Bundesliga 
SC Freiburg kassiert eine Packung
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle dpa-pipeline

Bei der zweiten Niederlage in Folge verlor der SC Freiburg beim 1. FC Köln auch in der Höhe verdient mit 0:4. Die Freiburger erspielten sich nur wenige Chancen, während Köln durch vier verschiedene Torschützen erfolgreich war.
 

Im Vorfeld des Spiels haben viele zurückgeblickt auf die letzte Partie beider Teams im Dezember 2017, als der Sport-Club im Schneetreiben einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg drehte. Emotional, kämpferisch und spielerisch war Freiburg diesmal jedoch weit entfernt von so einer Leistung. Der SC hatte große Probleme mit den früh pressenden, aggressiven Kölnern.

Schlechte Tagesform
Die Freiburger hatten zwar die erste Großchance durch Manuel Gulde (5. Minute), dessen Kopfball nach einer Ecke an die Latte klatschte, scheiterten danach aber immer wieder beim Versuch, körperlich dagegen zu halten. Nach der Heimniederlage gegen Paderborn nahm Trainer Christian Streich nur einen Wechsel vor, indem er im Mittelfeldspieler Nicolas Höfler für Amir Abrashi aufstellte, doch auch in Köln hatten wieder zu viele Spieler eine schlechte Tagesform. ,,Uns sind fußballerisch keine Lösungen eingefallen", gab sich Gulde selbstkritisch.

Die Kölner hatten diese Lösungen, benötigten in der ersten Hälfte aber eine Standardsituation für den Führungstreffer. Nach einer Ecke konnte Torwart Alexander Schwolow zunächst noch gegen Rafael Czichos (29.) parieren, beim Nachschuss, an dem sowohl Sebastian Bornauw als auch Dominick Drexler ihren Fuß hatten, war er jedoch machtlos. Dass die Freiburger kurz vor der Pause sogar noch die Chance zum Ausgleich hatten, war einem langen Ball von Robin Koch zu verdanken, den Changhoon Kwon (42.) volley nahm und damit Torwart Timo Horn zu einer starken Parade zwang.

Ellbogencheck
Lucas Höler fand die erste Halbzeit ,,noch ganz okay", und die Mannschaft habe sich ,,viel vorgenommen für zweite". Zu sehen war davon jedoch wenig, obwohl mit Luca Waldschmidt für Janik Haberer vermeintlich mehr Offensivpotenzial ins Spiel kam. Eine Wende hätte es vielleicht geben können, wenn ein Ellbogencheck gegen Höler im Strafraum geahndet worden wäre. ,,Überall auf dem Platz wäre es Foul gewesen, und da wird es nicht gepfiffen", ärgerte sich der SC-Stürmer, der jedoch auch zugab, dass sein Team ,,nicht die Durchschlagskraft" hatte.

Mit dem 2:0-Abstaubertor von Cordoba (55.) machten die Kölner bereits alles klar, denn sie ließen keine Chancen mehr zu. Daran konnte auch der eingewechselte Roland Sallai nichts ändern, der für Nils Petersen in einem für den SC-Rekordtorschützen enttäuschenden 200. Bundesligaspiel kam. Die Kölner verbesserten ihr Torverhältnis erst in der Nachspielzeit, als zunächst Kingsley Ehizibue (90.+1) und dann Ismail Jakobs (90.+2) Schwolow bezwangen, der sauer war. ,,Unser Zweikampfverhalten hat nicht gestimmt, man muss in den entscheidenden Situationen auch mal dazwischen klopfen", sagte der SC-Keeper. 

Hoffenheim kommt
Der Sport-Club bleibt Achter und hat immer noch einen großen Vorsprung auf die Abstiegsplätze, die direkten Verfolger sind aber näher gerückt. ,,Wir müssen wieder punkten, sonst rutschen wir unten rein", warnte Höler, der schon vorausblickte aufs nächste Heimspiel gegen Hoffenheim, in dem mit einem Sieg die 30-Punkte-Marke geknackt werden soll.


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