Bundesliga 
SC Freiburg fährt selbstbewusst nach Leverkusen
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Nach der Länderspielpause will der SC Freiburg seine gute Auswärtsbilanz in der Liga ausbauen und hat zwei Chancen - am Samstag in Leverkusen und eine Woche später bei Tabellenführer Mönchengladbach. Allerdings fehlen der verletzte Luca Waldschmidt und der gesperrte Vincenzo Grifo.
 

Dass Vincenzo Grifo nach seiner Roten Karte in der turbulenten Schlussphase beim Heimsieg gegen Frankfurt gesperrt werden würde, war den Verantwortlichen beim Sport-Club klar. Drei Spiele müssen die Freiburger auf den Italiener verzichten, diese Strafe blieb auch nach der mündlichen Verhandlung am DFB-Sportgericht bestehen. Umso bitterer ist deshalb, dass mit Nationalspieler Luca Waldschmidt (Mittelgesichtsfraktur und Verletzungen an Knie und Sprunggelenk) ein weiterer Offensivspieler bis zum Ende der Hinrunde ausfällt. ,,Das ist schade mit Luca und Vince, aber andere haben auch Verletzte, Leverkusen zum Beispiel Kai Havertz", sagte Trainer Christian Streich, ,,jetzt müssen wir schauen, ob die anderen auch an die Leistung ran kommen."

Kader hat mehr Substanz
Ein Grund für die bislang erfolgreiche Saison und den vierten Tabellenplatz ist für Streich der breitere Kader, der mehr Substanz habe, so dass er genügend Spieler hatte, ,,die immer einen positiven Aspekt reinbringen konnten - das ist jetzt ein bisschen anders". Nun wird sich zeigen, ob der Kader qualitativ gut genug ist, die Ausfälle kompensieren zu können. In der Offensive wird sich deshalb noch mehr als ohnehin schon auf Nils Petersen konzentrieren, der die letzten vier SC-Tore erzielt hat und kurz davor steht, Joachim Löw als Rekordtorschützen des Vereins abzulösen. 83 Treffer hat der Bundestrainer in seiner aktiven Karriere für den Sport-Club erzielt, Petersen inzwischen schon 82.

Allerdings haben die Freiburger in Leverkusen schon seit vier Spielen kein Tor mehr erzielt. Zuletzt traf dort Janik Haberer beim 1:1 im Dezember 2016, es war sein erstes Bundesligator. Der Mittelfeldspieler wird nach abgesessener Gelb-Sperre wieder dabei sein. ,,Janik kommt rein, weil er sehr stabil und klar ist in seinem Spiel", sagte Streich. Er könnte entweder neben Nicolas Höfler im Mittelfeld spielen oder eine der offensiven Außenpositionen übernehmen. Verzichten muss der SC hingegen weiter auf Stammtorhüter Alexander Schwolow, nach dessen Muskelfaserriss im Oberschenkel ,,nochmal Probleme aufgetreten sind, so dass er kürzer treten musste", wie Streich berichtete. Wie in den letzten drei Ligaspielen wird Mark Flekken im Tor stehen, der sich als guter Ersatz erwiesen hat.

,,Gegenpressing wird gnadenlos"
Nach bereits drei Auswärtssiegen - so vielen wie in den letzten beiden Spielzeiten zusammen - fährt der Sport-Club ohnehin selbstbewusst nach Leverkusen. ,,Wir müssen weiter machen und wissen, dass das Gegenpressing von Leverkusen gnadenlos wird", so Streich, ,,aber wir sind schon in ganz anderer Situation dort hin gefahren." Mit 21 Punkten, die mehr als die halbe Miete in Richtung Klassenerhalt sind, lässt es sich entspannt zu zwei Auswärtsspielen in Folge reisen, auch wenn Gegner wie Champions-League-Teilnehmer Leverkusen und Tabellenführer Gladbach eine besondere Herausforderung sind.


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