Bundesliga 
1:0 gegen Wolfsburg: SC Freiburg dank Schmid vor den Bayern
Bester Freistoß-Schütze der Liga: Freiburgs Jonathan Schmid freut sich über seinen Kunstschuss gegen Wolfsburg. Bildquelle Pipeline/dpa

Nach dem 1:0 gegen den VfL Wolfsburg bleibt der SC Freiburg in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga und will das Punktekonto in den letzten drei Spielen vor der Winterpause noch weiter auffüllen. Jonathan Schmid sorgte mit einem spektakulären Freistoßtor für den verdienten Heimsieg.

Man konnte schon im Vorfeld erwarten, dass das Spiel kein fußballerischer Leckerbissen wird, wenn die neben Dortmund beste Heimdefensive der Liga auf die beste Auswärtsdefensive trifft. Nach einem ,,Abnutzungskampf von zwei sehr ähnlichen Systemen" wäre SC-Trainer Christian Streich ,,mit einem 0:0 total zufrieden gewesen", nahm aber auch gerne den nächsten Dreier mit. Den hatte sich seine Mannschaft mit einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte auch nach Ansicht von VfL-Coach Oliver Glasner verdient.

Chancenarmes Spiel
Das chancenarme Spiel wurde passenderweise durch eine Standardsituation entschieden. In der 85. Minute nahm Jonathan Schmid aus rund 25 Metern Maß, zirkelte den Ball über die Mauer und der Ball prallte vom Innenpfosten ins Tor. Für den 29-jährigen Franzosen, der auch ein kurzes Intermezzo beim Offenburger FV hatte, war es bereits der zweite direkt verwandelte Freistoß hintereinander und der achte in der Bundesliga. Damit ist er der beste Schütze in dieser Kategorie, obwohl er das ,,nur ganz selten" trainiert, wie er verschmitzt lächelnd verriet. 
Vor ein paar Wochen hatte SC-Coach Christian Streich noch angemahnt, dass sich sein Team bei offensiven Standards verbessern müsse. Seitdem sind mehrere Tore nach Freistößen und Ecken hinzugekommen. ,,Wir haben ein paar Dinge geändert, aber was genau, bleibt geheim", sagte Schmid. 

Starke Verteidigungsleistung
Nach dem Sieg gegen Wolfsburg war Streich die Verteidigungsleistung wichtiger, zum einen bei sieben Ecken der Wolfsburger, die gleich mehrere große und wuchtige Spieler haben, aber auch im Spiel. Nachdem die Freiburger zuletzt in Leverkusen und Mönchengladbach reihenweise Torchancen zuließen, kamen die Wolfsburger nur durch Stürmer Wout Weghorst (43./82.) und Rechtsverteidiger William (89.) zu gefährlichen Abschlüssen, die jeweils vorbeigingen.

25 Punkte
,,Wir hatten ganz geringe Abstände zwischen den Mannschaftsteilen", lobte Streich, ,,vom Zweikampfverhalten, vom Willen und der körperlichen Präsenz war es eine außergewöhnlich gute Leistung." Für ihn war es in seinem 300. Bundesligaspiel als Cheftrainer der erste Heimsieg gegen Wolfsburg, mit dem der Sport-Club bereits auf 25 Punkte kommt. ,,Wir haben auch das Glück auf unserer Seite im richtigen Moment, aber die Punkte sind nicht gestohlen", meinte Streich. Dass die Freiburger damit weiter zur Spitzengruppe gehören und vor den Bayern in der Tabelle stehen, interessierte ihn jedoch weniger als der Blick nach unten. ,,Dass wir auf Hertha zwei Punkte gut gemacht haben, ist wie Weihnachten." Und das wurde beim SC bereits am Sonntag gefeiert, mit einer vereinsinternen Feier im Europa-Park in Rust.

,,Geile Truppe"
Vor den Festtagen soll das Punktekonto aber noch weiter anwachsen, sagte Siegtorschütze Schmid, der ,,so früh wie möglich den Klassenerhalt schaffen" möchte. Dazu müsse die Mannschaft ,,am Boden bleiben und hart arbeiten". Das wird sie tun, ist der Franzose überzeugt, denn ,,wir haben eine geile Truppe".


Werde Teil der Fußball-Community in der Ortenau und repräsentiere Deinen Verein.
Am Ende der Saison verlosen wir
attraktive Prämien!