Bundesliga 
SC Freiburg: Streich entspannt
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Vieles war so wie immer, als sich der SC Freiburg zum 13. Mal in Folge in Schruns auf die kommende Bundesligasaison vorbereitete, und doch waren ein paar Dinge zumindest ein bisschen anders. Heißer war es als in den Vorjahren, und der Trainingsrhythmus wurde leicht abgeändert.
 

Meistens sagt die Stimmung von Christian Streich einiges aus über den Zustand der Mannschaft. Wenn zu viele Spieler verletzt sind und der Konkurrenzkampf nicht groß genug ist, sinkt das Laune-Barometer des SC-Trainers zusehends. Von daher darf seine Gelassenheit zum Ende des zehntägigen Trainingslagers in Schruns als gutes Zeichen gewertet werden, auch wenn es teilweise über 30 Grad heiß war. »Wir fühlen uns hier in Schruns wie daheim«, sagt Streich, »nichts ist aufgeregt.«

Flekken keine Notlösung
Getrübt wurde das positive Gesamtbild, das sich auch im Miteinander der Spieler widerspiegelte, nur durch den Bänderriss von Janik Haberer bei der 2:4-Niederlage gegen den VfB Stuttgart zum Start des Trainingslagers. Der 25-Jährige hat sich jedoch das ehrgeizige Ziel gesetzt, zum Bundesligastart schon wieder fit zu sein. Um Haberer hatte es genau wie um Torwart Alexander Schwolow Wechselspekulationen gegeben. Beide gehen nach Stand jetzt davon aus, dass sie bleiben, haben aber auch beim SC Konkurrenz. Schwolow hat wie zuvor in Freiburg auch in Schruns nur individuell trainiert, dort allerdings wieder mit dem Ball, und will erst in dieser Woche wieder mit dem Team auf den Platz gehen.

Ersatzkeeper Mark Flekken hat sich nicht nur mit dem letzten Saisonspiel gegen Nürnberg, sondern auch in den Trainingseinheiten in Stellung gebracht und gezeigt, dass er keine Notlösung wäre. »Aber wir wollen, dass Schwolli gesund wird, dann sind wir froh«, sagte Streich. Selbst wenn Haberer im Mittelfeld in gesundem Zustand kaum aus der Startelf wegzudenken ist, hat auch er seinen Stammplatz nicht sicher, da Nicolas Höfler, Mike Frantz, Amir Abrashi und Jerome Gondorf fit sind und ebenfalls den Anspruch haben, von Beginn an zu spielen. Angesichts des großen 31-Mann-Kaders, mit dem der SC nach Schruns reiste, gilt das für mehrere Positionen.

Kader reduzieren
»Im Training sind alle voll dabei, aber auf eine gute Art - trotz Konkurrenzkampf«, erklärte Streich. Trotzdem wünscht er sich während der Saison eine kleinere Gruppe, »damit kein Frust entsteht bei denen, die ein paar Mal hintereinander nicht dabei sind«. Noch hat sich aber nichts getan bei Spielern, die verliehen werden könnten wie Fabian Rüdlin und Florian Kath oder Spielern, die abgegeben werden sollen, wie Yoric Ravet, Patrick Kammerbauer und Marco Terrazzino, die kaum Chancen auf Bundesligaeinsätze haben.

Sie kamen im Doppeltest zum Abschluss des Trainingslagers zu weniger Spielpraxis als erhofft, weil der Kader des türkischen Erstligisten Kayserispor nicht groß genug war, um die vereinbarten zweimal 75 Minuten zu spielen. Nachdem die erste Freiburger Elf durch Tore von Jonathan Schmid und Nils Petersen 2:0 gewann, hätte die zweite Elf gegen die entkräfteten Gegner beim 9:1 in 60 Minuten sogar noch mehr Tore erzielen können. Die Südkoreaner Woo-Yeong Jeong und Chang-Hoon Kwon deuteten an, dass sie eine Bereicherung sein können.

Nach der Rückreise am Samstag folgten zwei freie Tage, und nächsten Samstag (14 und 16 Uhr) hofft der Sport-Club auf einen aussagekräftigen Doppeltest gegen Cagliari zur Saisoneröffnung im Schwarzwald-Stadion.


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!