Bundesliga 
SC Freiburg will dritten Sieg im Baden-Derby gegen Hoffenheim
SC-Trainer Christian Streich will mit seiner Mannschaft auch beim Derby in Hoffenheim etwas Zählbares mitnehmen. Bildquelle Iris Rothe

Nach der Länderspiel-Pause geht es für den SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga mit dem Baden-Derby bei der TSG Hoffenheim (morgen, 15.30 Uhr/Sky) weiter, bei dem der Sport-Club von knapp 3000 Fans unterstützt wird. Die Schlagzeilen bestimmt davor ein Spieler, der nur als Zuschauer dabei sein wird.

Nach seiner Leih-Rückkehr in der Rückrunde der vergangenen Saison ist Vincenzo Grifo am letzten Tag des Transferfensters ganz zum Sport-Club zurückgekehrt. Trotz der diesmal festen Verpflichtung ist das erneut mit einer Sperrklausel für das Spiel gegen Hoffenheim verbunden, allerdings nur in der Hinrunde. Trainer Christian Streich zeigte dafür Verständnis, »weil es eine sehr spezielle Geschichte ist«. Der SC müsse der TSG dankbar sein, dass sie den italienischen Nationalspieler abgegeben hat, findet Streich. »Bei mir überwiegt die Freude, und wir hoffen, dass er lange Zeit bei uns ist und gut kickt.«

Auch ohne Grifo hat Streich personell eine große Auswahl, weil neben den Langzeitverletzen Mark Flekken und Marco Terrazzino nur Manuel Gulde und Florian Kath (beide angeschlagen) ausfallen. »Zum Glück haben wir viele gesunde Spieler«, sagt der SC-Coach. Mit 29 Profis ist der Kader jedoch größer, als es ihm eigentlich lieb ist. Deshalb wird er »wieder drei Spieler auf die Tribüne setzen, bei denen es keine Berechtigung hat«, obwohl im Spieltagskader seit dieser Saison 20 statt bisher 18 Profis erlaubt sind.

Keine klare Linie

So zufrieden Streich mit der Personalsituation ist, mit dem Saisonstart ist er es nur bedingt. Mit sechs Punkten aus drei Spielen ist der Sport-Club zwar im Soll, aber »in unseren Spielen gab es keine Kontinuität und keine klare Linie. Es kann gut sein, dass wir mit einer anderen Elf spielen«, kündigte er deshalb an. Bei der Niederlage gegen Köln vor der Länderspiel-Pause haben einige Formkurven nicht gestimmt, sodass es schon deshalb Grund zum Wechseln gibt. Hinzu kommt, dass ein Teil der Nationalspieler erst spät nach Freiburg zurückkehrte. Und bei der taktischen Arbeit im Training fehlten dann »genau die, die es brauchen würden«. Streich meinte damit beispielsweise die beiden südkoreanischen Neuzugänge Changhoon Kwon und Wooyeong Jeong.

Sämtliche Nationalspieler hat der SC-Trainer am Fernseher beobachtet, soweit die Spiele übertragen wurden und sie überhaupt zum Einsatz kamen. Der Eindruck, den er sich dabei über ihren körperlichen Zustand und ihr spielerisches Niveau gemacht hat, wird genauso in die Überlegungen vor dem Spiel bei der TSG einfließen wie die Leistungen der in Freiburg verbliebenen Spieler. Die konnten unter anderem das Testspiel gegen den Zweitligisten FC Aarau (4:2) nutzen, um sich für einen Platz in der Start-elf zu bewerben. Diese Chance hat seitdem auch wieder der zuletzt nicht mehr berücksichtigte Yoric Ravet, der »gut gespielt hat« (Streich).

Offensive Ausrichtung

»Wir wollen ihnen richtig Paroli bieten, mit dem Anspruch, uns mit ihnen auf Augenhöhe zu messen«, erklärte der SC-Coach vor dem Spiel bei der TSG, die unter Alfred Schreu-
der »ein bisschen anders als unter Julian Nagelsmann« spiele. »Es ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die gut umschalten kann und nicht unter allen Umständen den Ball haben will.« Vergangene Saison hat der SC die beiden torreichen Spiele gegen Hoffenheim (1:3 und 2:4) verloren. »Da gab es Mängel in der Defensive beider Mannschaften«, sagte Streich, der sein Team trotzdem nicht nur verteidigen lassen will - »wir wollen unser Glück auch in der Offensive suchen«.


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