsteiger 1860 München, Preußen Münster und dem Karlsruher SC sind 2018/19 fünf Gründungsmitglieder der Bundesliga in der 2008 aus der Taufe gehobenen Dritten Fußball-Liga vertreten. Der FCK (1951, 1953, 1991 und 1998), Braunschweig (1967) und die Löwen (1966) gewannen insgesamt sechs Deutsche Meisterschaften. Hinzu kommen vier DDR-Meisterschaften durch Hansa Rostock (1991) und den FC Carl Zeiss Jena (1963 als SC Motor Jena, sowie 1968 und 1970). Die Dritte Liga sei in ihrer elften Saison so »namhaft besetzt wie noch nie«, sagte deshalb Peter Frymuth, der DFB-Vizepräsident für den Spielbetrieb und die Fußballentwicklung. Und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther ergänzte: »Die Leistungsdichte ist noch höher als in der zurückliegenden Runde.«
Wohl auch deshalb fiel seine Vorgabe an die Mannschaft für die kommende Saison vorsichtig aus: »Wir wollen gut starten und an das anknüpfen, was die Mannschaft in der vergangenen Saison gezeigt hat.« 

Zwölf Neuzugänge
Die personellen Weichen dafür sind gestellt. Zehn Spieler haben den Wildpark verlassen - fünf, mit denen Cheftrainer Alois Schwartz nicht mehr plant, sollen noch folgen. Den schwersten Verlust stellt natürlich Fabian Schleusener dar, der in der vergangenen Saison 21 Pflichtspieltore erzielte. Die gesteigerte Erwartung, was den Torerfolg anbelangt - der KSC belegte 2017/18 in der Offensivtabelle mit 49 Treffern nur Platz zwölf! - wurde vor der neuen Saison auf mehrere Schultern verteilt. Fünf der zwölf Neuzugänge - zwei Torhüter, zehn Feldspieler - sind dem Mittelfeld bzw. Angriff zuzuordnen. Die Basis einer erfolgreichen Saison soll aber wieder die Abwehr sein, die in der vergangenen Spielzeit die beste der Liga war. 

Gute Vorbereitung
Mit der Vorbereitung auf die erstmals zweite Saison hintereinander in der Drittklassigkeit - nach den Abstiegen 2000 und 2012 schaffte der KSC jeweils die sofortige Rückkehr in die 2. Liga - waren Sportdirektor und Cheftrainer zufrieden. Vor allem die Leistungen und Ergebnisse in den letzten Testspielen (2:1 gegen den FC ­Brentford, 4:1 gegen St. Pauli, 1:2 gegen Ingolstadt) lassen Cheftrainer Alois Schwartz dem Punktspielauftakt optimistisch entgegensehen. »Da hat man gesehen, dass die Jungs physisch und fußballerisch in einem guten Zustand sind. Wir haben in der Saisonvorbereitung viel, intensiv und gut gearbeitet und uns kontinuierlich gesteigert.« Allerdings sind die Neuzugänge Justin Möbius (Adduktoren) und Marin Sverko (Rücken) derzeit verletzt und wohl noch einige Wochen nicht einsatzfähig.

Steckbrief: Karlsruher SC

Der Verein (www.ksc.de)

Präsident: Ingo Wellenreuther (seit 17.11.2010)

Vizepräsidenten: Günter Pilarsky (seit 17.11.2010), Holger Siegmund-Schultze (seit 25.9.2016)

Sportdirektor: Oliver Kreuzer (seit 1.12.2016)

Teammanager: Burkhard Reich (seit 1.7.2011)

 

Erfolge: Deutscher Meister 1909, Deutscher Pokalsieger 1955 und 1956, UEFA-Cup-Halbfinalist 1994, weitere UEFA-Cup-Teilnahmen 96/97 und 97/98, Sieger beim DFB-Hallenmasters 1995, DFB-Pokalfinalist 1996.

 

Saisonziel 2018/2019: Oben mit dabei sein.

Wildparkstadion: 28 752 Zuschauer.

Zuschauerschnitt 2017/2018: 11 600 - Ziel 2018/2019: 10 000

 

Dauerkartenverkauf 2017/2018: Saisonbeginn: 6200 / Saisonende: 6500.

Dauerkarten 2018/2019: 4800

 

Trikotwerbung: Klaiber Markisen.

