Bundesliga 
SC Freiburg auf Platz drei
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Ulrich Marx

Der SC Freiburg hat beim 2:1-Sieg in Düsseldorf einen neuen Vereinsrekord aufgestellt, drei Auswärtssiege zum Start einer Bundesligasaison gab es noch nie. Höhepunkt war der Siegtreffer durch den eingewechselten Luca Waldschmidt.

»Es wäre eigentlich ein Unentschieden-Spiel gewesen«, räumte SC-Trainer Christian Streich ein, »aber wenn es bei einer Mannschaft insgesamt läuft und bei der anderen eher nicht, dann hat sie in solchen Partien das Momentum auf ihrer Seite.« In diesem Fall war das die individuelle Qualität von Luca Waldschmidt, der in der 72. Minute zusammen mit Vincenzo Grifo eingewechselt wurde, in der 81. Minute Richtung Strafraum zog und aus rund 18 Metern das 2:1 schoss. »Es war ein herausragendes Tor, obwohl er fast noch gefoult wurde«, lobte Streich. Der Schütze fand es sinnvoller, sich nicht fallen zu lassen und den Abschluss zu suchen, »da war viel Intuition dabei, ich habe gar nicht mehr richtig gesehen, wo er reingegangen ist.«
Die viel größere Freiburger Chance der zweiten Hälfte hatte zuvor in der 64. Minute Lucas Höler ausgelassen, der nach einem Foul an Nicolas Höfler und anschließendem Videobeweis zum Foulelfmeter antrat und mit einem schwachen Schuss an Torhüter Zack Steffen scheiterte. »Im Training verwandelt er die Elfmeter sicher«, berichtete Streich, »aber jetzt hat er nicht ganz die Nerven gehabt.«

"Gutes Gleichgewicht"
Knapp zehn Minuten später parierte SC-Torwart Alexander Schwolow aus kurzer Distanz spektakulär gegen Bernard Tekpetey (73.), der das Spiel in eine andere Richtung hätte drehen können.
Schwolow konnte damit seinen Fehler aus der ersten Hälfte ausgleichen, als er nach einer Ecke am Ball vorbei faustete und Rouwen Hennings (42.) per Kopf zur Führung für die Fortuna traf, die allerdings nur drei Minuten Bestand hatte. Nach einem langen Ball von Philipp Lienhart versuchte Höler einen Seitfallzieher, Nils Petersen legte den Abpraller raus zu Christian Günter, der im Strafraum quer spielte zu Jonathan Schmid (45.) - und der traf zum 1:1. »Wir haben gerade ein gutes Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive, lassen nicht viel zu, sind effizient und sehr stabil«, erklärte Vorlagengeber Günter das Freiburger Erfolgsrezept.

Vor den turbulenten Schlussminuten war die erste Hälfte jedoch lange Zeit eine sehr zähe Angelegenheit für die knapp 40 000 Zuschauer oder, wie Streich sagte »ein sehr taktisch geprägtes Spiel und nichts für Leute, die Spektakel erwarten«. Er ließ sein Team erneut im 3-4-3 auflaufen und nahm nur einen erzwungenen Wechsel vor, Amir Abrashi spielte für den verletzten Kapitän Mike Frantz. Bis auf eine Möglichkeit für die Fortuna, bei der Dawid Kownacki (28.) den Ball nicht unter Kontrolle bekam, ließen die Freiburger keine Chancen zu, schossen aber vor dem Ausgleich von Schmid nicht einmal aufs Tor. »Wir müssen nicht schön spielen, wenn wir hier die Punkte mitnehmen«, fand Innenverteidiger Dominque Heintz, »und es ist auch wieder schön für die Fans, die uns begleiten.«

Spitzenspiel gegen BVB
Auch wenn die Freiburger sowohl den dritten Auswärtssieg in Folge als auch den dritten Tabellenplatz nicht überbewerten wollten, freute sich Günter schon darauf, am kommenden Wochenende mal »ein Spitzenspiel gegen Dortmund zu haben«.


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