Bundesliga 
Die Laufleistung des SC Freiburg wurde belohnt
SC-Trainer Christian Streich. Bildquelle Michael Heuberger

Dem SC Freiburg gelang am Sonntagnachmittag in Berlin trotz spielerischer Schwächen ein schmeichelhafter Punktgewinn.

Es war die erste Freiburger Chance des Spiels und sie bedeutete prompt den Ausgleich. 36 Minuten waren im gut gefüllten Berliner Olympiastadion gespielt, als Robin Koch gut 22 Meter vor dem Tor der Ball vor die Füße fiel und er einfach mal draufhielt. Herauskam ein Schuss wie ein Strich, der zudem so gut platziert war, dass Hertha-Keeper Rune Jarstein gar nicht abspringen hätte müssen, um zu klären. Er wäre eh nicht mehr an den Ball gekommen.

Gold wert
»Ich glaube, wir haben seit über zwei Jahren kein Tor mehr aus der Distanz geschossen«, freute sich Verteidiger Manuel Gulde über den Treffer, der zu einem »glücklichen, aber erkämpften Punkt« führte. Fürs Freiburger Selbstbewusstsein war dieser Punkt Gold wert, denn dank des Sieges in Wolfsburg haben sie nun vier Punkte aus vier Auswärtsspielen auf dem Konto, insgesamt sind es neun aus acht Spielen. Was eine ordentliche Zwischenbilanz ergibt.

 Dabei hatte in Berlin eigentlich nichts darauf hingedeutet, dass der Sportclub etwas Zählbares würde mitnehmen können. Denn auch nach dem frühen Treffer durch Ondrej Duda (7.) agierte ausschließlich die Hertha, die vor allem bei ihren Angriffen über die linke Freiburger Abwehrseite Katz und Maus mit den Defensiven spielte. Allen voran Lukas Kübler konnte einem in den Duellen gegen Salomon Kalou und Javairo Dilrosun leidtun. In puncto Wendigkeit und Technik war die Diskrepanz zu den Berliner zu groß. Doch das, fand Trainer Christian Streich, sei gar nicht mal das Entscheidende: »Mir hat Kübi nicht leidgetan. Er verliert einen Zweikampf und steht kurz darauf wieder bei seinem Gegenspieler. Ein Zweikampf ist erst dann verloren, wenn er verloren gegeben wird.«

Sieben Kilometer mehr
In Sachen Kampfbereitschaft und Leidenschaft war Streich sowieso völlig zufrieden mit seiner Elf, die im ersten Durchgang streckenweise erschreckend schwach spielte, im zweiten die Partie aber halbwegs offen gestalten konnte. Dank diszipliniert nach hinten arbeitenden Offensiven wie Roland Sallai. Und dank einer mal wieder erstaunlichen Laufleistung - fast sieben Kilometer mehr spulte der Sport-Club im Vergleich zur technisch besseren Hertha ab. So fand man in ein Spiel zurück, in dem bis zu Kochs Gewaltschuss alles auf einen deutlichen Berliner Sieg hingedeutet hatte. 

»Genau diese Mentalität brauchen wir«, fand Streich. »Egal, ob wir 1:0 oder 2:0 zurückliegen.« Dafür monierte der Trainer - ebenfalls aus gutem Grund - die spielerischen Defizite. »Wenn die Hertha schon so hoch steht und uns Räume bietet, müssen wir lernen, die besser auszunutzen.« Tatsächlich gab es im zweiten Durchgang einige Situationen, in denen Konter unsauber ausgespielt wurden. Ein weiteres Mal standen zwei Freiburger Angreifer am langen Pfosten frei, doch die Flanke von Kübler geriet zu kurz. Es liegt also durchaus noch Arbeit im spielerischen und im taktischen Bereich vor dem derzeitigen Tabellen-Elften, der schon am Freitag Borussia Mönchengladbach empfängt.


Top-Torjäger der Liga

1. Francisco Alcacer García (Borussia Dortmund) 10
Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) 10
3. Robert Lewandowski (FC Bayern München) 9
Sébastien Haller (Eintracht Frankfurt) 9
Marco Reus (Borussia Dortmund) 9
6. Timo Werner (RasenBallsport Leipzig) 8
Alassane Plea (Borussia Mönchengladbach) 8
Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) 8
9. Alfred Finnbogason (FC Augsburg) 7
10. Reiss Nelson (TSG 1899 Hoffenheim) 6
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