Bundesliga 
Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden
Die Fans halten auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift "Montagsspiele: Ungenügend" in die Höhe und protestieren damit gegen die DFL. Bildquelle dpa

Wenn der neue milliardenschwere Fernsehvertrag der Bundesliga voraussichtlich im Frühjahr 2020 abgeschlossen wird, dann soll es keine Montagsspiele mehr geben. Die Vereinsvertreter haben jetzt Luft aus dem Dauerstreit genommen.

In der Fußball-Bundesliga soll es von der Saison 2021/22 an nicht mehr die ungeliebten Montagsspiele geben. Die Clubs haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für eine Abschaffung ausgesprochen und wollen damit einen Dauerstreit mit der Fanszene beenden. Künftig sollen mehr Begegnungen am Sonntag ausgetragen werden. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte sich dazu am Mittwoch vorerst nicht äußern.

Der bis zum 30. Juni 2021 gültige Fernsehvertrags enthält fünf Montagabend-Begegnungen pro Saison. Dieser Verpflichtung wollen die 18 Vereine auch bis dahin nachkommen, zumal sie dem Fernsehvertrag zugestimmt hatten. Die DFL hatte die veränderte Stimmungslage zuletzt bei zwei Versammlungen der Erst- und Zweitliga-Vertreter abgeklopft. Offen sind weiterhin die Anstoßzeiten der 2. Liga. Der TV-Vertrag bringt dem Profifußball von 2017/2018 bis 2020/2021 insgesamt 4,64 Milliarden Euro.

Fanszene will boykottieren

Am Dienstag hatte die Fanszene einen bundesweiten Stimmungsboykott und Protest-Aktionen gegen Spiele unter der Woche für den 13. Spieltag angekündigt. In der Erklärung, die von vielen Ultra-Gruppen unterstützt wird, heißt es: »Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.«

Viele Fans protestieren seit langem gegen arbeitnehmerunfreundliche Spiele unter der Woche. Bereits Ende September hatten Zuschauer in den ersten drei Ligen mit einem Stimmungsverzicht ihren Unmut über die ihrer Meinung nach wachsende Kluft zwischen Anhängern, Vereinen und Verbänden sowie die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball ausgedrückt.

Der 13. Spieltag findet vom 30. November bis zum 3. Dezember statt. Erstmals in dieser Runde gibt es dann in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem Duell des 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen auch wieder ein Montagsspiel.


Top-Torjäger der Liga

1. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 18
2. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 15
Marco Reus (Borussia Dortmund) 15
4. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 14
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 14
6. Andrej Kramaric (TSG 1899 Hoffenheim) 13
7. Yussuf Poulsen (RasenBallsport Leipzig) 12
Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 12
Wout Weghorst (VfL Wolfsburg) 12
10. Alassane Plea (Borussia Mönchengladbach) 11
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