Bundesliga 
SC Freiburg: Wen soll Streich bloß streichen?
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Nach dem erfolgreichen Rückrundenstart mit dem Sieg in Mainz empfängt der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) den Tabellenletzten SC Paderborn. Trainer Christian Streich hat die Qual der Wahl, denn die personelle Situation ist so gut ist wie seit Wochen nicht. Es gibt kurzfristig noch Tickets.

,,Wir wissen, dass wir bei einem Sieg 32 Punkte hätten, das wäre eine außergewöhnliche Ausgangsposition für den Rest der Saison", sagte Trainer Christian Streich. Der Klassenerhalt wäre den Freiburgern kaum noch zu nehmen und sie könnten sich möglicherweise schon bald neuen Zielen widmen. Genau in dieser Situation lauere die Gefahr, befürchtet Streich, der deshalb ,,sehr, sehr gespannt" ist, wie sich seine Mannschaft gegen den Aufsteiger behauptet, gegen den sie klarer Favorit ist.

,,Brutal verteidigen"
Schon im Hinspiel stellte Paderborn die Freiburger vor große Probleme, auch wenn der SC 3:1 gewann. ,,Da haben wir wild gespielt und sind hinterher gerannt, aber wir hatten eine gnadenlose Effizient", erinnerte sich der SC-Coach, der sich als Fan des Paderborner Offensivspiels outete. ,,Ich schaue sie gern an", sagte Streich, ,,aber sie haben zu viele individuelle Fehler gemacht, deswegen haben sie so wenig Punkte." Für sein Team gehe es deshalb vor allem darum, ,,brutal zu verteidigen und den Schlagabtausch zu unterbinden, sonst wirst du dein blaues Wunder erleben".

Vor dem Spiel in Mainz hatte er lange überlegt, wie er die Startelf besetzen soll und sich erst wenige Stunden vor dem Anpfiff entschieden. Diesmal könnte es für Streich und sein Trainerteam noch schwieriger werden, denn es fehlen nur noch der Langzeitverletzte Lukas Kübler (Reha nach Knie-OP) und Wooyeong Jeong, der bei der U 23-Asienmeisterschaft mit Südkorea das Finale erreicht hat. Mittelfeldspieler Nicolas Höfler hat seine Gelb-Sperre abgesessen und ist in fittem Zustand normalerweise gesetzt, Luca Waldschmidt ist wieder gesund und Vincenzo Grifo brennt auf einen weiteren Einsatz von Beginn an. Andererseits gab es beim Sieg in Mainz keinen, der abgefallen ist. ,,Es kann eine schwierige Situation werden für den einen oder anderen Spieler", sagte Streich.

Kwon ist angekommen
So gut wie sicher dabei sein dürfte Changhoon Kwon, der im Hinspiel in Paderborn nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit sein erstes Tor für den Sport-Club erzielte und erst am vergangenen Wochenende sein zweites bejubeln konnte, beim zweiten Startelfeinsatz in dieser Saison. Der südkoreanische Nationalspieler musste sich in der Hinrunde mit Kurzeinsätzen begnügen. ,,Ich habe die Zeit gebraucht, um körperlich und geistig anzukommen, und ich bin dankbar, dass sie mir gegeben wurde", sagte der 25-Jährige, der im Sommer aus Dijon kam und zuvor längere Zeit verletzt war. ,,Jetzt habe ich keine Beschwerden mehr und ich bin zufrieden in Freiburg."

Weil nur 400 Paderborner ihr Team im Schwarzwald-Stadion unterstützen werden, gibt es noch rund 400 Tickets für SC-Fans auf der Südtribüne. Vor der Partie gab der Sport-Club außerdem bekannt, dass der frühere Lokalrivale und jetzige Oberligist Freiburger FC neuer Kooperationspartner wird. Profitieren sollen davon vor allem die Talente der Stadt zwischen der U 14 und der U 23.


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