2. Bundesliga 
Stiefler beendet die Niederlagenserie des Karlsruher SC
Manuel Stiefler (h.) überwindet Sandhausens Torwart Martin Fraisl zum 1:0. Bildquelle GES/M. Gilliar

Aufsteiger Karlsruher SC hat seine Niederlagenserie beendet und gegen den SV Sandhausen 1:0 (0:0) gewonnen. In einer schwachen Partie der 2. Fußball-Bundesliga erzielte Manuel Stiefler am Freitagabend in der 57. Minute das goldene Tor für die Gastgeber.

Als Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie abpfiff, hob Sandhausens Trainer Uwe Koschinat resigniert die Schultern. Tatsächlich hatten 13 517 Zuschauer einen eher glücklichen 1:0-Sieg des Aufsteigers gesehen, der aus Karlsruher Sicht dank einer klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang nicht gänzlich unverdient war. 

Gäste vor der Pause besser

Allerdings war der Gast aus Sandhausen in der ersten Halbzeit die eindeutig bessere Mannschaft. Zur Pause standen 56 Prozent Ballbesitz zu Buche - für die Auswärtsmannschaft. Noch eindeutiger war das Chancenverhältnis. Denn während der KSC nur eine einzige Torgelegenheit zustande brachte, bei der Philip Hofmann am Sandhäuser Torwart Martin Fraisl scheiterte (27.), hatte der Gast mehrere. Nach einem Warnschuss von Rurik Gislason (4.) prüfte Philip Türpitz mit einem 30-Meter-Schuss Karlsruhes Besten, Keeper Benjamin Uphoff, der den Ball zur Ecke lenkte (15.). Kurz darauf klärte der KSC-Keeper zusammen mit Daniel Gordon einen Kopfball von Aleksandr Zhirov (17.). 

Zwei Änderungen beim KSC

Nach einer halben Stunde dann die bis dato größte Chance des Spiels, als SVS-Linksverteidiger Leart Paqarada den Ball in den Strafraum chippte, wo sich KSC-Verteidiger Gordon zu leicht abschütteln ließ. Dass Erik Zenga freistehend an Uphoff scheiterte, war das große Glück des KSC. Dessen Trainer Alois Schwartz hatte es wie erwartet bei zwei Änderungen gegenüber dem 0:3 in Osnabrück belassen: Im rechten Mittelfeld bekam Manuel Stiefler den Vorzug vor Burak Camoglu, links in der Viererkette ersetzte Dirk Carlson den verletzten Damian Roßbach. Doch im Mittelfeld dominierte der Gast, der die Räume immer wieder geschickt nutzte. Der KSC hingegen verlegte sich auf Standardsituationen und versuchte es mit langen Bällen. Da es aber oft zu lange dauerte, bis die tief stehenden Offensivspieler nachgerückt waren, versandeten die Konter allesamt. 

Das 1:0 für den KSC fiel dann wie aus dem Nichts: Einen langen Ball von Marc Lorenz nutzte Philip Hofmann zu einer Direktabnahme, die Fraisl nur nach vorne abprallen lassen konnte - direkt vor die Füße des ehemaligen Sandhäusers Stiefler, der den Ball über die Linie stocherte (57.). 

Rückenwind nach Führung

Dem KSC tat die Führung gut, er dominierte die Partie jetzt zusehends und agierte endlich auch gefährlicher vor dem Sandhäuser Tor: In der 68. Minute lenkte Fraisl einen Kopfball von Marvin Pourié zur Ecke. Doch auch Sandhausen blieb gefährlich. In der 70. Minute musste Uphoff einen Kopfball von Gislason parieren. Am Ende blieb es beim glücklichen Dreier des KSC, der damit seinen dritten Saisonsieg feierte und zum ersten Mal ohne Gegentor blieb.


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