Bundesliga 
SC Freiburgs Petersen freut sich auf den VfB Stuttgart
Freiburgs Roland Sallai (l.) und Stuttgarts Orel Mangala kämpfen im Hinspiel um den Ball. Am Samstag ist ein Einsatz des Ungarn Sallai sehr fraglich. Bildquelle dpa

Zwischen Hin- und Rückrunde der Fußball-Bundesliga liegen für den SC Freiburg in dieser Saison noch nicht mal drei Tage. Nach dem Unentschieden (2:2) gegen Eintracht Frankfurt zum Vorrundenabschluss, respektablen 24 Punkten und Platz neun, geht es für den Sport-Club mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) weiter. Obwohl die Freiburger den Auftakt bei den Schwaben mit 3:2 gewonnen haben, hat Nils Petersen eher die Niederlage im DFB-Pokal kurz vor Weihnachten und die insgesamt nicht so gute Bilanz im Hinterkopf

„Bis auf das erste Saisonspiel haben wir nicht die besten Erfahrungen gemacht gegen den VfB, aber Statistiken sind dazu da, dass man sie brechen kann“, sagte der SC-Rekordtorjäger, „ich bin frohen Mutes, denn wir haben uns eine gute Ausgangssituation geschaffen, und sind auch mal wieder dran, zu Hause ein Derby gegen den VfB zu gewinnen.“ In der Bundesliga ist das den Freiburgern zuletzt im November 2012 gelungen, Petersen hat das also bisher noch nicht erlebt. 

VfB angeschlagen
„Ich freue mich aufs Spiel, weil es ein angenehmer Gegner ist, der auch Fußball spielt, der aber auch ein bisschen angeknockt ist durch das letzte Ergebnis.“ Etwas überraschend hat der VfB am Mittwochabend 0:3 bei Mitaufsteiger Bielefeld verloren, musste allerdings auch auf die gesperrten Top-Torjäger Silas Wamangituka und Nicolas Gonzalez verzichten, die beide am Samstag wieder dabei sein können.

Streich zufrieden
Die Freiburger hingegen zeigten beim 2:2 gegen Frankfurt erneut eine gute Leistung, obwohl sie das Mittelfeld umbesetzen mussten, und wegen der Personalnot auch taktisch anders ins Spiel gingen. „Die Systemumstellung auf Viererkette hat geklappt, da bin ich froh“, sagte Trainer Christian Streich, „klar hätten wir gerne gewonnen, aber das 2:2 ist gerecht, es war ein gutes Spiel, es hat Spaß gemacht, und ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft.“ Das galt auch für die aus der Not geborene Doppel-Sechs mit Innenverteidiger Philipp Lienhart und Janik Haberer, der nach acht Monaten erstmals wieder in der Startelf stand, und in der zweiten Hälfte ausgepumpt und mit einem blauen Auge ausgewechselt wurde.

Höfler kehrt zurück
Doch auch wenn er die beiden für eine „grundsolide Leistung“ lobte, wird die Besetzung am Samstag wieder anders aussehen. Der zuletzt so formstarke Nicolas Höfler wird nach abgesessener Gelbsperre auf jeden Fall wieder in die Startelf zurückkehren, und auch bei Baptiste Santamaria gibt es Chancen, dass er seine Knieprobleme rechtzeitig überwindet. 
Bei Roland Sallai, der gegen Frankfurt den ersten Freiburger Treffer (1:1) mit einem schönen Heber erzielte, ist das sehr fraglich. Der ungarische Nationalspieler war schon in den Anfangsminuten umgeknickt, und hat sich trotzdem knapp eine Stunde durchgebissen. „Die Kapsel wird eingerissen sein, was mit den Bändern ist, weiß ich nicht. Ich gehe aber eher davon aus, dass es schwierig wird für Samstag“, erklärte der SC-Coach.

29.Jokertor
Nach dem punktemäßig nicht so geglückten Saisonstart und der Erfolgsserie von Dezember bis in den Januar freut sich Streich schon auf die Rückrunde: „Wir können den Leuten, die die ganze Zeit daheim hocken müssen wegen Corona, eine Freude machen. Normal sind sie im Stadion, da brennt die Hütte hier bei uns bei solchen Spielen.“ Auf diese Atmosphäre verzichten zu müssen, schmerzt in einem Derby vielleicht noch ein bisschen mehr. Für einen Sieg würde sich auch Petersen gerne wieder zunächst auf die Bank setzen. „Ich freue mich über jedes Tor, auch über jedes Jokertor, dass es so gut klappt, dass ich der Mannschaft von der Bank aus helfen kann“, sagte der Stürmer, der gegen Frankfurt bereits sein 29. Jokertor erzielt hat - und damit seine Führung in dieser Statistik weiter ausbaute.


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