Etat 2018/2019: keine Angabe

 

Der Kader (Rückennummer)

Tor: Benjamin Uphoff (1), Sven Müller (28), Mario Schragl (29).

Abwehr: Daniel Gordon (3), Martin Stoll (4), David Pisot (5), Damian Roßbach (6), Christoph Kobald (22), Marin Sverko (15), Tim Kircher (17), Marco Thiede (21). 

Mittelfeld: Burak Camoglu (2), Marc Lorenz (7), Marvin Wanitzek (10), Justin Möbius (18), Florent Muslija (23), Janis Hanek (25), Kyoung-Rok Choi (37), Manuel Stiefler (8). 

Angriff: Marvin Pourié (9), Martin Röser (11), Saliou Sané (14), Dominik Stroh-Engel (27), Anton Fink (30). 

 

Zugänge: TW Sven Müller (1. FC Köln), TW Mario Schragl (U19 KSC), Damian Roßbach (SV Sandhausen), Christoph Kobald (SC Wiener Neustadt / zweite Liga AUT), Marin Sverko (ausgeliehen von Mainz 05), Tim Kircher (U19 KSC), Justin Möbius (VfL Wolfsburg), Janis Ha­nek (U19 KSC), Kyoung-Rok Choi (FC St. Pauli), Manuel Stiefler (SV Sandhausen), Martin Röser (Hallescher FC), Saliou Sané (Sonnenhof Großaspach). 

 

Abgänge: TW Dirk Orlishausen (FC Hansa Rostock), TW Sebastian Gessl (Ziel unbekannt), Matthias Bader (1. FC Köln), Kai Bülow (Hansa Rostock), Jonas Föhrenbach (war von SC Freiburg ausgeliehen/jetzt vom SCF ausgeliehen an Jahn Regensburg), Giuseppe Leo (FC Aarau/zweite Liga SUI), Andreas Hofmann (Vertrag aufgelöst / Karriereende), Kai Luibrand (SSV Ulm), Marcel Mehlem (Royale Union St. Gilloise/zweite Liga BEL), Fabian Schleusener (war vom SC Freiburg ausgeliehen/jetzt vom SCF ausgeliehen SV Sandhausen) - der KSC plant nicht mehr mit (Vertrag bis): Nathaniel Amamoo (2020), Severin Buchta (2019), Malik Karaahmet (2021), Alexander Siebeck (2020), Valentino Vujinovic (2019).

 

Cheftrainer: Alois Schwartz (seit 29.8.2017)

Co-Trainer: Dimitrios Moutas (seit 29.8.2017), Christian Eichner (seit 4.4.2017), Zlatan Bajramovic (seit 30.12.2016)

Torwarttrainer: Kai Rabe (seit 1.7.2012)

Athletiktrainer: Florian Böckler (seit 1.1.2016)

 

Mannschaftsarzt: Dr. Marcus Schweizer (seit 1.7.2003).

Physiotherapeuten: Steffen Wiemann (seit 1993), Morris Truntschka (seit 1.7.2018), Julia Bohn (seit 1.1.2016).

Zeugwart: Hüseyin Cayoglu (seit 1993).

Fahrer Mannschaftsbus: Thomas Laschuk (seit 1.1.2012).

Stadionsprecher: Martin Wacker (seit 1.7.2000).

 

Vorbereitungsspiele

SpVgg Ottenau (LL) - KSC 1:8

FC Östringen (LL) - KSC 0:7

Hohenlohe-Auswahl - KSC 0:8

FK Pirmanens (RL) - KSC 1:4

FC Brentford (2. Liga England) - KSC 1:2

KSC - FC St. Pauli (Zweite Liga) 4:1

FC Ingolstadt (Zweite Liga) - KSC 2:1

 

DFB-Pokal 1. Runde:

KSC - Hannover  So., 19.08./15.30


Top-Torjäger der Liga

1. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 13
2. Marvin Pourie (Karlsruher SC) 11
3. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 10
4. Daniel Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden) 9
Marcos Alvarez (VfL Osnabrück) 9
Anton Fink (Karlsruher SC) 9
7. Marcel Bär (VfR Aalen) 7
Martin Kobylanski (SC Preußen Münster) 7
Rufat Dadashov (SC Preußen Münster) 7
Cebio Soukou (F.C. Hansa Rostock) 7
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