Bundesliga 
SC Freiburg will Klinsmann einen Streich spielen
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle dpa-pipeline

Drei Spiele hat der SC Freiburg noch vor der Winterpause, in denen die Mannschaft das bereits gut gefüllte Punktekonto weiter aufstocken will. Am Samstag (15.30 Uhr) geht es in die Hauptstadt zu Hertha BSC, wo Christian Streich erstmals auf Jürgen Klinsmann treffen wird.

Nur ein Jahr Altersunterschied trennt den 54-jährigen Streich vom 55-jährigen Klinsmann, dessen bewegte Karriere er allerdings bislang nur aus der Ferne beobachtet hat. ,,Ich habe ihm viele Jahre im Fernsehen beim Fußballspielen zugeschaut", sagte der SC-Coach, ,,er ist eine spannende Persönlichkeit im deutschen Fußball, sowohl als Spieler als auch als Trainer." In Berlin hat sich der ehemalige Bundestrainer, der außerdem eine knappe Saison Bayern München trainierte, nun auf eine schwierige Aufgabe eingelassen.

,,Kein so brutaler Druck"
Anstatt um die internationalen Plätze mitzuspielen, kämpft das Team gegen den Abstieg und wartet seit sieben Spielen auf einen Sieg. In den beiden Partien unter Klinsmann verlor Hertha gegen Dortmund und holte einen Punkt in Frankfurt. ,,Bei einem Verein, der mit finanzkräftigen Investoren arbeitet, gibt es eine andere Erwartungshaltung", weiß Streich, ,,und natürlich ist die Drucksituation anders als bei uns in Freiburg, wenn wir in so einer Situation stecken." Davon sind die Freiburger im Moment aber weit entfernt. ,,25 Punkte hatten wir sehr selten vor Weihnachten", freut sich der Trainer, ,,so dass wir jetzt nicht so einen brutalen Druck haben."

Trotzdem sei er noch sehr ehrgeizig und erwartet das auch von seinen Spielern. Weihnachten und die Winterpause würden in den Köpfen noch keine Rolle spielen, denn ,,es sind noch drei Spiele, und es gibt noch viel zu gewinnen und zu verlieren". Zweimal muss der Sport-Club auswärts ran (in Berlin und auf Schalke), dazwischen kommt der FC Bayern nach Freiburg. Der Sport-Club hat auswärts zwar schon so viele Punkte geholt wie in der gesamten Vorsaison, aber auch seit vier Spielen nicht mehr in fremden Stadien gewonnen, und Streich war mit der Defensivleistung in Mönchengladbach und in Leverkusen unzufrieden. ,,Wir wollen uns wieder anders präsentieren", kündigte er deshalb an.

,,Präsenz zeigen"
Entscheidender als die Ausrichtung der Hertha, die zuletzt von der Vierer- zur Dreierkette wechselte, sei dabei das eigene Auftreten. Die Spieler müssten ,,Präsenz zeigen und Zweikämpfe gewinnen", und zwar von Beginn an. Ob das auch für den hochmotivierten Vincenzo Grifo nach seiner abgesessenen Rot-Sperre gilt, ließ Streich offen. Zum Kader gehört der Italiener aber auf jeden Fall wieder. ,,Vince hat gut trainiert und man hat gemerkt, dass er unter einer gewissen Spannung steht", berichtete Streich, ,,es war schade, dass er nicht kicken konnte, aber er ist für die Mannschaft eingestanden, mit allen Konsequenzen."

Keine Veränderung wird es im Tor geben, das erneut Mark Flekken hütet, da Stammkeeper Alexander Schwolow nur eingeschränkt trainiert hat und laut Streich ,,ziemlich sicher nicht dabei sein wird".


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