2. Bundesliga 
Verjagt der Karlsruher SC den Schatten?
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC steht vor dem ersten Kracher in dieser Saison: Am Sonntag kommt der Hamburger SV in den Wildpark - und alle denken an die Relegation 2015.
 

Der Karlsruher SC gegen den Hamburger SV: Über dieser Partie schwebt immer noch das Relegationsgeschehen am Ende der Saison 2014/15. Nach dem 1:1 beim damaligen Bundesliga-16. HSV, verloren die Zweitliga-Dritten aus Karlsruhe das Rückspiel 1:2 nach Verlängerung. Der Traum vom Aufstieg in die Bundesliga war geplatzt. Knackpunkt war der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich des HSV in der 90. Minute nach einem aus Karlsruher Sicht unberechtigten Freistoß.

Nur noch Gordon
Von den damaligen Wildparkprofis trägt heute nur noch Daniel Gordon das KSC-Trikot. Bei ihm und seinen aktuellen Mitspielern spielt diese Geschichte vor dem Wiedersehen mit dem HSV morgen (13.30 Uhr/Sky) »keine Rolle«, versichert der Karlsruher Innenverteidiger: »Wir denken nur an die drei Punkte.« Gordon weiß aber, »dass das beim Verein, den Fans und in der Stadt« anders ist. Die Hoffnung, dass Fortuna diesmal nicht das Trikot mit der Raute, sondern das der Karlsruher überzieht, ist groß, der Wunsch nach ausgleichender Gerechtigkeit riesig - das Stadion ist mit 15 000 Zuschauern ausverkauft. 1630 Karten gingen an den HSV. 

»Die Hamburger«, sagt KSC-Trainer Alois Schwartz, »haben einen ganz anderen Geldbeutel und spielen deshalb »mit dem VfB Stuttgart und teilweise auch Hannover 96 in einer eigenen Liga.« Und Oliver Kreuzer pflichtet ihm bei: »Der HSV ist uns in vielen Dingen im Längen voraus - was die Vereinsgröße anbelangt, das Budget, das Stadion.« Aber, so der Sportdirektor des KSC weiter: »Das Spiel wird auf dem Platz entschieden. Und an einem Tag können wir den HSV schlagen.«

HSV hat Respekt - mehr nicht
Damit dieser eine Tag der morgige Sonntag sein kann, »müssen wir natürlich an unsere Leistungsgrenze gehen - mit großer Laufbereitschaft, mit Aggressivität, mit Mut«, fordert Schwartz. Wenn dann noch das nötige »Matchglück und Schiriglück« aufseiten seiner Mannschaft sei, »können auch wir dieses Spiel gewinnen.« 

Deshalb bringen die favorisierten Hamburger dem KSC, Respekt entgegen: »Wie jedem Gegner«, sagt Trainer Dieter Hecking: »Aber nicht zu viel.« In seinen Augen mache es wenig Sinn, sich zu sehr mit dem Gegner zu beschäftigen. Er beschäftige sich lieber mit seiner Mannschaft.

 "Keine Übermannschaft"
Bei der fallen die potenziellen Startspieler Ewerton, Aaron Hunt, Timo Letschert und Christoph Moritz verletzt aus. Aber auch ohne dieses Quartett hat der HSV Bochum 1:0 geschlagen. Die Hanseaten sind mit sieben Punkten und erst einem Gegentreffer Tabellenführer. »Eine Übermannschaft aber ist das nicht«, sagt Kreuzer, »sonst hätten sie neun Punkte.«
KSC-Coach Schwartz kann, nachdem Burak Camoglu seit einer Woche wieder schmerzfrei am Mannschaftstraining teilnimmt, personell aus dem Vollen schöpfen, wird seine Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage in Kiel aber nicht ändern.


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