2. Bundesliga 
Karlsruher SC stürmt an die Spitze
Karlsruher Jubel mit Philipp Hofmann, Lukas Grotzurek und Marvin Wanitzek Bildquelle dpa

Zweites Spiel - zweiter Sieg. Eine Woche nach dem 2:1-Erfolg beim Zweitliga-Start in Wiesbaden hat Aufsteiger Karlsruher SC auch seine Heimpremiere gewonnen. Das 4:2 gegen Dynamo Dresden bedeutet sogar die vorläufige Tabellenführung. 

»Mann des Tages« aus Karlsruher Sicht war am Samstag der von Eintracht Braunschweig gekommene Philipp Hofmann, der zwei der vier KSC-Treffer erzielte und beim zwischenzeitlichen 2:1 Dresdens Dzenis Burnic so anschoss, dass ihm ein Eigentor unterlief.

Tor anulliert
Die erste Halbzeit verlief zunächst ohne große Höhepunkte. Dresden hatte mehr Ballbesitz und war das spielerisch bessere Team. Das vermeintliche 1:0 aber gelang dem KSC - durch den Österreicher Lukas Grozurek (23.). Nach einem Hinweis der Videoassistenten nahm Schiedsrichter Frank Willenborg das Tor jedoch zurück. Daniel Gordon solle bei der Balleroberung Foul gespielt haben. Für KSC-Trainer Alois Schwartz und Sportdirektor Oliver Kreuzer aber war das nach Sichtung der TV-Bilder »ein normaler Zweikampf.«
Irgendwie schlug diese Entscheidung den Wildparkprofis aufs Gemüt. Dresden erspielte sich in der Folge jedenfalls zwei sehr gute Möglichkeiten durch Sascha Horvath (39.) und Patrick Möschl (45.).

Dass dann, schon in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten, Hortvath mit einem »Tor des Monats« das 1:0 für die Sachsen schoss (45.+1), war deshalb nicht unverdient. Doch die Badener bissen postwendend zurück. Hofmann köpfte eine Ecke von Marvin Wanitzek noch vor dem Pausenpfiffzum 1:1 ein (45.+3).

Schulmäßiger Konter
Nach dem Seitenwechsel sollte seine Mannschaft »mehr nach vorne verteidigen«, wie Schwartz später sagte, denn in der ersten Halbzeit habe sie zu sehr »in die Breite und nach hinten verteidigt.« Außerdem legte der KSC läuferisch und kämpferisch eine Schippe drauf. Dass Hofmann das Eigentor von Buric zum 2:1 (60.) für den KSC erzwang, war noch etwas glücklich. Sein 3:1 (67.) aus 20 Metern aber war eine klasse Einzelleistung. Und beim 4:1 (80.) durch Manuel Stiefler spielte der KSC einen Konter schulmäßig zu Ende.

 
Wie schon in Wiesbaden erlaubten sich die Wildparkprofis allerdings gegen Ende des Spiels defensiv einige Nachlässigkeiten, die erneut ein Gegentor zur Folge hatten. Dresdens Einwechselspieler Moussa Koné erzielte noch das 2:4 (90.). 

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther war nach dem Schlusspfiff »stolz« auf seine Spieler, weil sie »gegen eine bessere Mannschaft mit Einsatz und Leidenschaft das Ding gebogen haben.« Der Clubchef schob nach zwei Siegen in zwei Spielen jedoch allen Träumereien verbal einen Riegel vor: »Allen muss klar sein: Diese sechs Punkte sind sechs Punkte für den Klassenerhalt.«


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!