Bundesliga 
SC Freiburg beim extrem motivierten SC Paderborn
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle dpa-pipeline

Nach dem Auftaktsieg gegen Mainz erwartet SC-Trainer Christian Streich bei Aufsteiger SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eine richtig schwere Aufgabe für seine Spieler, die bereit sein müssten sich zu quälen. Janik Haberer ist bei Freiburg zurück im Mannschaftstraining.

Kurios war es schon, dass Patrick Kammerbauer ausgerechnet in dieser Woche zum Probetraining in Paderborn war. Der 22-Jährige war letzte Saison an Kiel ausgeliehen und soll jetzt entweder erneut ausgeliehen oder ganz abgegeben werden, weil er in Freiburg keine Einsatzchancen hat. Der Transferschluss rückt näher, und so blieb kaum eine andere Möglichkeit, als jetzt beim Aufsteiger vorzuspielen. Einen Spionageauftrag hat er nicht mit auf den Weg bekommen. »Wenn er zurückkommt, werde ich ihn nicht fragen, was sie da gemacht haben«, kündigte Streich an, »und wenn er schlau ist, hat er da auch einfach nur versucht, sich zu präsentieren.«

Vollgasfußball
Der SC-Coach hat ohnehin genügend Informationen über den nächsten Gegner gesammelt. Schließlich hat er sich schon in der letzten Saison einige Spiele des damaligen Zweitligisten angeschaut, nicht zuletzt weil SC-Leihspieler Mohamed Dräger dort auf der rechten Außenbahn regelmäßig zum Einsatz kommt und in Paderborn zum tunesischen Nationalspieler wurde, der beim Afrika-Cup bis ins Halbfinale kam. »Er passt genau da rein und hat eine gute Entwicklung gemacht«, sagte Streich, »nicht nur Paderborn ist sehr zufrieden mit ihm, wir auch.« Dass der SCP den 23-jährigen gebürtigen Freiburger gerne fest verpflichten würde, heißt deshalb noch nichts.

Nicht nur Dräger, auch die Spielweise seines Teams hat den SC-Coach überzeugt: »Sie geben Vollgas, nerven den Gegner, haben Aggressivität und Schnelligkeit und richtig viele Dinge, die eine gute Fußballmannschaft ausmachen.« Und im eigenen Stadion sei Paderborn besonders giftig. Da es für den SCP das erste Heimspiel nach dem Aufstieg ist, das von den Fans euphorisch begleitet werden dürfte, müsse seine Mannschaft »die optimale Einstellung« haben und »sich quälen wollen«, betonte Streich.

"Haltung entscheidet"
Die offensive Spielweise, die Paderborns Trainer Steffen Baumgart auch eine Klasse höher beibehalten will, bietet den Gegnern aber auch Chancen, auf die Streich genauso wenig eingehen wollte wie auf die eigene Ausrichtung und Aufstellung. Klar ist für ihn ohnehin, dass »nicht die Taktik, sondern die Haltung entscheidend sein wird«. Die Spieler sollen sich zwar »beschwingt fühlen« durch den Heimsieg gegen Mainz, aber auch »körperlich an ihre Grenzen gehen«.

Nachdem es im ersten Spiel personell Überraschungen gab, könnte es im zweiten wieder Veränderungen geben, obwohl das SC-Team erfolgreich war. Dass Haberer zur Startelf gehören wird, schloss Streich nahezu aus, da er nach einem doppelten Bänderriss erst seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining ist. Neuzugang Chang-Hoon Kwon, der gegen Mainz bereits im Kader stand, habe hingegen durch weitere Einheiten »mehr Power gekriegt«, so dass der Südkoreaner in Paderborn eine Alternative sein könnte. Ob Nico Schlotterbeck auch in Paderborn wieder den Platz von Dominique Heintz in der Innenverteidigung übernehmen wird, ließ Streich offen.


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