Bundesliga 
SC Freiburg startet gegen "Angstgegner" Mainz in die Saison
Die Spieler des SC Freiburg wollen besser in die Saison starten als in den vergangenen beiden Jahren. Bildquelle Iris Rothe

Mit dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) startet der SC Freiburg in seine 20. Bundesliga-Saison, die zugleich die letzte im alten Stadion sein wird. Der erste Gegner hat den Freiburgern zuletzt nicht gelegen, hat aber deutlich größere Verletzungssorgen.
 

Wenn man den Andrang beim öffentlichen Training am Donnerstagvormittag zum Maßstab nimmt, ist die Vorfreude der Fans auf die neue Saison groß. Die Spieler mussten nach der eher lockeren Einheit auf dem Platz auf dem Weg zur Kabine eine Zusatzschicht einlegen und reichlich Autogramme schreiben und für Fotos posieren. »Es ist cool zu Hause zu starten, diese Anfangseuphorie mitzunehmen, dass die Bundesliga wieder losgeht«, sagt Linksverteidiger Christian Günter, »alle sind heiß drauf, wir genauso.«

Letzte Saison im Schwarzwald-Stadion

Für Trainer Christian Streich hat es hingegen »keine Relevanz, ob wir diese Woche oder nächste ein Heimspiel haben«. Auch dass es der Auftakt zur letzten Saison im Schwarzwald-Stadion sein wird, in der das Ziel Klassenerhalt eine noch größere Bedeutung hat als sonst, möchte er am liebsten nicht thematisieren. Es sei nicht förderlich, darüber zu reden, dass es »nochmal mehr Druck ist - dann weiß ich, was dabei raus kommt«.

Nachdem der Sport-Club in den vergangenen beiden Jahren nicht gut in die Saison gestartet ist, soll gegen direkte Konkurrenten diesmal möglichst schon zu Beginn gepunktet werden. Nach dem Heimspiel gegen Mainz trifft der SC gleich auf die Aufsteiger Paderborn und Köln. »Wir sind ein Stück weit unter Druck und wollen natürlich mit einem Sieg starten«, betont Günter, »wir wissen auch, dass die vermeintlich schwächeren Gegner kommen, aber in der Bundesliga muss man jeden Gegner gleich angehen.«

Gäste mit Personalsorgen

Und der erste aus Mainz ist wahrlich kein Lieblingsgegner der Freiburger. Die letzten drei Spiele hat der SC verloren, im April sogar mit 0:5 - »ein richtig schräges Spiel«, wie sich Streich ungern erinnert. FSV-Trainer Sandro Schwarz reist jedoch mit einigen Sorgen im Gepäck nach Freiburg. Sein Team musste die Enttäuschung wegstecken, in der ersten Pokalrunde in Kaiserslautern ausgeschieden zu sein, und hat bereits langwierige Verletzungsausfälle zu verkraften. Die Stürmer Jean-Philippe Mateta und Dong-Won Ji werden monatelang fehlen, und das gilt auch für Verteidiger Stefan Bell.

Neuzugang Kwon wieder im Kader

Die Freiburger Ausfälle sind dagegen weniger gravierend, denn die Personalsituation hat sich vor dem Bundesliga-Start verbessert. Neuzugang Changhoon Kwon ist nach einem Muskelfaserriss wieder im Mannschaftstraining und könnte im Kader stehen, wahrscheinlich aber nicht von Beginn an spielen. Bei Janik Haberer (doppelter Bänderriss) hat es noch nicht gereicht, aber auch er soll nächste Woche wieder mit dem Team trainieren. So ist es gut möglich, dass Streich gegen Mainz die gleiche Startelf aufstellt wie mühsamen Erfolg im Pokal am vergangenen Wochenende in Magdeburg.


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