Bundesliga 
SC Freiburg geht in der Nachspielzeit gegen Bayern k.o.
Freiburgs Vincenzo Grifo (l.) freut sich über seinen Treffer zum 1:1 gegen Münchens Torwart Manuel Neuer. Am Ende jubelten aber die Bayern über zwei Tore in der Nachspielzeit. Bildquelle Pipeline / dpa

Durch zwei Treffer in der Nachspielzeit hat der SC Freiburg am Mittwochabend das Heimspiel gegen den FC Bayern München verloren - völlig unverdient.

Notgedrungen musste Freiburgs Trainer Christian Streich am Mittwochabend gegen Bayern München seine Startelf im Heimspiel auf zwei Positionen verändern, da neben Jonathan Schmid auch Roland Sallai kurzfristig wegen muskulärer Probleme ausfiel. Es kamen aber nicht nur Kapitän Mike Frantz und Vincenzo Grifo neu in die Mannschaft, der Sport-Club spielte auch in veränderter Systematik, startete erstmals seit längerem wieder in einem 4-4-2, in dem sie in der vergangenen Saison gegen die Bayern zwei Unentschieden holten. Diesmal wurden die Freiburger allerdings in der Anfangsphase von den Münchner in der eigenen Hälfte eingeschnürt. 

Coutinho sorgt für Bayern-Führung

In den ersten zehn Minuten hatten die Bayern gleich zwei Großchancen. Zunächst klärte Manuel Gulde auf der Linie, als Coutinho (2.) nach einem Steilpass allein vor Torwart Mark Flekken aufgetaucht war und diesen überwunden hatte. Dann parierte Flekken nach einer Ecke einen Kopfball von Benjamin Pavard und Thomas Müller (7.) setzte den abgewehrten Ball an den Pfosten. Der Führungstreffer für die Bayern schien nur eine Frage der Zeit zu sein und fiel zehn Minuten später durch Toptorjäger Robert Leandowski, der nach einem Pass von Alphonso Davies frei im Fünfmeterraum zum Abschluss kam.

Freiburg zu Beginn mit großen Problemen

In der ersten halben Stunde hatten die Freiburger große Probleme, überhaupt bis zum gegnerischen Strafraum zu kommen, weil sie beim Versuch das Spiel schnell nach vorne zu treiben, zu ungenaue Pässe spielten. Die erste SC-Chance hatte dann Lucas Höler. Nach einer Flanke von Frantz wehrte Nationaltorwart Manuel Neuer (31.) seinen Schuss jedoch ab. Bis zur Pause folgten zwei weitere gute Möglichkeiten für Freiburg. Grifos Volleyschuss (37.) nach Flanke von Frantz flog weit über das Tor, und eine Hereingabe von Grifo (40.) lenkte Neuer so ab, dass der einschussbereite Nils Petersen nicht an den Ball kam.

Grifo gleicht für den SC aus

Nach Wiederanpfiff traten die Freiburger mit einem ganz anderen Selbstbewusstsein auf. Und dann erwies sich die Auswechslung von Frantz, der sich ohne gegnerische Einwirkung verletzte, als Glücksfall für den SC. Für ihn kam Changhoon Kwon, der einen Ball eroberte, zwei Bayern ausspielte und auf Janik Haberer weiterleitete, nach dessen Flanke Grifo (59.) mit einem Volleyschuss den umjubelten Ausgleich erzielte.

Die Freiburger nutzen die Euphorie, um gleich nachzusetzen. Nach einer Grifo-Flanke flog Petersen (61.) jedoch knapp am Ball vorbei, Höfler (62.) schoss am langen Pfosten vorbei und in der gleichen Minute traf Höler den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig. 

Zirkzee und Gnabry retten die Gäste

Auch Brandon Borrello (77.) und Höfler (86.) ließen gut Chancen liegen. So kamen die Bayern in der Nachspielzeit zum unverdienten Sieg. Der kurz zuvor eingewechselte Joshua Zirkzee (90.+2) schoss das 1:2, Gnabry (90.+5) legte ein weiteres Tor nach.


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