Bundesliga 
SC Freiburg muss die Pokal-Träume begraben
Zweikampf zwischen dem Berliner Anthony Ujah (l.) und Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg. Bildquelle dpa

Keine Revanche für die Niederlage in der Bundesliga: Der SC Freiburg hat auch das DFB-Pokalspiel gegen Union Berlin verloren. Beim 1:3 (1:1) hatte Robin Koch am Dienstagabend den Führungstreffer von Joshua Mees zwar ausgeglichen, aber am Ende schossen Robert Andrich und Christian Gentner die Berliner in die dritte Runde.
 

Im Gegensatz zum Ligaspiel vor anderthalb Wochen in Berlin kam es im Pokal zum Bruderduell zwischen Nico und Keven Schlotterbeck, die beim Sport-Club beziehungsweise Union jeweils in der Dreierkette agierten. Nico Schlotterbeck hatte aber auch die erste Torchance im ausverkauften Stadion, in dem vor dem Anpfiff mit einer Choreografie dem vor zehn Jahren verstorbenen Präsidenten Achim Stocker gedacht wurde. Nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo landete Schlotterbecks Kopfball (9. Minute) am langen Pfosten.
Neben Grifo und Schlotterbeck gehörten noch Nils Petersen, Mike Frantz und Roland Sallai zu den fünf Neuen in der Anfangsformation nach dem Heimsieg gegen Leipzig. Wie beim Spiel in der Alten Försterei zehn Tage zuvor hatten die Freiburger mehr Ballbesitz, mit dem sie jedoch zunächst erneut nicht viel anfangen konnten. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Grifo leitete die zweite SC-Chance durch Petersen (20.) ein, der nach einer Vorlage von Janik Haberer übers Tor schoss. Und wie in Berlin gerieten die Freiburger in Rückstand, als Joshua Mees (36.) eine Flanke von Anthony Ujah ins Tor köpfte. Der frühere Freiburger hatte auch die erste Möglichkeit für die Gäste, bei der Torwart Mark Flekken (13.) aber keine Probleme hatte.
Diesmal gelang es dem Sport-Club aber noch vor der Pause auszugleichen. Nach einer Ecke von Grifo stieg Robin Koch (45.+2) am höchsten und köpfte das 1:1. Und zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Freiburger auch darum bemüht, gleich nachzulegen. Nach einer Flanke von Dominique Heintz, der sich immer wieder ins Offensivspiel einschaltete, fiel Sallai (50.) und forderte Elfmeter, den Schiedsrichter Kampka aber nicht gab. Der Ungar hatte bisher nur in der ersten Pokalrunde in Magdeburg zur Startelf gehört, blieb jedoch erneut glücklos und wurde nach einer Stunde durch Lucas Höler ersetzt.

Wenig Tempo

Beide Mannschaften hatten da allerdings das Tempo etwas zurückgefahren und auch im Stadion ging es ungewöhnlich ruhig zu. Offenbar hatte es Vorfälle im Gästeblock gegeben, so dass sich die Fans absprachen, ihre Teams nicht mehr anzufeuern. Und auf dem Feld passierte zunächst auch nur wenig, um sie aus dieser Lethargie zu holen. Der SC war zwar deutlich überlegen, kam jedoch außer bei Standards nicht vors Berliner Tor von Ex-SC-Keeper Rafal Gikiewicz. Und auch Union wurde nur bei ruhenden Bällen gefährlich. Nach einer Ecke köpfte Keven Schlotterbeck (82.) aber in die Arme von Flekken.
Die Gästefans wurden dann aber nochmal kurz laut, als Robert Andrich (87.) mit einem Schuss aus rund 18 Metern das überraschende 2:1 für Union erzielte, nachdem Jonathan Schmid gegen Mees den Ball verloren hatte. Nach einem Konter erhöhte der eingewechselte Christian Gentner (90.+2) noch auf 3:1. Der DFB-Pokal ist für den Sport-Club damit wie in der Vorsaison bereits in der zweite Runde beendet.


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