Bundesliga 
Der nächste Streich des SC Freiburg
Nils Petersen Bildquelle dpa

Mit dem 2:1-Sieg gegen RB Leipzig hat der SC Freiburg den Champions-League-Teilnehmer in der Tabelle überholt und gehört weiter zur Spitzengruppe. Eine Spitzenmannschaft sei der Sport-Club trotzdem nicht, betonte der neue Rekord-Joker Nils Petersen.

Lange Zeit hatte im ausverkauften Schwarzwald-Stadion nichts darauf hingedeutet, dass es wieder mal einen Festtag für die SC-Fans geben könnte. Die Freiburger, bei denen Mark Flekken den verletzten Torhüter Alexander Schwolow gut vertrat und Lino Tempelmann sein Bundesligadebüt im Mittelfeld gab, ließen sich weit in die eigene Hälfte zurückdrängen, viel weiter, als es der Plan des Trainers war. ,,Aber wir haben überragend verteidigt und das muss man dann auch in so einem Spiel", sagte Christian Streich, ,,und dann macht Chicco ein Instinkttor."

Waldschmidt verletzt
Nicolas Höflers Treffer kurz vor der Pause stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Nach einer Vorlage von Lucas Höler, dessen Schuss abgeblockt wurde, traf er aus kurzer Distanz zum 1:0. ,,Wir hatten angesprochen, dass die Box besser besetzt sein muss, das hat Chicco gemacht", lobte Nils Petersen, der bereits nach einer knappen halben Stunde für Luca Waldschmidt kam, der wegen einer Mittelfußverletzung nicht mehr weiter machen konnte. Wenige Minuten später wechselte Streich erneut, diesmal allerdings nicht erzwungen. Für Tempelmann war das erste Bundesligaspiel frühzeitig beendet, weil Offensivspieler Janik Haberer im Mittelfeld für mehr Präsenz sorgen sollte. ,,Das tut mir leid für ihn, aber unsere Mannschaft fängt ihn wieder auf", sagte Streich über den U 20-Nationalspieler.

Für ihn kam Vincenzo Grifo und sorgte mit Petersen und Höler in der vorderen Linie für ein höheres Anlaufen und ein ganz anderes Spiel in der zweiten Hälfte. ,,Wir liefen anfangs viel hinterher, sind aber hungrig geblieben und haben in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht", sagte Haberer. Dabei zeigte sich erneut, dass es den Freiburgern mehr liegt, wenn der Gegner das Spiel machen muss und sie sich aufs Kontern konzentrieren können, was beim 2:0 in der 90. Minute perfekt gelang.
Höler eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, Grifo leitete ihn sofort weiter zu Petersen, der aufs Tor zulief und ihn eiskalt versenkte. Es war sein 22. Treffer als Einwechselspieler, damit stellte der 30-Jährige einen neuen Bundesligarekord auf, er zog in der Liste der besten Joker an Claudio Pizarro vorbei. ,,Ein Tor tut immer gut und ein Sieg sowieso - das war das Schönste, was wir den Verletzten auf den Weg ins Krankenhaus mitgeben konnten", sagte Petersen.

Morgen im Pokal gegen Union

Denn nach Waldschmidt, der keinen Bruch erlitten haben soll, musste auch noch Torschütze Höfler mit zwei Platzwunden und einer Gehirnerschütterung vorzeitig raus, nachdem ihn Ademola Lookman unabsichtlich mit dem Fuß am Kopf getroffen hatte. Beide fehlen morgen, wenn der Sport-Club im Pokalspiel gegen Union Berlin Revanche für die Niederlage in der Liga vor einer Woche nehmen will.

Der Leipziger Treffer von Lukas Klostermann (90.+2) konnte den Freiburger Sieg nicht mehr gefährden, über den sie sich genauso freuten wie über den zwischenzeitlichen zweiten Platz und 17 Punkte.


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