2. Bundesliga 
Trauriger Start des Karlsruher SC
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Für die 1000 Fans des Karlsruher SC hat sich die Reise nach Dresden nicht gelohnt. Ihr Team stieg nach der Winterpause mit einer 0:1-Niederlage beim Tabellenletzten in den Abstiegskampf der 2. Bundesliga ein. Die Frage ist: Wie soll der KSC die Klasse halten, wenn er gegen einen so limitierten Gegner verliert?

Im Tor der Karlsruher stand erneut Benjamin Uphoff, der sich in der Vorbereitung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Marius Gersbeck geliefert hatte. Letztlich sprach Trainer Alois Schwartz, der bis zuletzt ein Geheimnis um seine Entscheidung gemacht hatte, dem langjährigen Stammtorwart also trotz zweier Fehler vor der Winterpause wieder das Vertrauen aus. Vor allem wohl, weil Uphoff in den letzten dreieinhalb Jahren oft einer der Besten war und eine Degradierung für Unruhe hätte sorgen können. 

Gondorf: Starkes Debüt
Abgezeichnet hatte sich entgegen, dass Dirk Carlson auf der linken Mittelfeldseite beginnen würde - der Luxemburger hatte in den vergangenen Wochen Marc Lorenz verdrängt und spielte in der Reihe vor Linksverteidiger Damian Roßbach. Auffallender war allerdings eine andere Personalie: Der aus Freiburg gekommene Jerôme Gondorf zeigte in seinem ersten Spiel für den KSC eine starke Partie, in der er so gut wie alle Defensivzweikämpfe gewann und sich immer wieder in das eher schemenhafte Karlsruher Angriffsspiel einschaltete. So war es kein Zufall, dass sein 30-Meter-Schuss die einzige Karlsruher Chance im ersten Durchgang war (28.). 

Dresden, das am Montag beim Training von 4000 Fans auf die Aufholjagd eingeschworen wurde, hatte im Winter noch mal über zweieinhalb Millionen Euro in sechs Neuzugänge investiert, von ihnen standen Patrick Schmidt und Terrazzino in der Startformation. Der Ex-Freiburger war es auch, der Dresden vor dem Halbzeitpfiff in Führung brachte. Nach einer abgewehrten Ecke kam Patrick Ebert erneut an den Ball und flankte in die Mitte, wo David Pisot den Ball Richtung Terrazzino abfälschte. Der gebürtige Mannheimer ließ sich nicht zwei Mal bitten und traf aus 12 Metern unhaltbar zum verdienten 1:0 für die dominanten Dresdner (38.), die vor dem Seitenwechsel 65 Prozent Ballbesitz hatten, aber außer einer Halbchance von Schmidt (37.) ebenfalls keine großen Torchancen hatten.

Pisot rettet
Nach dem Seitenwechsel wurde der KSC etwas aktiver, eine erfolgsversprechende Offensivstrategie war allerdings nicht zu erkennen. Nach einer Stunde brachte Schwartz Marco Djuricin und Lorenz für Lukas Fröde und Roßbach. Doch es war erneut Gondorf, der zum Abschluss kam. Dynamo-Keeper Kevin Broll hielt seinen Schuss aus 20 Metern (63.). Kurz darauf hatten die Dynamo-Fans bereits den Torjubel auf den Lippen, doch David Pisot kratzte den einen Schuss von Schmidt noch von der Linie (74.). Auch in der Schlussphase war Dresden dem zweiten Treffer näher als der KSC dem Ausgleich.


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