2. Bundesliga 
Ein Senkrechtstart des Karlsruher SC
KSC-Trainer Alois Schwartz. Bildquelle GES

Die ersten drei Punkte für die »Mission Klassenerhalt« sind bereits auf dem Konto des Karlsruher SC. Die Badener gewannen zum Auftakt der Zweitliga-Saison das Duell der Aufsteiger beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:1.

Vor knapp 7000 Zuschauern in der hessischen Landeshauptstadt - fast die Hälfte davon KSC-Anhänger - trafen Marvin Pourié (15.) und Neuzugang Philipp Hofmann (61.) für Karlsruhe, ehe Wehen Wiesbaden kurz vor Ende der dreiminütigen Nachspielzeit den Anschlusstreffer erzielte.

"Gut reingerutscht"
»Meine Mannschaft hat ihre gute Vorbereitung umgesetzt - wir sind gut in die Runde reingerutscht«, fasste KSC-Coach Alois Schwartz den Auftaktsieg zusammen. Und Sportdirektor Oliver Kreuzer sprach von einem »verdienten Sieg.« Beide aber bemängelten, dass die Wildparkprofis es nicht schafften, das 3:0 zu machen.

Mit nur einer Änderung gegenüber der Anfangsformation, die Alois Schwartz bei der mit 0:1 verlorenen Generalprobe bei Feyenoord Rotterdam aufs Feld schickte, nahm der KSC das erste Punktspiel der neuen Saison in Angriff: Der vor einer Woche noch angeschlagene Burak Camoglu bekam im rechten Mittelfeld den Vorzug vor Neuzugang Lukas Grozurek. Trotzdem bot der Karlsruher Cheftrainer von Beginn an zwei Neue auf: Philipp Hofmann als Sturmpartner von Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourié sowie Lukas Fröde als Abräumer vor der Abwehr. 

Frühe Führung
So aufgestellt ließen die Badener in der ersten Halbzeit defensiv so gut wie nichts anbrennen. Auch mit dem ruhenden Ball konnten die Hessen das Karlsruher Tor nie wirklich in Gefahr bringen.
Der KSC hingegen setzte bei seiner ersten und zunächst einzigen Ecke nach einer Viertelstunde Spielzeit energisch nach und nach einer Hereingabe von Marc Lorenz und einer Kopfballverlängerung von Daniel Gordon drückte Marvin Pourié aus kurzer Distanz die Kugel ins Tor (15.). 

Diese 1:0-Führung verteidigten die Karlsruher ruhig und clever. Auch in einer kleinen Drangphase zwischen der 25. und 40. Minute konnte Wehen Wiesbaden nicht den Eindruck vermitteln, der Ausgleich sei nur eine Frage der Zeit. Deshalb brachte der KSC das 1:0 in die Pause.
Die Badener blieben auch nach dem Seitenwechsel und mit Manuel Stiefler an Stelle von Camoglu defensiv weitestgehend stabil. Allerdings musste Damian Roßbach einen satten Schuss von Michel Niemeyer auf der Linie abwehren (55.). Kurz darauf schlugen die Blau-Weißen selbst wieder zu. Marvin Wanitzek brachte eine Ecke von rechts vors Tor der Hessen und Philipp Hofmann köpfte das 2:0 (61.)


Die Hessen bäumten sich zwar noch einmal auf gegen die drohende Auftaktniederlage, hatten aber bei Schüssen von Michel Niemeyer (74./geblockt von Daniel Gordon)) und Einwechselspieler Jeremias Lorch (76./von Benjamin Uphoff über den Querbalken gefingert) nicht das nötige Glück. Der KSC spielte die sich bietenden Kontermöglichkeiten nicht sauber und konsequent aus. 
»Da haben wir zu schnell gespielt, waren zu schnell im Abseits«, ärgerte sich Schwartz: »Das war zu hektisch.«

Abgeschaltet
So blieb es bis in die Nachspielzeit hinein beim 2:0 für den KSC, der wohl mit den Gedanken schon in der Kabine war, als es doch noch in seinem Kasten klingelte. Aber nur Sekunden nach dem 1:2-Anschlusstor des SVWW durch Daniel Kofi Kyereh (90.+3) pfiff Schiedsrichter Christian Dingert ab.

»Man muss bis zum Abpfiff voll konzentriert sein«, kritisierte Schwartz seine Schützlinge ob des späten Gegentreffers. »Heute ist nichts passiert - aber das soll uns eine Lehre sein.« Neuzugang Lukas Fröde, der sich als echte Verstärkung erwies, meinte: »Das war ein super Einstand. Mit einem Sieg zu starten, ist immer schön. Aber wir müssen das besser zu Ende spielen.«


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