Bundesliga 
SC Freiburg mit viel Rückenwind nach Düsseldorf
Die Trainer-Veteranen Christian Streich (l.) und Friedhelm Funkel treffen am Sonntag in Düsseldorf aufeinander. Bildquelle dpa

Nach dem besten Bundesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte mit zehn Punkten aus fünf Spielen will der SC Freiburg seine Bilanz bei Fortuna Düsseldorf (Sonntag, 15.30 Uhr) weiter aufbessern und auch im dritten Auswärtsspiel erfolgreich sein. Verzichten muss der Sport-Club im Auswärtsspiel nur auf den verletzten Kapitän Mike Frantz.

Da die Freiburger sechs ihrer zehn Punkte in den beiden Auswärtsspielen geholt haben, so viele Siege wie in der gesamten Vorsaison, hofft Nils Petersen schon darauf, dass das »eine neue Stärke von uns werden könnte«. Und Dominique Heintz findet es »cool, solche Statistiken mal zu drehen«. Der Innenverteidiger würde es gut finden, wenn die Differenz wischen Heim- und Auswärtstabelle diesmal nicht so groß wäre. Den 25 Punkten im eigenen Stadion standen nur elf Punkte in fremden entgegen. »Es ist auch schön für die Fans, die uns immer begleiten, auswärts mal drei Punkte bejubeln zu können«, sagt Heintz. Mindestens 1500 werden es in Düsseldorf sein.

Schlechte Erinnerungen

Nach den erfolgreichen Gastspielen in Paderborn und Hoffenheim kann der SC »selbstbewusst und mit einem positiven Gefühl nach Düsseldorf fahren, aber jeder muss wieder ans Limit gehen und sich seiner Aufgaben bewusst sein«, warnt Heintz. Dem schließt sich sein Trainer an, dem die 0:2-Niederlage in Düsseldorf im Dezember 2018 »noch stinkt«, weil die Leistung eine der schlechtesten in der vergangenen Saison war. Der SC war damals der Aufbauhelfer für die Fortuna, die nach dem Sieg gegen Freiburg dreimal in Folge gewann, unter anderem gegen Dortmund.
Nach den Abgängen der Leistungsträger Dodi Lukebakio und Benito Raman haben die Düsseldorfer auch zu Beginn dieser Saison Probleme und haben erst einen Sieg im ersten Spiel in Bremen und ein Unentschieden gegen Wolfsburg geholt. »Sie sind wütend, dass sie zu wenig Punkte haben, das macht sie noch gefährlicher«, sagt Streich, »und sie werden uns selbstverständlich nicht unterschätzen.« In der Mannschaft sei »eine klare Handschrift« von Trainer Friedhelm Funkel erkennbar, »sie arbeiten alles ab, und ein richtiger Packen Emotionalität ist auch dabei«.

Intensive Woche

Optimistisch stimmt Streich neben den Erfolgserlebnissen die »extrem intensive Trainingswoche - diese Intensität brauchen wir minimum, um in Düsseldorf bestehen zu können.« Der große Kader und die wenigen Verletzten sorgen für »eine erfreuliche Eigendynamik, ich musste sie nicht antreiben«, berichtet der SC-Trainer. Jeder wolle sich empfehlen und mache es ihm schwer, sich für eine Aufstellung zu entscheiden. Deshalb ist auch noch offen, wer für Kapitän Mike Frantz (Adduktorenzerrung) in die Startelf rückt. Gerade im Offensivbereich und im Mittelfeld habe er »selten so viele Möglichkeiten« gehabt, erklärt Streich.
Beste Voraussetzungen also für das Spiel in Düsseldorf, in dem der Sport-Club dafür sorgen, dass Platz vier in der kommenden Woche die »Momentaufnahme« (Streich) bleibt. »Nach fünf Spieltagen hat die Tabelle nur wenig Aussagekraft«, sagt Heintz, »für die Fans ist es natürlich schön, uns so weit oben zu sehen und sie dürfen auch träumen, aber wir müssen realistisch bleiben, wir haben noch viele und richtig schwere Spiele.« Als solches stuft der 26-Jährige auch die Partie bei der Fortuna ein.


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