Bundesliga 
Für den Karlsruher SC war mehr drin
Heidenheims Torwart Kevin Müller fängt den Ball vor Benjamin Goller. Bildquelle dpa

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC erreichte ein 1:1 gegen einen starken 1. FC Heidenheim. Zum Ende der Partie gab es noch mehrere Chancen der Gastgeber. Der Platz im Wildparkstadion war tief und schwer zu bespielen.

Blau-weiße Zurückhaltung, Bescheidenheit, ja Demut forderte Christian Eichner nach dem 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Heidenheim ein. ,,Unterm Strich müssen wir vorsichtig sein, dass wir nicht unzufrieden sind mit diesem einen Punkt", meinte der Karlsruher Cheftrainer, dessen Mannschaft nach zuvor drei Siegen 2021 aber ungeschlagen blieb. ,,Wir hatten es mit einem Gegner zu tun, der eine enorme Wucht hat, der große Mentalität und viel Leidenschaft einbringt, was ihn - in Kombination mit guten Fußballern - letztes Jahr an die Schwelle zur ersten Bundesliga geführt hat." Trotzdem kann man zusammengefasst feststellen: Da war mehr drin für die Gastgeber als das erst zweite Unentschieden in dieser Saison.

Die Wildparkprofis gingen mit der zuletzt erfolgreichen Startelf auch gegen Heidenheim früh in Führung. Eine Ecke von rechts, die Philip Heise vor den Kasten der Gäste brachte, verlängerte Benjamin Goller am ersten Pfosten mit dem Kopf nach hinten. Am zweiten Pfosten gewann Robin Bormuth den Luftkampf gegen FCH-Kapitän Patrick Mainka und köpfte sein zweites Saisontor (6.). Das war der neunte Treffer des KSC in der ersten Viertelstunde eines Spiels. 

Gegner unter Kontrolle

In der Folge spielte sich die zähe Partie dann aber vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Beide Torhüter hatten kaum etwas zu tun und waren vorwiegend mit Rückgaben ihrer Mitspieler beschäftigt. Gefährliche Szenen kamen auf beiden Seiten vor der Pause im Grunde nicht mehr zustande. Das war sicher auch auf den tiefen, schwer zu bespielenden Platz im Wildpark zurückzuführen. Eichner hatte jedoch ,,das Gefühl, dass wir gut im Spiel sind, dass wir den Gegner unter Kontrolle haben". Die besseren Ansätze, einen Angriff eventuell doch erfolgreich abzuschließen, zeigte tatsächlich der KSC. Dabei verstolperte aber Goller zwei gute Kontermöglichkeiten (25./27.). Auf der anderen Seite bestätigte Heidenheim in den ersten 45 Minuten seine Auswärtsschwäche (zuvor ein Sieg, ein Unentschieden, fünf Niederlagen) und lag beim Seitenwechsel zu Recht knapp zurück.

Änderungen nach der Pause

,,Es war klar, dass wir in der Pause etwas verändern müssen - personell und taktisch", schilderte Gästecoach Frank Schmidt seine Überlegungen nach dem ersten Abschnitt. ,,Wir wollten mehr nach vorne verteidigen, mehr Balleroberungen haben." Das gelang den Schwaben zunächst jedoch nicht, und sie hatten Glück, dass Philipp Hofmann nach einer Flanke von Marc Lorenz per Kopf nur den Querbalken traf (51.). Anschließend jedoch ,,haben wir den Ausgleich erarbeitet und dadurch auch ein bisschen verdient", kommentierte Schmidt das 1:1 durch das elfte Saisontor seines Goalgetters Christian Kühlwettter (60.), bei dem Philip Heise und Lorenz einen eigentlich schon misslungenen Angriff der Gäste total unterschätzten. Der FCH spielte nun seine von Eichner eingangs erwähnten Qualitäten aus und kam einer Führung - aus Karlsruher Sicht - bedenklich nahe. Der KSC aber hielt dem Druck seiner Gäste stand und fing sich nach etwa einer Viertelstunde wieder. Ein eigentlich klasse herausgespielter Treffer von Dominik Kother fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung (82.). Und auch mit den ruhenden Bällen von Marvin Wanitzek (88.) und Heise (90./90.+1) kamen die KSCler nicht mehr zum Erfolg. 


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