Bundesliga 
SC Freiburg hatte Glück und Schwolow
Alexander Schwolow Bildquelle dpa

Beim 1:0-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim war der SC Freiburg zunächst verunsichert, steigerte sich aber nach dem Elfmetertor von Luca Waldschmidt, hatte dann einen guten Torhüter, und bekam eine ungewöhnliche Liebeserklärung.
 

Komplimente bekommt SC-Trainer Christian Streich häufig, das von TSG-Coach Alfred Schreuder am Samstagabend war jedoch besonders. ,,Ich muss meinen Kollegen beglückwünschen, weil ich liebe ihn einfach", sagte Schreuder und sorgte damit für Gelächter in der Pressekonferenz. ,,Dankeschön vielmals Alfred, mir geht's auch so", antwortete der zunächst etwas verdutzte Streich lächelnd - das Video dürfte im Internet mittlerweile sehr oft angeklickt worden sein.

Waldschmidt der Matchwinner
Das hielt Streich aber nicht davon ab, während der 90 Minuten auch mal ein paar böse Blicke in Richtung Gästebank zu werfen, denn da gelten die Sympathien nur dem eigenen Team, und das war nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge verunsichert. Um wieder kompakter zu agieren, stellte Streich auf 4-4-2 um, beorderte für mehr Zweikampfhärte Amir Abrashi in die Startelf und für mehr Kreativität in der Offensive Luca Waldschmidt, der erstmals seit Oktober wieder von Beginn an spielte.

Obwohl ihm die fehlende Spielpraxis nach seinen schweren Verletzungen im Länderspiel gegen Weißrussland noch anzumerken war, hatte Waldschmidt (9. Minute) die erste große Chance. Nach einem Angriff über Lucas Höler und einer Kopfballverlängerung von Nils Petersen köpfte der Stürmer jedoch zu unplatziert. Den Elfmeter (40.) nach einem unnötigen Foul an Christian Günter verwandelte Waldschmidt hingegen wie üblich sehr souverän, zum dritten Mal in dieser Saison. ,,Ich habe da meine Abläufe, beobachte was der Torwart macht, und versuche die Ecke gut zu treffen", erklärte der 23-Jährige.

Koch blutete stark
Das Führungstor habe seiner Mannschaft ,,in die Karten gespielt", sagte Waldschmidt, es sei aber auch ganz normal, dass man nach einer 0:4-Niederlage in Köln nicht mit dem größten Selbstbewusstsein auf den Platz gehe, ,,aber wir haben ein bisschen besser gespielt als vorher, ein Stück weit Glück gehabt, und Schwolow hat gut gehalten". Das erste Mal richtig gefragt war Torwart Alexander Schwolow nach einem Fehlpass von Abrashi, als er einen Lupfer von Munas Dabbur (33.) abfing. In der zweiten Hälfte rettete er glänzend gegen Christoph Baumgartner (68.), dessen Schuss er mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte, und bei einem Weitschuss von Ihlas Bebou (88.).

,,Ich bin gottfroh, dass wir gegen so eine Mannschaft gewinnen konnten", gab Streich zu. Und er freute sich auch, dass er bei Robin Koch Entwarnung geben konnte. Der Innenverteidiger war in eine Werbebande gerauscht. Die große Platzwunde wurde genäht und Koch konnte selbständig das Stadion verlassen.


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