2. Bundesliga 
Karlsruher SC auf einem Abstiegsrang
KSC-Torjäger Philipp Hofmann Bildquelle dpa

Nach jahresübergreifend vier Niederlagen in Serie mit 1:9 Toren hat die Abstiegsgefahr für den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC drastisch zugenommen. Durch die 0:2-Heimniederlage gegen Holstein Kiel ist der KSC auf Abstiegsplatz 17 abgerutscht. 

Trotz der sich zuspitzenden Situation  wollte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer den Profis, die drei Tage zuvor schon das Kellerduell in Dresden 0:1 verloren hatten, ,,keinen Vorwurf" machen. Schließlich seien sie laut ,,kicker"-Statistik mit 117,73 Kilometer drei mehr gelaufen als der Gegner. Kreuzer bemängelte aber: ,,Kiel kam durch Karlsruher Fehler zu leicht zu Toren."

,,Alles probiert"
Beim 1:0 für Holstein (26.) stand Torschütze Fabian Reese am zweiten Pfosten allein auf weiter Flur und tunnelte KSC-Keeper Benjamin Uphoff mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel. Und vor dem 2:0 durch Finn Porath (31.) spielte Reese den Karlsruher Marco Thiede schwindelig. 

Der KSC, dessen Offensivleistung in den ersten 16 Spielen mit 28 Toren noch ordentlich war, machte schon in der ersten Halbzeit in Person von Philipp Hofmann (4., 16.), aus seinen Möglichkeiten nichts. ,,Wir bringen uns immer wieder selbst um den Lohn unserer Arbeit", bedauerte Kreuzer. Und Chefcoach Alois Schwartz sagte frustriert: ,,Ich denke, wir haben alles probiert, auch vom System her, und den Gegner bis zur 65 Minute eingeschnürt. Aber wir brachten den Ball nicht über die Linie."

Rot für Roßbach
Schwartz versuchte, der sich schon recht früh anbahnenden Niederlage noch vor der Pause entgegenzuwirken und brachte in der 41. Minute Anton Fink für den überforderten Thiede und Marco Djuricin für den Gelb-Rot-gefährdeten Daniel Gordon. So wurde aus dem ursprünglichen 4-1-4-1-System ein 3-4-3. Und wäre dem KSC nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer gelungen, wäre wohl zumindest ein Remis noch möglich gewesen. ,,Im letzten Drittel", klagte Alois Schwartz, sei seine Mannschaft ,,nicht genau" gewesen, oder sogar ,,fahrlässig".

Weil er sich mit einem groben Foul an Jae Sung Lee in der 90. Minute die Rote Karte einhandelte, ist Damian Roßbach fürs nächste Liga-Spiel, am Samstag in Hamburg ebenso gesperrt wie Daniel Gordon nach der fünften Gelben Karte.

Im Pokal gegen Saarbrücken
Im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch (20.45 Uhr) in Völklingen gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, bei dem der frühere KSC-Jugendtrainer Lukas Kwasniok die sportliche Verantwortung trägt, sind beide Abwehrspieler aber spielberechtigt.

,,Die Enttäuschung ist natürlich groß bei uns allen", fasste KSC-Kapitän David Pisot die Gefühlslage zusammen. ,,Wir müssen jetzt den Kopf schnell hochnehmen. Uns bleibt nicht viel Zeit und wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken." Und Winterzugang Jerôme Gondorf meinte: ,,Als optimistischer Mensch sehe ich es so, dass es gerade schön ist, in vier Tagen schon das nächste Spiel zu haben. Wir wollen uns im Pokal ein Erfolgserlebnis holen und unbedingt weiterkommen."


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