3. Liga 
Aufstieg des Karlsruher SC gerät in Gefahr
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

So wird das mit dem direkten Aufstieg in die Zweite Liga für den Karlsruher SC womöglich nichts. Denn in der letzten Saison noch so heimstarke Drittligist spielte gegen Rostock nur 1:1 und hat von 15 Heimspielen nur sieben gewonnen. 

Die Mannschaft von KSC-Trainer Alois Schwartz schaffte es gegen  Hansa Rostock nicht, ihre Überlegenheit in den ersten 45 Minuten mit 6:0 Eckstößen in mehr als nur ein Tor durch Kapitän David Pisot (22.) umzusetzen. Das rächte sich nach dem Seitenwechsel. Denn in der zweiten Halbzeit konnten die Wildparkprofis nicht mehr an ihre zuvor gezeigte, starke Leistung anknüpfen und hatten dann nach dem Ausgleich der Hanseaten durch Lukas Scherff (61.) weder die Power noch die fußballerische Qualität, um doch noch drei Punkte einfahren zu können. Im Gegenteil: Hansa war in der einen oder anderen Situation dem Siegtreffer sogar näher. 

KSC zeigte zu wenig
»Das beste an der ersten Halbzeit«, fand Rostocks Trainer Jens Härtel, »war, dass es zur Pause nur 1:0 für den KSC stand.« Denn der sei seinen Schützlingen in den ersten 45 Minuten »in allen Belangen überlegen« gewesen. »Nach dem Seitenwechsel jedoch stand bei uns eine andere Mannschaft auf dem Platz und wir haben verdient einen Punkt mitgenommen« kommentierte Härtel. 

 Ähnlich analysierte Alois Schwartz den Spielverlauf. »Wir haben in der sehr guten ersten Halbzeit versäumt, ein zweites Tor zu machen«, bedauerte der Karlsruher Cheftrainer: »Dafür wurden wir bestraft.« Außerdem habe seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt zu wenig getan.  
»Viel zu wenig, um zu zeigen, dass wir aufsteigen wollen«, ergänzte Oliver Kreuzer. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätte in den Augen des KSC-Sportdirektors seine Elf einen Sieg auch nicht verdient gehabt.

In Wiesbaden um Platz zwei
Marvin Pourié hatte vor der Pause (8. und 28. Minute), aber auch danach, als er ein Foul von Rostocks Keeper Ioannis Gelios »zog«, statt unbedingt das 2:0 machen zu wollen (57.), die besten Möglichkeiten, ein am Ende wahrscheinlich für einen Sieg ausreichendes, zweites KSC-Tor zu erzielen. Auch aus den ruhenden Bällen machten die Badener zu wenig. 
Auf der anderen Seite hätten Merveille Biankadi (56.) und Tanju Öztürk (67.) für Hansa treffen können. Unterm Strich stand deshalb ein gerechtes Unentschieden, mit dem Rostock vermutlich besser leben kann, als der KSC. Denn für den Tabellenzweiten steht nun am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden ein echtes »Sechs-Punkte-Spiel«  Es ist das direkte Duell um Platz zwei. 

Zuvor sind die Wildparkprofis am Mittwoch noch im Halbfinale des BFV-Pokals beim Verbandsligaspitzenreiter VfB Gartenstadt zu Gast.


Top-Torjäger der Liga

1. Marvin Pourie (Karlsruher SC) 22
2. Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) 16
3. Daniel Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden) 15
Anton Fink (Karlsruher SC) 15
5. Nick Proschwitz (SV Meppen) 14
6. Stephan Hain (SpVgg Unterhaching) 13
Stefan Schimmer (SpVgg Unterhaching) 13
8. Christian Kühlwetter (1. FC Kaiserslautern) 12
Martin Kobylanski (SC Preußen Münster) 12
10. Streli Mamba (FC Energie Cottbus) 11
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