Bundesliga 
SC Freiburg: Der beste Start in 20 Jahren
SC-Fans in Paderborn Bildquelle dpa

In Paderborn hat der SC Freiburg zwar keinen glanzvollen, aber einen historischen Sieg gefeiert. Durch den 3:1-Erfolg beim Aufsteiger ist der Sport-Club erstmals in seiner Bundesligageschichte mit sechs Punkten gestartet.

Wie nach dem Auftaktsieg gegen Mainz vor einer Woche liest sich das Ergebnis deutlicher als das Spiel letztlich war. Bestimmend waren über weite Strecken die Paderborner, die auch einige Großchancen ausließen, effektiver waren hingegen die Freiburger. »Was toll war, dass wir aus den drei Situationen, die wir hatten, drei Tore gemacht haben«, sagte SC-Trainer Christian Streich. Auch der kämpferische Einsatz habe gestimmt, spielerisch war er hingegen nicht zufrieden.

Früher Rückstand
Hinzu kam, dass der Aufsteiger schon sehr früh in Führung ging. Nach einem Konter entwischte Streli Mamba Verteidiger Jonathan Schmid und ließ Torwart Alexander Schwolow beim 1:0 in der 3. Minute keine Chance. »Es steht für die Moral, dass wir so ein Spiel gedreht kriegen«, fand Luca Waldschmidt, der in der 21. Minute mit einem sicher verwandelten Elfmeter ausglich. Christian Strohdiek hatte eine Flanke von Christian Günter mit dem Arm gestoppt, und der SCP-Verteidiger war auch an den beiden noch folgenden SC-Treffern beteiligt.

Nach einem langen Ball von Philipp Lienhart ließ er sich von Nils Petersen (40.) austanzen, der das 2:1 schoss und damit wettbewerbsübergreifend sein zehntes Tor im achten Spiel gegen Paderborn machte. »Klar kann man sich darüber streiten, ob das heute verdient war«, sagte Petersen, »aber wir stehen mit sechs Punkten da, Paderborn mit null - am Ende haben wir ergebnistechnisch alles richtig gemacht.« Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit der eingewechselte Bundesligadebütant Changhoon Kwon (90.+1), der nach einem langen Abschlag und einem gewonnenen Zweikampf von Lucas Höler dessen Vorlage nur noch ins Tor schieben musste.

Zu viele Fehlpässe
»Die zweite Hälfte war Kampf, aber wir haben uns dagegen gestemmt und das Ergebnis verteidigt«, freute sich Waldschmidt. Dass der Sport-Club in seine 20. Bundesligasaison so erfolgreich gestartet ist wie nie zuvor konnte für Trainer Streich jedoch nicht überdecken, dass es für sein Team in den nächsten Wochen noch viel zu tun gibt. »Das Pendel ist diesmal in unsere Richtung ausgeschlagen, das war schon gegen Mainz so«, sagte er, »aber wir haben einiges aufzuarbeiten an Situationen, in denen wir es nicht gut gemacht haben.« Einige Spieler hätten sich wie schon in der Vorwoche zu viele Fehlpässe geleistet, und die Mannschaft müsse insgesamt »stabiler werden«.

Wie schon gegen Mainz, gab es auch in Paderborn Phasen, in denen es anders hätte laufen können. »Klar, hatten wir Glück«, gab auch Luca Waldschmidt zu, es sei aber auch erarbeitet gewesen. Denn die drei Verteidiger Philipp Lienhart, Robin Koch und Nico Schlotterbeck, die wie gegen Mainz in der Dreierkette aufliefen, hätten genau wie Alexander Schwolow »immer noch entscheidend gestört« und so nach dem frühen Gegentor weitere verhindert. 


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