3. Liga 
Karlsruher SC setzt sich in der Spitzengruppe fest
Marvin Pourié (Nummer 9) freut sich mit seinen Mitspielern über seinen Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung des Karlsruher SC beim 2:0-Heimsieg über Cottbus. Bildquelle GES/Helge Prang

Mit seinem vierten Sieg in Folge hat sich der Karlsruher SC in der Spitzengruppe der 3. Fußball-Liga festgesetzt. Zwar rückten die Wildpark-Profis durch den 2:0 (1:0)-Erfolg über Energie Cottbus zumindest vorübergehend auf Platz zwei vor, die Leistung ließ jedoch gerade in der Anfangsphase zu wünschen übrig.
 

Hätten die Gäste ihre anfänglichen Chancen konsequent genutzt, dann wäre es dem Karlsruher SC ähnlich ergangen wie vier Wochen zuvor gegen die Sportfreunde Lotte. Nur wären die Wildparkprofis dann nicht »erst« nach einer halben Stunde 0:3 zurückgelegen, sondern schon nach 18 Minuten. Denn die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz (»Wir haben den Gegner eingeladen«) stellte sich defensiv zunächst so unbedarft an wie eine Schülermannschaft. Nur dem Unvermögen der Cottbuser Angreifer und ihrem Torhüter Benjamin Uphoff hatten es die favorisierten Blau-Weißen zu verdanken, dass es in der 7., 15. und 18. Minute nicht in ihrem Kasten klingelte. 

Selbstbewusste Gäste

»Trotz der vorherigen Ergebnisse« - sechs Spiele ohne Sieg - sei seine Mannschaft »sehr selbstbewusst« aufgetreten, lobte Gästetrainer Claus-Dieter »Pele« Wollitz seine Spieler. »Wir haben das Spiel kontrolliert und hatten hundertprozentige gute Chancen - machen dann aber den entscheidenden Fehler.«

Pourié erzielt Führung 

Denn auf der anderen Seite genügte dem KSC ein »Kurzschluss« des FC Energie, um selbst in Führung zu gehen. Bei einem von Manuel Stiefler eingeleiteten Konter hängte Marvin Pourié im Laufduell den Cottbuser Kapitän Marc Stein ab, umspielte den weit aus seinem Gehäuse herauseilenden Gästekeeper Avdo Spahic und schob den Ball aus etwa 30 Metern ins leere Tor (25.).
Anschließend fielen zwei sehr gute Karlsruher Möglichkeiten den Abseitsstellungen von Anton Fink (29.) und Pourié (29.) zum Opfer. Auch weitere Konterchancen der Platzherren brachten Marc Lorenz (33.) und Pourié (34.) nicht ins Ziel. Statt 1:0 für den KSC hätte es zur Pause also auch gut 3:3 stehen können.      

Finkm legt nach

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel stellten die Karlsruher dann die Weichen endgültig auf Sieg, »weil wir wieder einen groben Fehler gemacht haben«, so Wollitz. Anton Fink scheiterte zunächst an Spahic. Der abgewehrte Ball aber kam zu Kyoung-Rok Choi, und aus dessen mustergültiger Auflage machte Fink dann doch das 2:0 (55.) und sein viertes Saison- bzw. 125. (!) Drittligator.

Schwächen in Defensive

Statt das Spiel aber anschließend kontrolliert nach Hause zu bringen, begann der KSC zu wackeln. Lasse Schlüter traf nach einer abgewehrten Ecke aus der Distanz nur das Karlsruher Lattenkreuz (62.), und KSC-Kapitän David Pisot musste in höchster Not gegen Moritz Broschinski retten (69.). »Für meine Begriffe«, kommentierte Alois Schwartz die defensiven Schwächen seiner Spieler, »haben wir zu viel zugelassen. Daran müssen wir arbeiten.« Und ihre Konterchancen verspielten die Hausherren beispielsweise durch Choi (83.) und Saliou Sané (90.) kläglich. Auch daran muss der KSC in den nächsten Wochen arbeiten.  

Karlsruher SC - Energie Cottbus 2:0 (1:0)
Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Choi, Stiefler (90.+1 Kircher), Wanitzek, Lorenz - A. Fink (77. Groiß), Pourie (73. Saliou Sané)
Energie Cottbus: A. Spahic - L. Bender, Stein, Matuwila, Schlüter - K. Weidlich, de Freitas, Max. Zimmer - Gehrmann (64. Broschinski), Viteritti, Graudenz (64. Geisler)
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover) - Zuschauer: 10814
Tore: 1:0 Pourie (26.), 2:0 A. Fink (55.)
Gelbe Karten: Pourie (1), Roßbach (4) / Gehrmann (1), Stein (5), Max. Zimmer (2)


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Pourie (Karlsruher SC) 22
2. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 16
3. Daniel Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden) 15
Anton Fink (Karlsruher SC) 15
5. Nick Proschwitz (SV Meppen) 14
6. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 13
Stefan Schimmer (SpVgg Unterhaching) 13
8. Martin Kobylanski (SC Preußen Münster) 12
Christian Kühlwetter (1. FC Kaiserslautern) 12
10. Ronny König (FSV Zwickau) 11
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