Bundesliga 
SC Freiburg: Die Null steht - aber auch vorne
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Beim torlosen Remis auf Schalke hat der SC Freiburg zwar einen weiteren Auswärtspunkt geholt, konnte aber eine Halbzeit in Überzahl nicht zum Sieg nutzen. Außerdem muss der Sport-Club den Ausfall weiterer Stammspieler verkraften und steht erneut im Mittelpunkt von Schiedsrichterdebatten.

Nachdem den Freiburgern zuletzt im Heimspiel gegen Wolfsburg der vermeintliche Siegtreffer in der Nachspielzeit nach Videobeweis aberkannt worden war, meldete sich der Kölner Keller diesmal in der 81. Minute, als Schiedsrichter Frank Willenborg nach einem Handspiel des Schalkers Omar Mascarell auf Elfmeter entschieden hatte. Nach einem Signal von Videoassistent Harm Ossmers sah sich Willenborg die Szene selbst nochmal an und nahm den Strafstoß zurück, was Sky-Schiedsrichter-Experte Markus Merk als Fehlentscheidung beurteilte, Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hingegen als richtig ansah. In der ersten Halbzeit hatte es nach einem Handspiel des Freiburgers Lukas Kübler (33.) ebenfalls eine Überprüfung in Köln gegeben, allerdings ohne vorherigen Elfmeterpfiff von Willenborg.

Verärgerung beim SC
Während Experten, Trainer, Spieler, Fans und Medien nach diesem Spieltag wieder reichlich Diskussionsstoff haben, gab es beim Sport-Club nur eine Meinung und Verärgerung darüber, dass es den Strafstoß nicht gab. »Man muss da keinen Elfmeter pfeifen, aber die Frage ist, ob es eine krasse Fehlentscheidung war und Köln eingreifen muss«, sagte Trainer Christian Streich. Für Christian Günter, dessen Pass Mascarell abgeblockt hatte, war es auf jeden Fall strafstoßwürdig. Der Linksverteidiger war aber nicht nur deshalb sauer auf den Schiedsrichter, sondern auch, weil er in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte sah. Die erste Gelbe Karte soll er nicht wegen des Zusammenpralls mit Weston McKennie, sondern wegen Meckerns bekommen haben, was Günter genauso wenig nachvollziehen konnte, wie die zweite nach einem Zusammenprall mit Mark Uth. »Mir tut am meisten weh, dass ich der Mannschaft nächstes Wochenende nicht helfen kann«, sagte Günter.

Hinzu kommt, dass er möglicherweise nicht der einzige ist, der gegen Augsburg fehlen wird. Mike Frantz wurde Ende der ersten Hälfte von Suat Serdar so hart gefoult, dass er nach der Pause in der Kabine bleiben musste und noch nicht klar ist, ob er nach dem Tritt gegen sein Knie nächsten Samstag wieder spielen kann. Serdar sah dafür die Rote Karte, Freiburg konnte die Überzahl jedoch nicht nutzen. Der für Frantz eingewechselte Jerome Gondorf (46.) scheiterte mit einem Kopfball genauso an Torwart Ralf Fährmann wie Nils Petersen und Vincenzo Grifo (beide 62.). Die beste Möglichkeit vergab Philipp Lienhart (71.), der aus kurzer Distanz übers Tor köpfte.

Nüchternes Fazit
»Wir haben kein Tor geschossen, deswegen ist das 0:0 okay«, zog Streich ein nüchternes Fazit. Und angesichts der anderen Ergebnisse sei das Unentschieden auch noch etwas mehr wert, denn durch die Niederlagen von Hannover, Stuttgart und Augsburg hat der Sport-Club auf die Abstiegskonkurrenten immerhin einen Punkt gut gemacht. »Wir wollten unbedingt drei Punkte holen«, sagte hingegen Janik Haberer, der trotz eines Infekts unter der Woche spielen konnte.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 21
2. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 17
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 17
4. Marco Reus (Borussia Dortmund) 16
Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 16
6. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 15
Ishak Belfodil (TSG 1899 Hoffenheim) 15
8. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 14
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 14
10. Kevin Volland (Bayer 04 Leverkusen) 13
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