Bundesliga 
SC Freiburg ärgert sich über 0:1 in Berlin
Redebedarf beim SC Freiburg Bildquelle dpa

Durch einen Weitschuss des Ex-Freiburgers Vladimir Darida verlor der SC Freiburg 0:1 in Berlin und bescherte dem neuen Hertha-Trainer Jürgen Klinsmann den ersten Sieg. Nach der vierten Niederlage ist der Sport-Club Sechster und empfängt am Mittwoch Bayern München.

Im Berliner Olympiastadion gab es am Samstag einige Parallelen zum Spiel im Schwarzwald-Stadion eine Woche zuvor. SC-Trainer Christian Streich schickte die gleiche Startelf auf den Platz wie gegen Wolfsburg, erneut glich die Partie einem Abnutzungskampf, die Anzahl an Torchancen war auf beiden Seiten mager - und eine Aktion entschied das Spiel. Gegen Wolfsburg traf Jonathan Schmid kurz vor Schluss mit einem Freistoß, in Berlin erzielte der ehemalige SC-Spieler Vladimir Darida (53.) nach einem Doppelpass aus etwa 20 Metern den Siegtreffer. Torhüter Mark Flekken hechtete vergeblich nach dem Flatterball. 

Zu selten gefährlich
,,Letzte Woche gegen Wolfsburg kann es 0:0 ausgehen, wir gewinnen 1:0. Heute hätten wir einen Sieg verdient, verlieren es aber 0:1", sagte Robin Koch, der kurz nach dem Gegentreffer eine gute Chance zum Ausgleich hatte. Nach einer Ecke von Christian Günter (57.) köpfte er knapp vorbei. Bezeichnenderweise hatte ein weiterer Verteidiger die nächste gute Möglichkeit, aber Manuel Gulde (60.) verzog den Distanzschuss, der sich unverhofft bot. Die Freiburger hatten zwar mehr Ballbesitz (62 Prozent), wurden aber zu selten gefährlich. Daran änderte auch die Einwechslung von Vincenzo Grifo nichts, der nach seiner Rot-Sperre wieder dabei war.

Mit der Kontersicherung seiner Mannschaft war Streich zufrieden, mit der Offensivleistung hingegen gar nicht. ,,Das letzte Durchsetzungsvermögen nach vorne hat gefehlt, wir hatten nicht die allerletzte Überzeugung", sagte der SC-Coach, ,,wir müssen in der Lage sein, gegen einen so angeschlagenen Gegner in Führung zu gehen, dann müssen sie aufmachen und wir haben alle Möglichkeiten." Schließlich hatten die Berliner davor sieben Spiele nicht mehr gewonnen. Streich hatte sie deshalb höher anlaufend und offensiver ausgerichtet erwartet.
,,Es ist mit das Schwierigste im Fußball, gegen einen tief stehenden Gegner, der gut verteidigt, Torchancen herauszuspielen - da tun sich viele Mannschaften schwer", erklärte Günter. Der SC-Kapitän sprach trotz der zu geringen Torgefahr von einer ,,sauunnötigen Niederlage", mindestens einen Punkt hätte der Sport-Club aus der Hauptstadt mitnehmen müssen. Und der hätte auch die Distanz zur Hertha gewahrt, die immer noch zehn Punkte weniger hat als der SC, der mit 25 Punkten Tabellensechster ist. ,,Wenn wir uns festbeißen wollen in anderen Gefilden als hinten, dürfen wir so ein Spiel nicht verlieren", sagte Streich, ,,es ärgert mich, dass wir Hertha wieder mit ins Boot geholt haben."

FC Bayern kommt
Bis auf die Niederlage in Mönchengladbach haben die Freiburger nur gegen Gegner aus der unteren Region verloren, gegen die vorne platzierten Vereine holten sie teilweise unerwartete Punkte. Das könnte ihnen auch fürs Restprogramm vor Weihnachten Mut machen: das Heimspiel gegen Bayern München und das Auswärtsspiel  auf Schalke. ,,Am Mittwoch werden wir nicht so viel Ballbesitz haben", blickte Günter voraus aufs Spiel gegen den Rekordmeister. Doch unabhängig davon, wie die beiden letzten Spiele des Jahres ausgehen, ,,haben wir bisher eine sehr gute Runde gespielt", sagte der Linksverteidiger.


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