Bundesliga 
SC Freiburg will wieder den FC Bayern München ärgern
SC-Trainer Christian Streich (l.) setzt auf Luca Höler. Vergangene Saison war der Freiburger zweifacher Torschütze gegen den FC Bayern, der jeweils über ein 1:1 nicht hinauskam. Bildquelle Pipeline/dpa

In der vergangenen Saison hat der SC Freiburg als einzige Mannschaft nicht gegen den FC Bayern München verloren. Mit diesem Anspruch gehen die Freiburger auch in das nächste Duell gegen den Rekordmeister (Mittwoch, 20.30 Uhr), in dem sie voraussichtlich auf Jonathan Schmid verzichten müssen.

Auch wenn Lucas Höler ein Tor mit dem Fuß und das andere mit dem Kopf erzielte, wirkten die Freiburger Treffer gegen den FC Bayern in der vergangenen Saison fast wie eine Kopie. Beide Male war Linksverteidiger Christian Günter der Vorlagengeber, beide Male endete das Spiel 1:1. ,,Das war eine super Ausbeute und damit können wir sehr gerne weitermachen", sagte Höler vor dem erneuten Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister am Mittwochabend im Schwarzwald-Stadion, das wie üblich innerhalb weniger Minuten ausverkauft war. ,,Wir ­brauchen gegen Bayern einen perfekten Tag, und wir müssen alles reinhauen, wie letztes Jahr - wir wissen ja wie es geht."

Streich freut sich auf Flick
Für die Fans und die Spieler ist die Partie jede Saison wieder ein Highlight, das weiß auch Christian Streich. ,,Unter Flutlicht ist es immer eine spezielle Atmosphäre, dann ist es noch kurz vor Weihnachten und wir stehen gut da - da ist es vielleicht nochmal ein ­bisschen etwas anderes", sagte der SC-Trainer, der sich auch auf die Begegnung mit Bayern-Coach Hansi Flick freut. ,,Wir kennen uns schon ewig, er hat in Sandhausen gespielt, als ich beim Freiburger FC war", erzählte Streich, ,,er ist sehr zugewandt, das Gegenteil von einem abgehobenen Menschen."

Andere Erwartungshaltung
In den vergangenen Spielen sei zudem ,,Bayern wieder Bayern-like" gewesen, auch wenn sich das nicht immer - wie zuletzt beim 6:1 gegen Bremen - in Siegen ausgezahlt habe. ,,Sie spielen wieder extrem gutes Gegenpressing und laufen ständig in die Tiefe." Seine Mannschaft müsse sich daraus befreien ,,und immer mitspielen, wenn es geht". Nachdem sich die Freiburger in Berlin gegen einen sehr defensiv ausgerichteten Gegner schwer getan hatten, Torchancen herauszuspielen, stehen sie nun vor einer anderen Herausforderung. ,,Ich hoffe, dass wir auch Zeiten haben, wo wir den Ball besitzen", sagte Streich, ,,aber gegen Bayern gibt es eine andere Erwartungshaltung, da wird einem mehr verziehen."

Jonathan Schmid ,,eher nicht"
Verzichten muss er eventuell erstmals in dieser Saison auf Rechtsverteidiger Jonathan Schmid, der einen Schlag auf die Wade bekommen hat und laut Streich ,,eher nicht" spielt. Als Ersatz käme neben Kapitän Mike Frantz oder einem auf anderer Position eingesetzten Janik Haberer auch Yannik Keitel aus der U23 in Frage. ,,Er macht es gut im Training, deshalb ist er mit in der Verlosung", sagte Streich. Das Tor wird hingegen erneut Mark Flekken hüten, wahrscheinlich auch im letzten Spiel vor der Winterpause am Samstag auf Schalke. Alexander Schwolow hat noch Trainingsrückstand, so dass es erst im neuen Jahr einen Konkurrenzkampf um den Platz zwischen den Pfosten geben dürfte. 
Vor der Niederlage bei Hertha BSC am vergangenen Wochenende standen die Freiburger in der Tabelle sogar vor den Bayern. Mit einem Sieg würden sie die Münchner wieder überholen. Darüber macht sich Streich jedoch keine Gedanken, er wisse nicht mal, wie viele Punkte Bayern hat. ,,Wir wollen den Leuten ein tolles Spiel bieten, die kommen ja wegen uns", sagte der SC-Coach.


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