2. Bundesliga 
Wellenreuther bleibt Präsident des Karlsruher SC
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther Bildquelle GES

Mit knappem Vorpsrung hat sich Ingo Wellenreuther bei der Mitgliederversammlung des Kalrsruher SC als Präsident behauptet.

 Am Samstag um 15.03 Uhr stand das mit Spannung erwartete Ergebnis fest: Hauchdünn, mit einem Vorsprung von 40 Stimmen oder 51,9 Prozent zu 48,1, konnte sich Ingo Wellenreuther (59) bei der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC im Amt des Präsidenten behaupten. Dementsprechend geknickt wirkte Herausforderer Martin Müller (55), bisher im Verwaltungsrat, nach der knappen Niederlage.

Müller bemängelte, der Wahlkampf sei von der Gegenseite, ,,mit Ängsten und Befürchtungen" geführt worden. Er sprach damit die unterschwelligen Sorgen der KSCler an, die CG-Gruppe des Karlsruhers Christoph Gröner, nach eigenen Angaben führende Mietwohnungsentwickler in Deutschland, arbeite mit ihm, Müller, als Frontmann sozusagen an einer ,,Übernahme" des KSC, bei dem die CG-Gruppe seit dieser Saison schon Top-Sponsor und zukünftiger Hauptsponsor ist. ,,Das ist an den Haaren herbeigezogen", ärgerte sich Müller und meinte: ,,Das Ergebnis wäre ohne dieses Thema vielleicht anders ausgefallen." Aber: ,,Ich werde weiter mein Bestes für den KSC geben", was auch einen neuen Anlauf bei den Wahlen 2022 beinhalten kann.
Zuvor hatte Müller in seiner sehr emotionalen, teils aufbrausenden Rede mehr Transparenz versprochen (,,Bei mir wird nicht im Hinterzimmer gemauschelt"), die juristischen Auseinandersetzungen des KSC mit der Stadt wegen des Stadionbaus, sowie mit dem Vermarkter Lagardère kritisiert und ,,einen anderen Führungsstil" angekündigt.

Wellenreuther (,,Wir sind keine Prozesshansel") hingegen bezeichnete das in seinen Augen mehr oder weniger erfolgreiche Vorgehen des KSC gegen die Stadt als Notwehr und sieht seinen Verein auch was die einseitige Trennung von Lagardère anbelangt im Recht. Außerdem wies Wellenreuther auf Erfolge unter seiner Regie hin. Beispielhaft nannte er: Stadionbau, Erweiterung des Wildparkgeländes, Ausgliederung der Profiabteilung, Steigerung der Mitgliederzahlen auf über 9000. Auch seine Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schulze wurden bestätigt. Der frühere KSC-Spieler Edgar ,,Euro Eddy" Schmitt (56) hingegen, der ebenfalls kandidierte, fiel ziemlich glatt durch.


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