3. Liga 
Halle spuckt Karlsruher SC noch ein bisschen in die Suppe
KSC: Jubel trotz Niederlage Bildquelle GES

Ein bisschen in die Aufstiegssuppe gespuckt hat der Hallesche FC dem Karlsruher SC beim Saisonfinale der 3. Liga schon. Denn die Mannschaft aus der Karlsruher Partnerstadt brachte dem Vizemeister und Rückkehrer in die Zweite Liga eine 2:3-Heimniederlage bei. 

Der Stimmung bei der Karlsruher Aufstiegsparty tat die 2:3-Niederlage gegen Halle aber keinen Abbruch. Vor der auf dem Kunstrasen von Platz sechs im Wildpark aufgebauten Bühne bejubelten Tausende ihre Aufstiegshelden - vor allem Marvin Pourié, der mit 22 Treffern Torschützenkönig der Dritten Liga wurde.

Stoll verabschiedet
Bevor es vor 15 232 Zuschauern auf der Baustelle Wildparkstadion losging, verabschiedete der KSC seinen »Stand-by«-Profi Martin Stoll (36) in den fußballerischen Ruhestand, der nun Trainer der Karlsruher U 16 wird. Außerdem sagten die Blau-Weißen »Tschüss« zu Kai Rabe (38), der sich in den letzten acht Jahren am Adenauerring um die Torhüter gekümmert und sich mit seinen unkonventionellen Ideen und Methoden einen sehr guten Namen in der Keepertrainerszene gemacht hat. Rabe hatte frühzeitig bekannt gegeben, dass er eine neue Herausforderung sucht und ist angeblich beim Hamburger SV im Gespräch. »Danke für acht Jahre Identifikation und Einsatz«, sagten ihm die Fans mit einem riesen Spruchband.
Außerdem überbrachte Oberbürgermeister Frank Mentrup, begleitet von einem Dutzend Stadträte, vor dem Anpfiff die Gratulation der Stadt Karlsruhe.   

Zweifelhafter Elfer
Im Prinzip waren das zunächst einmal die Höhepunkte der Partie. Denn 40 Minuten lang tat sich in dem für die Tabelle bedeutungslosen Spiel Zweiter gegen Vierter nicht viel. Dann aber ging Halle überraschend in Führung. Pascal Sohm brachte einen Flugkopfball unhaltbar für Benjamin Uphoff im KSC-Tor unter (40.). Nach einem Foul von Bentley Baxter Bahn an Burak Camoglu bekam der KSC aber noch vor der Pause einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, den Anton Fink zum 1:1-Halbzeitstand verwandelte (45.+1).

Nach Seitenwechsel war zunächst der KSC durch Anton Fink (66. und 67.) einem zweiten Tor näher als Halle. Die Sachsen bogen dann durch die Treffer von Braydon Marvin Manu (71.) und Maximilian Pronichev (80.) auf die Siegerstraße ein. Davon ließ sich der HFC auch durch das 2:3 von Marvin Wanitzek (88.) nicht mehr abbringen. »Wir sind aufgestiegen«, ließ Anton Fink (31), für den das das erste Erlebnis dieser Art in seiner schon recht langen Karriere ist, die siebte Saisonniederlage an sich und seiner Mannschaft, die gestern zum Feiern nach Mallorca flog, abperlen.


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Pourie (Karlsruher SC) 22
2. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 16
3. Daniel Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden) 15
Anton Fink (Karlsruher SC) 15
5. Nick Proschwitz (SV Meppen) 14
6. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 13
Stefan Schimmer (SpVgg Unterhaching) 13
8. Martin Kobylanski (SC Preußen Münster) 12
Christian Kühlwetter (1. FC Kaiserslautern) 12
10. Streli Mamba (FC Energie Cottbus) 11
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