Oberliga Baden-Württemberg 
SV Linx kassiert mit neuem Spielsystem vier Gegentore
Obenauf, wie in dieser Szene Sinan Gülsoy (rechts), war der SV Linx bei der 2:4-Heimniederlage zum Saisonauftakt gegen den SGV Freiberg nur äußerst selten. Bildquelle Ulrich Marx

Mit einer 2:4 (0:1)-Heimniederlage vor 400 Zuschauern gegen den SGV Freiberg ist Fußball-Oberligist SV Linx unsanft in die neue Saison gestolpert. Die Enttäuschung auf Seiten der Rheinauer war groß, die Kritik am Spielsystem auch.

Neuer Trainer, neues Spielsystem, altes Problem. Das Vorhaben, mit einer Dreier-Abwehrkette die Problemzone des SV Linx der letzten Saison zu verbessern, hat einen Dämpfer erhalten. Vier Gegentore im ersten Spiel, das hat den Systemkritikern mächtig Oberwasser gegeben. Jetzt gleich alles infrage zu stellen ist falsch, aber der neue Coach Thomas Leberer muss schnellstens die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen, denn bereits am Mittwoch (19 Uhr) geht es im SBFV-Pokal zum Landesligisten FV RW Elchesheim und am Samstag zum Oberliga-Titelanwärter FC Nöttingen. 

Neue Dreier-Abwehrkette

Leberer überraschte, indem er die bisherigen Stammspieler Rico Schmider, Geoffrey Feist und Alexander Merkel auf die Reservebank beorderte. Timo Schwenk, Nico Schlieter und Dennis Kopf bildeten die neue Abwehrkette. Freiberg, das in der letzten Saison eine 3:6-Packung in Linx kassiert hatte, war von Beginn an das bessere Team. »Wir hatten keine optimale Vorbereitung, aber meine Mannschaft hat großen Teamgeist gezeigt«, lobte Freibergs neuer Coach Mario Estasi seine Spieler. Er hatte allen Grund dazu, denn bereits in der 8. Minute erlief U19-Auswahlspieler Simon Klostermann einen Pass in die Schnittstelle der Linxer Abwehr und versenkte den Ball per Flachschuss zur 1:0-Führung für die Gäste. Die Linxer fanden nicht ins Spiel und hatten Glück, dass nach einer Hereingabe von Pollex gleich zwei Freiberger am Ball vorbeisegelten. 

Henkel mit erstem Ausrufezeichen

Piakai Henkel setzte nach 35 Minute das erste Linxer Ausrufezeichen, aber den Flachschuss kratzte Volkan Celiktas von der Linie. Adrian Vollmer köpfte knapp übers Tor, aber das war alles, was Linx vor der Pause in der Offensive zu bieten hatte. Sowohl Adrian Vollmer als auch sein Nebenmann Dennis Kopf waren bei der Gästeabwehr völlig abgemeldet, und Flügelspiel fand beim SV Linx viel zu selten statt. 

Freiberg stellte auch nach der Pause das bessere Team mit besserer Struktur im Spielaufbau. Erneut war es Simon Klostermann, der mit seinem Treffer zum 0:2 (52.) eklatante Linxer Abwehrschwächen aufdeckte. Thomas Leberer reagierte, brachte Nathan Recht auf der rechten Außenbahn, und sofort war Leben im Linxer Offensivspiel. Mit dem Tor des Tages zum 1:2 (59.), als er aus 18 Meter volley abzog, weckte Wacim Tine Hoffnungen bei Linx, zumal der Gast nun vorübergehend den Faden verloren hatte.

Große Enttäuschung

Ein richtiges Aufbäumen der Linxer gab es aber nicht, die Quittung dafür kam prompt. Kreshnik Lushtaku spazierte locker an den SVL-Abwehrspielern vorbei und ließ Keeper Kevin Mury per Flachschuss ins rechte Toreck zum 1:3 (77.) keine Chance. Noch einmal kam Hoffnung bei Linx auf, als der eingewechselte Rico Schmider nach Tine-Eckball zum 2:3 (81.) einköpfte. Zum erhofften Punktgewinn reichte es aber nicht mehr, denn den 2:4-Schlusspunkt setzte der Gast per Konter durch Patrick Fossi (86.).  Entsprechend groß war die Enttäuschung beim SV Linx. »Ihr wart eine Mannschaft mit purem Willen zum Sieg und habt verdient gewonnen«, lobte SVL-Coach Thomas Leberer die Gäste und machte damit deutlich, was seiner Mannschaft gefehlt hat. 

SV Linx - SGV Freiberg 2:4 (0:1)

Linx: Mury - Kopf (DeKo), Schwenk, Schlieter, Venturini, Gülsoy (61. Schmider), Tine, Wehrle (77. Merkel), Henkel (55. Recht), Vollmer, Kopf (69. Helfer-Lebert). 

Freiberg: Loch - Kröner (64. Tasedelen), Müller, Zagaria, Latifovic, Caliktas, Fossi, Pollex (49. Parharidis), Andric, Lushtaku (86. Koci), Klostermann (78. Muzliukaj). 

Schiedsrichter: Vincent Becker (Höfen/Enz) - Zuschauer: 400.

Tore: 0:1 Klostermann (8.), 0:2 Klostermann (52.), 1:2 Tine (29.), 1:3 Lushtaku (77.), 2:3 Schmider (81.), 2:4 Fossi (86.). 

 


Top-Torjäger der Liga

1. Nico Huber (SV Oberachern) 11
2. Benjamin Kurz (TSV Ilshofen) 9
3. Mijo Tunjic (SV Stuttgarter Kickers) 8
4. Christian Mauersberger (1. FC Rielasingen-Arlen) 7
Kevin Dicklhuber (1. Göppinger SV) 7
6. Cristian Giles Sanchez (SV Stuttgarter Kickers) 6
Simon Lukas Lindner (FSV 08 Bissingen) 6
David Tomic (VfB Stuttgart II) 6
9. Pasqual Pander (Neckarsulmer Sport-Union) 5
Jona Boneberger (FV Ravensburg) 5
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