2. Bundesliga 
Karlsruher SC hat vor Aue keine Angst
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Im Montagspiel der 2. Fußball-Bundesliga freut sich der Karlsruher SC (20.30 Uhr/Sky) auf ein anspruchsvolles Flutlichtduell gegen Erzgebirge Aue.
 

Der Karlsruher SC hat zuletzt eine beachtliche Serie hingelegt. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz ist ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen seit sieben Punktspielen ungeschlagen. ,,Aber", warnt Sportdirektor Oliver Kreuzer, ,,wir haben nur drei Zähler mehr auf dem Konto als der VfL Bochum auf Relegationsplatz 16." 
Auch deshalb wäre heute zum Abschluss des 13. Zweitliga-Spieltages ein Heimsieg gegen Erzgebirge Aue unheimlich wichtig. Die vom früheren KSC-Spieler Dirk Schuster trainierten Gäste waren jedoch nach zwölf Spielen Tabellenvierter und gelten als ,,nicht einfach zu bespielen", wie Kreuzer sagt. Der KSC-Sportdirektor meint: ,,Die haben so eine Galligkeit und können dem Gegner immer wieder wehtun - auf verschiedene Art und Weise."

Hinten besser stehen
Dimitrij Nazarov (29), der von 2013 bis 2016 am Karlsruher Adenauerring unter Vertrag stand, ,,hat immer einen auf der Pfanne", sagt Trainer Schwartz. Jan Hochscheidt (32) ist ein ausgebuffter, unermüdlicher Rackerer, und Pascal Testroet (29) immer für ein Tor gut. Und die Qualitäten von Linksverteidiger Dennis Kempe (33) sind in Karlsruhe, wo er 2011 bis 2017 spielte, zur Genüge bekannt. 
,,Wir wollen Aue aber nicht besser reden, als sie sind", sagt Kreuzer und fordert von den KSClern: ,,Wir müssen unsere Leistung abrufen, unser Spiel durchziehen und hinten weniger Fehler machen." Dann sehe er ,,gute Möglichkeiten, dieses Spiel zu gewinnen."

Apropos Abwehrarbeit. ,,Da müssen wir besser werden", räumt auch Schwartz ein. 23 Gegentreffer ,,sind zu viel". Nur die drei Letzten in der Tabelle - Schlusslicht Dresden (24), sowie Wehen Wiesbaden und Bochum (beide 25) - haben mehr kassiert.

Wie in Darmstadt
,,Das, was wir defensiv beim 1:0-Pokalerfolg in Darmstadt gezeigt haben", ist für den KSC-Coach ein Maßstab, ,,das müssen wir auch in den Punktspielen auf den Platz bringen."
Personell steht diesem Vorhaben nichts im Weg. Bis auf Marco Djuricin, der sich im Training einen Innenbandriss im Sprunggelenk zugezogen hat, und Dirk Carlson, dessen Abstellungspflicht zur luxemburgischen Nationalmannschaft schon heute beginnt, kann Schwartz aus dem Vollen schöpfen.
Abzuwarten bleibt, in welcher Grundordnung er seine Schützlinge auflaufen lässt. Denn diesbezüglich ist der KSC flexibler geworden und war in den letzten Wochen schwer auszurechnen. In Darmstadt konnte man von einer Tannenbaumform sprechen: 4-3-2-1.


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